Donnerstag , 14 Dezember 2017
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Privathaftpflichtversicherung: Warum sie so wichtig ist und was es beim Abschluss zu beachten gibt

Privathaftpflichtversicherung: Warum sie so wichtig ist und was es beim Abschluss zu beachten gibt

Dass sich die Deutschen gern gegen alle Eventualitäten des Lebens absichern, ist weithin bekannt. Eine bestimmte Versicherung jedoch besitzt zweifelsohne eine absolute Daseinsberechtigung und darf keinesfalls in der Risikovorsorge fehlen: die Privathaftpflichtversicherung. Sie haftet für Schäden, die der Versicherungsnehmer verursacht. Das Wichtigste zum Thema haben wir für Sie in Kürze zusammengefasst.

Eine Haftpflichtversicherung kann ganze Existenzen sichern

Ein Glas Rotwein auf der Couch des Nachbarn verschüttet, den Laptop des Freundes versehentlich fallen gelassen oder sich versehentlich auf die Brille des Arbeitskollegen gesetzt – ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist ein Schaden bei Dritten entstanden. Nach deutschem Recht haftet jeder dafür mit seinem Privatvermögen. Im schlimmsten Fall tritt sogar ein Personenschaden ein, wenn etwa jemand durch die Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers eine Platzwunde oder einen Beinbruch erleidet. In solchen Fällen greift die Privathaftpflichtversicherung. Sie haftet für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die von Privatpersonen verursacht werden. Insbesondere wenn Menschen zu Schaden kommen, kann die Haftungssumme schnell in die Millionen gehen. Ohne eine entsprechende Absicherung, wäre dies existenzgefährdend. Privathaftpflichtversicherungen kosten nicht die Welt, dennoch gilt es beim Abschluss einige wichtige Details zu beachten und man soll vor einem Vertragsabschluss die verschiedenen Tarife vergleichen. Einen solchen Vergleich findet man zum Beispiel auf Verivox.

Diese Rahmenbedingungen sollten beim Vertragsabschluss Beachtung finden:

  • Die Deckungssumme: Versicherungsexperten empfehlen eine Mindestdeckungssumme von 5 Millionen Euro, besser von 7 – 10 Millionen Euro. Damit sind in der Regel alle gängigen Risiken abgesichert.
  • Kinder, auch in der Ausbildung, im Studium bzw. dem Bundesfreiwilligendienst, können kostenlos mitversichert werden.
  • Auch zusammenlebende Paare, die nicht verheiratet sind, dürfen gemeinsam eine Einzelpolice abschließen.
  • Nicht alle Hobbys werden im allgemeinen Versicherungsschutz berücksichtigt. Für manche müssen separate Haftpflichtversicherungen Anwendung finden. So etwa für Drohnen, E-Bikes oder Boote.
  • Auch Schäden durch Haustiere werden nicht in der Privathaftpflichtversicherung berücksichtigt. So ist es etwa erforderlich, bei Bedarf separate Tierhalterhaftpflichtversicherungen abzuschließen.

Privathaftpflicht durch Zusatzleistungen ergänzen

Zahlreiche Versicherer bieten ihren Kunden an, zusätzliche Leistungen separat abzusichern. Durch jene Zusatzleistungen kann der Versicherungsschutz auf die individuellen Lebensbedingungen abgestimmt werden. Eine solche Erhöhung des Versicherungsschutzes gibt es etwa für:

  • Forderungsausfalldeckung: Entsteht dem Versicherten ein Schaden und der Verursacher ist zahlungsunfähig, bereinigt der eigene Versicherer den Schadensfall.
  • Schlüsselverlust: Mieter, die ihren Schlüssel verlieren und dafür Haften, können diese Ansprüche bei ihrer Privathaftpflichtversicherung melden. Gerade beim notwendigen Austausch von Schließanlagen kann die Schadenssumme bis zu 15.000 Euro und mehr betragen.
  • Glasversicherung: Sie kommt zum Einsatz, wenn Mieter in ihrer Mietwohnung einen Glasschaden verursachen.
  • Gefälligkeitsschäden: Beim Umzug eines Freundes helfen ist für viele Selbstverständlich. Entsteht dort beispielsweise ein Schaden, kann dieser durch die Zusatzleistung der Privathaftpflicht abgedeckt werden.

Fazit: Eine Privathaftpflicht ist ein Muss für jeden. Auch wenn die Versicherungspreise dafür nicht exorbitant hoch ausfallen, lohnt ein Versicherungsvergleich schon aufgrund der unterschiedlichen Leistungen der Versicherer auf jeden Fall.


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