Montag , 23 Oktober 2017
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Die besten Hausmittel gegen Verstopfung

Die besten Hausmittel gegen Verstopfung

Eine Verstopfung ist im Grunde das „Gegenteil“ von Durchfall, allerdings genauso lästig, schmerzhaft und behandlungsbedürftig. Von Verstopfung spricht man dann, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen kein Stuhlgang stattgefunden hat und dieser Zustand womöglich noch länger anhält. Deutschlandweit ist fast die Hälfte aller Menschen von gelegentlichen Darmproblemen betroffen, was sich durchaus auf unsere westliche Ernährungsweise zurück zu führen lässt. Dabei sind weibliche Personen häufiger betroffen als es bei männlichen Personen der Fall ist. Geburten oder Operationen können ein Grund dafür sein. Verstopfung muss ebenso ernst genommen und behandelt werden wie Durchfall. Bei der Verstopfung allerdings besteht zusätzlich das Risiko eines Darmverschlusses, was sich durch kolikartige Schmerzen und Erbrechen bemerkbar machen kann. Die meisten Verstopfungen allerdings sind eher harmloser Natur und lösen sich meist von alleine. Und auch wenn diese nicht gerade angenehm sind, so bedarf es meist nur weniger Hausmitteltricks aus Omas Zeiten, um den trägen Darm wieder auf Vordermann zu bringen. Die Ernährung spielt auch hier eine große und übergeordnete Rolle.

Die Ernährung bei Verstopfung

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Verstopfung ursächlich unserer westlichen Ernährung ist. Fast Food und kalorienreiche Speisen stehen täglich auf unserem Speiseplan, bereits morgens essen wir Weißbrot, Nutella und andere stopfende Lebensmittel. Fertigprodukte und Nudeln sind ebenso weit vertreten, am Abend darf es dann die Pizza oder Lasagne sein. Unbewusst nehmen wir viel mehr stopfende Lebensmittel und Gerichte in uns auf, als Obst oder Gemüse. Sie sind viel zu selten vertreten, sodass der Organismus viel zu wenige  Ballaststoffe aufnimmt. Diese sind allerdings entscheidend und absolut wichtig für eine geregelte Verdauung. Ohne Ballaststoffe wird der Stuhl zunächst sehr leicht und rutscht nicht entgegen der Schwerkraft bis in den Enddarm. Eine sich anbahnende Verstopfung kann also bereits daran erkannt werden, dass der Stuhlgang zunehmend durch starkes Pressen oder Drücken erschwert wird. Ballaststoffe erschweren den Stuhl und lassen diesen wie von alleine passieren. Fehlen sie in unserer Ernährung, so wird der Stuhl immer härter, leichter und setzt sich im Darm fest.

Verhalten und Ernährung bei Verstopfung

Verstopfung hat seine Gründe, welche meist in der Ernährung zu finden sind. Wer also unter Verstopfung leidet, der muss seine Ernährung umstellen. Überwiegend sollten ballaststoffreiche Lebensmittel zugeführt werden. Obst, vor allem Beeren, Aprikosen oder Datteln und Feigen enthalten extrem viel davon. Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen oder Linsen liefern Ballaststoffe. Was das Getreide betrifft, so sollte man auf Vollkornprodukte umsteigen. Nudeln und Weißbrot können somit perfekt mit Vollkornalternativen ausgetauscht werden.

Sport und Bewegung

Auch unsere einseitigen Bewegungen aufgrund moderner Fortschritte lassen unseren Darm träge werden. Wir fahren mit dem Auto, anstelle mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wir nutzen Bus und Bahn auch dann, wenn der Weg lediglich 15 Minuten betragen würde. Wir gehen kaum an die frische Luft wenn es regnet, schneit oder kalt ist. Auch treiben wir aufgrund von Zeitmangel weniger Sport, haben keine Zeit für einen Hund und das Fitnessstudio am Wochenende fällt auch aus, weil das Sofa zu gemütlich ist. Aktive Bewegung ist allerdings enorm wichtig für einen gesund arbeitenden Darm. Viele empfehlen sogar den so genannten „Verdauungsspaziergang“ nach dem Essen. Eine durchaus sinnvolle Tätigkeit, die nur allzu einfach in den täglichen Alltag integriert werden kann. Sport und Bewegung lassen die Darmaktivität nachweislich ankurbeln.

Viel Flüssigkeit trinken bei Verstopfung

Nicht selten geht der Verstopfung auch ein erheblich verminderter Flüssigkeitsmangel voraus. Wasser ist allerdings die Grundlage für die Tätigkeit unserer Organe und vor allem der Darm und Magen benötigt Flüssigkeit, um seine Tätigkeit ausführen zu können. Beispielsweise ist die Darmschleimhaut dafür verantwortlich, dass der Stuhl rutscht und weiter transportiert werden kann. Ohne Flüssigkeit funktioniert das aber nicht.

Flohsamen, Zitronenwasser und Joghurt

Helfen wir also dem Darm auf die Sprünge und nach nur wenigen Stunden ist dieser wieder ziemlich aktiv und kann seine Arbeit ausführen. Stellen Sie sich 2-3 Liter Wasser für den Tag zurecht und füllen Sie den Flüssigkeitshaushalt wieder so richtig auf. Bestenfalls gibt man den Saft einer Zitrone hinzu oder reicht das Wasser mit Zitronenscheiben an. Morgens nach dem Aufstehen empfiehlt sich lauwarmes, stilles Leitungswasser mit dem Saft einer halben Zitrone noch vor dem Frühstück und Kaffee. Im Anschluss wirkt ein Spaziergang wahre Wunder. Auch kann ein Joghurt mit Beeren und anderem Obst am Morgen den Darm so richtig in Schwung bringen. An verregneten Tagen helfen Yoga und ein bisschen Treppensteigen.

Für „akutere“ Fälle gibt es ausreichend natürliche Abführmittel, wie beispielsweise die Flohsamen. Da diese allerdings im Darm aufquellen und stopfen können, sollte man möglichst viel Wasser dazu trinken. Dann können diese den festsitzenden Stuhl im Darm lösen und antreiben. Die Wirkung tritt allerdings relativ spät ein, sodass es auch mal einen Tag dauern kann, ehe man das Bedürfnis verspürt auf Toilette zu müssen. Für die ganz akuten Fälle hilft ein Glas Sauerkrautsaft oder Pflaumensaft. Die Wirkung tritt schnell ein und der Darm entleert sich zügig, allerdings nie so „dringend“ wie es bei tatsächlichen Abführmitteln der Fall wäre. Fakt ist aber, wer ballaststoffreiche Lebensmittel in seinen Speiseplan integriert, der wird künftig nicht mit Verstopfungen zu tun haben und einen täglichen, weichen und gesunden Stuhlgang haben.


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