Mittwoch , 22 November 2017
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Hautjucken – Was kann man mit natürlichen MItteln gegen Juckreiz auf der Haut tun?

Hautjucken – Was kann man mit natürlichen MItteln gegen Juckreiz auf der Haut tun?

Wer ständigen Juckreiz auf der Haut hat, der weiß, dass dieses Jucken einen wirklich wahnsinnig machen kann. Betroffene sagen sogar, dass der Juckreiz schwerer zu ertragen ist als Schmerzen. Wenn es eine kleine Hautstelle ist, die juckt, ist das schon richtig unangenehm. Schlimmer wird es, wenn größere Hautpartien vom Juckreiz betroffen sind. „Reiß dich doch mal zusammen und kratz dich nicht ständig“ – das sind Aussagen, die sich Betroffene von Angehörigen und Freunden anhören müssen. Leicht gesagt, aber schwer umsetzbar ist dieser Tipp – abgesehen davon, dass er wirklich irgendwann auch nervt. Wer einmal einen Mückenstich hatte und den Juckreiz kennt, kann sich in etwa vorstellen, um wie viel schlimmer es ist, wenn große Hautpartien jucken und kein Ende des Problems in Sicht ist.

Juckreiz kann viele Hintergründe haben – Stiche von Insekten, Allergien, Parasitebefall oder andere Auslöser. Auch nervliche Belastungen können zu einem flächigen Hautjucken führen. Aber zum Glück gibt es auch gegen Juckreiz auf der Haut passende Hausmittel, die das Problem auf natürliche und nebenwirkungsfreie Weise lösen, wenn abgeklärt ist, dass das Hautjucken keine tieferliegenden medizinischen Hintergründe hat.

hautjuckenNatürliche Hilfen gegen Juckreiz

Wacholderbeeröl und Vitamin E

Ein natürlicher Helfer aus der Apotheke gegen Juckreiz heißt Wacholderbeeröl. Mit dem Öl kann man die betroffenen Hautstellen massieren – am besten morgens und abends. Und auch zwischendurch lässt sich so einiges gegen das Jucken tun. Cremes und Salben, die mit hochdosiertem, natürlichem Vitamin E versetzt sind, kann man in der Apotheke kaufen. Die Cremes reduzieren das Jucken, denn Vitamin E ist ein Hautvitamin, das die Gesundheit der Haut unterstützt.

Zinnkraut

In Zinnkraut ist Kieselsäure enthalten. Kieselsäure ist ein Wirkstoff, der in der Haut zum einen die Bindung von Hautfeuchtigkeit bewirkt, zum anderen hat die Kieselsäure auch einen Einfluss auf die Zellerneuerung in der Haut. Das Kraut bekommt man in der Apotheke.

Für die Anwendung gegen Juckreiz nimmt man zwei Hände voll Zinnkraut und kocht sie in zwei Litern Wasser für etwa zehn Minuten. Danach wird der Sud abgeseiht, abkühlen lassen und dann in den Kühlschrank gestellt. Zwischen zehn und 15 Grad kalt, kann dann in dem Sud eine Mullbinde getränkt werden. Jetzt ausdrücken und die juckenden Hautstellen mit der getränkten Mullbinde abdecken. Das Zinnkraut kann mit seinen Wirkstoffen so direkt auf die Haut einwirken – und das Hautjucken verschwindet zum einen durch die natürlichen Inhaltsstoffe des Zinnkrauts und zum anderen natürlich durch die angenehme Kühlung. Also die Auflage ruhig öfter wieder erneuern!

Allergischer Juckreiz?

Wenn der Juckreiz auf der Haut durch Allergien ausgelöst wird, dann kann eine sogenannte Halicar-Salbe helfen, die man in der Apotheke bekommt. Der besondere und vor allem natürliche Wirkstoff, der in der Halicar-Salbe enthalten ist, stammt von der sogenannten Ballonrebe. So lässt sich auch allergischer Juckreiz ohne den Einsatz von medizinischen Cremes mit Nebenwirkungen angehen.

Insektenstiche jucken

Gerade dann, wenn man im Sommer mal wieder von Insekten gestochen wurde, ist der Juckreiz ziemlich unangenehm und penetrant. Besonders Mückenstiche sind lästig und jucken unglaublich. Die einfachste Lösung gegen das Problem ist jetzt ein Umschlag mit Essigwasser. Ein Liter Wasser mit einem Esslöffel Essig gemischt, darin ein sauberes Tuch eingetaucht, ausgedrückt und auf die Einstiche gelegt – fertig ist ein natürlicher und vor allem immer im Haus vorhandener Helfer gegen den Juckreiz.

Bei allergischem Hautjucken spielt auch die Ernährung eine Rolle

Histaminhaltige Lebensmittel können Allergien und damit Hautjucken auslösen. Sowohl Weißwein als auch Nüsse und Thunfisch sowie Salami und Käse sind klassische histaminhaltige Nahrungsmittel, auf die man bei allergischem Hautjucken zumindest versuchsweise einfach eine Weile verzichten sollte. Auch Alkohol, Nikotin und scharf gewürztes Essen kann Hautjucken bewirken.

Gesichtsmaske gegen Hautjucken

Eine ganz natürliche Gesichtsmaske gegen Hautjucken besteht aus einer zerdrückten, sehr reifen Banane, einem Teelöffel Schlagsahne und einem Esslöffel Joghurt. Alles zu einem dicken Brei verrühren und auf die Haut auftragen. Die Augen müssen bei der Maske allerdings ausgespart werden. Die Maske lässt man jetzt einfach ganz entspannt auf dem Sofa liegend für etwa 20 Minuten auf die Haut einwirken. Abwaschen sollte man den Brei nicht mit Wasser, sondern mit zuvor zubereitetem und abgekühltem Kamillentee.

Flächiges Hautjucken

Wenn große Körperbereiche jucken oder auch, wenn ein Sonnenbrand abheilt und die abpellende Haut starkes Jucken verursacht, dann ist eine Packung mit kühlem Quark oder Joghurt eine gute Hilfe. Ein sauberes Leinentuch oder Geschirrtuch bedeckt man einfach mit dem Joghurt oder Quark und lässt die Packung auf die Haut einwirken. Wärmt sich die Auflage auf, dann kann man sie einfach noch einige Male erneuern. Toller Nebeneffekt bei der Quark- oder Joghurtauflage ist, dass die Haut auch gleich noch mit richtig viel Feuchtigkeit versorgt wird.

Zitronen

Wenn die Haut absolut unbeschädigt ist und man sie nicht schon aufgekratzt hat, dann kann auch Zitronensaft eine Lösung gegen Hautjucken sein. Eine frische Zitrone – Bioware ist am besten – wird halbiert und mit der frischen Schnittstelle reibt man jetzt über den juckenden Hautbereich. Aber wirklich aufpassen sollte man, dass die Haut unbeschädigt ist, denn sonst brennt der Zitronensaft sehr!

Kopfhautjucken

Viele Menschen kennen auch das Jucken der Kopfhaut. Lästig und störend ist dieser Juckreiz und so richtig weiß man meistens auch nicht, wie man damit umgehen soll. Ein natürlicher Helfer kann reines Rosmarinöl aus der Apotheke sein. Drei Tropfen vom Öl gibt man in 30 Milliliter wirklich hochprozentigen Alkohol (auch in der Apotheke erhältlich!). Mit diesem Mix massiert man zweimal bis dreimal täglich die juckende Kopfhaut.

Schmierseife

Richtige Schmierseife ist aus unseren Haushalten heute komplett verschwunden. In den früheren Generationen hat man die Schmierseife zum Putzen und auch gegen Hautjucken verwendet. Einfach eine Lauge aus Schmierseife und Wasser zubereiten und die vom Juckreiz betroffenen Hautstellen mit dieser Lauge abwaschen.

Kartoffeln

Kartoffeln haben nicht nur für die Ernährung viele wertvolle Inhaltsstoffe. Auch gegen Juckreiz helfen sie. Dazu schält man eine Kartoffel, hobelt sie in feine Scheiben und legt die Kartoffelscheiben auf die Haut auf. Damit die Kartoffelpackung hält, einfach ein Tuch drumwickeln und die Erdäpfel für etwa 30 Minuten auf die Haut einwirken lassen.

Neutrale Seifen und Duschgels

Juckende Haut hat oftmals noch mehr Probleme, wenn man sie auch noch mit stark duftenden Duschgels und Seifen traktiert. So toll die Pflegeprodukte auch duften – die Haut mag diese Stoffe überhaupt nicht. Also lieber ein neutrales Duschgel ohne Duftstoffe aus der Apotheke oder n- viel preiswerter, genauso gut – aus dem Drogeriemarkt verwenden! Wenn man trotzdem duften möchte, dann das Eau de Toilette auf die Haare oder die Kleidung sprühen.

Salzwasserbad

Ein Bad im Salzwasser ist sehr angenehm gegen Juckreiz. Wenn das Meer einfach zu weit weg ist, dann tut es normales Haushaltssalz oder Meersalz aus dem Drogeriemarkt auch. Die betroffenen Körperstellen – nötigenfalls auch den ganzen Körper – im Salzwasser baden. Danach sollte man sich gründlich abtrocknen, ohne zu reiben. Jetzt bekommt die Haut noch eine angenehme Abreibung mit Johanniskrautöl – und der Juckreiz verschwindet. Das Bad kann man zweimal wöchentlich anwenden.

Schweiß auf der Haut

Empfindliche und juckende Haut ist sehr empfindlich – auch gegen den eigenen Schweiß. Hat man beim Sport oder auch sonst wie geschwitzt, sollte man die Kleidung wechseln und sich waschen oder duschen. Trocknet der Schweiß auf der Haut, kann das nämlich schon wieder zu unangenehmem Juckreiz führen.

Tee trinken und etwas für die Haut tun

Auch innerlich kann man auf ganz natürliche Weise die Haut unterstützen. Eine Teemischung sollte hierfür aus jeweils 20 Gramm Holunderblüten, Faulbaumrinde, Eichenrinde, Stiefmütterchenkraut, Fenchel sowie Birkenblättern in der Apotheke zusammengestellt werden. Aus dieser Teemischung nimmt man jeweils einen Esslöffel für eine Tasse Tee, überbrüht den Kräutermix und lässt ihn dann fünf Minuten ziehen. Danach einfach den Tee abseihen und in kleinen Schlucken dreimal täglich eine Tasse trinken.

Juckende Haut braucht Fett

Feuchtigkeitspflege allein reicht bei juckender Haut nicht. Hier muss eine stark rückfettende Bodylotion oder sogar Creme als Pflege schon sein.

Was tun, wenn ich nachts im Schlaf die Haut aufkratze?

Tagsüber kann man sich beim Juckreiz auf der Haut vielleicht gerade noch beherrschen und nicht kratzen. Spätestens in der Nacht folgen die Hände dann aber den natürlichen Instinkten und das Kratzen geht los. Aufgekratzte, blutige Hautstellen sind aber nicht nur ein optisches Problem – es können sich auch Infektionen bilden. Also sollte man bei nächtlichem Kratzen unbedingt Handschuhe aus Baumwolle tragen, damit die Haut möglichst heil bleibt. Kurze Nägel sind Pflicht!

Die Sonne kann helfen

Wenn die Sonne sich wieder zeigt, dann können kleine Sonnenbäder für die Haut eine echte Wohltat sein. Dass man Sonnenbrand absolut vermeiden muss, sollte wohl selbstverständlich sein! Und da heißt es dann auch schon wieder, die richtige Sonnencreme zu benutzen, denn fetthaltige Cremes können einen Hitzestau unter der Fettschicht bewirken – und Juckreiz auslösen. Also lieber eine teurere, aber antiallergische und fettfreie Sonnencreme aus der Apotheke benutzen.


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