Mittwoch , 22 November 2017
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Sitzsack – Tipps für die Reinigung und Befüllung
Sitzsack - Urheberrecht:ozaiachin / 123RF Stockfoto<

Sitzsack – Tipps für die Reinigung und Befüllung

Sitzsäcke gibt es schon sehr lange, doch sie sind bisher nicht aus der Mode gekommen. Diese Möbelstücke sind einfach nur bequem und bieten einen immensen Komfort.

Doch was ist, wenn der Sitzsack einmal gereinigt werden muss?

Oder wie kann dieser neu befüllt werden?

Manchmal erscheint eine Antwort auf diese Frage gar nicht so einfach. Doch hier sollen dem Leser einige Ratschläge zur Seite stehen, welche sowohl das Reinigen als auch die Befüllung zu einem wahren Kinderspiel machen.

Ab in die Wäsche

Wie man einen Sitzsack reinigen muss, hängt natürlich von der Art der Verschmutzung ab. Manchmal sind es nur kleine Fletupocken oder etwa Haare und Staub, die das gute Teil an sich gezogen hat. Egal, aus welchem Material der Sack besteht, hier genügt in der Regel ein feuchtes Tuch. Sollten sich Haustiere auf ihm tummeln, so kann man den Sitzsack auch einfach mit einer Bürste auskämmen. Auch das Absaugen ist eine Lösung, welche besonders für sehr verstaubte Modelle geeignet ist.

Bei anderen Fleckenarten sieht die Problematik schon anders aus. Hat man etwa bei einem romantischen Abend Wein verschüttet, oder aber am frühen Morgen den Kaffeebecher verschüttet, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Hier hängt die Art der Reinigung einfach davon ab, aus welchem Material der Sack gefertigt ist. Wichtig ist vor allem, dass man die Anweisungen des Herstellers zur Wäsche beachtet.

Hundehaare auf Sitzsack

Hundehaare auf einem Sitzsack kann man einfach absaugen – Urheberrecht: katrinaelena / 123RF Stockfoto

Hartnäckige Flecken

Um zum Beispiel Rotwein aus den meisten Sitzsäcken zu entfernen, sollte der noch feuchte Fleck mit Salz, Zitrone oder Weißwein behandelt werden. Danach gibt man den Sack einfach in die Wäsche. Der Fleck sollte dann nicht mehr zu sehen sein. Bei Fettflecken muss man unterschiedliche Methoden in Betracht ziehen. Auf Nylon empfiehlt sich zum Beispiel Gallseife. Nach einer Vorbehandlung mit dieser kann der Sack dann einfach in die Wäsche gegeben werden. Die kann man auch bei Wolle verwenden. Für Leder gibt man einfach Kartoffelmehl auf den Fleck. Dieses saugt das Fett auf, sodass man ihn einfach wegwischen kann.

Nun zum Lieblingsgetränk der meisten, Kaffee. Diese kann bei Nylon mit Mineralwasser ausgewaschen werden. Einen Baumwollsack sollte man mit Glycerin vorbehandeln und danach ordentlich durchwaschen. Wer Kaffee auf einem Ledersack verschüttet, der kann diesen mit einer Kochsalzlösung behandeln. Allerdings muss diese eine Temperatur von mindestens 37 Grad haben. Bei Samt sollte Maismehl zur Anwendung kommen, worauf ein Schonwaschgang folgt.

Natürlich sollte man eines beachten, dass vor der Wäsche das Füllmaterial entfernt werden muss. Sollte ein Fleck bis hier hin eingezogen sein, so bleibt im Grunde nur eines, das Material muss ersetzt werden. Doch wie befüllt man einen Sitzsack richtig und womit?

Den Sack voll machen

Was enthält eigentlich ein solcher Sitzsack. Die meisten sind mit Styropor gefüllt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um das bekannte Verpackungsmaterial, sondern um kleine Kügelchen. Einige Varianten enthalten auch eine Schaumstofffüllung, wobei nur wenige Modelle mit echten Federn aufgepolstert sind. Im Grunde kann man einen solchen Sack befüllen, womit man will. Es macht keinen Unterschied, ob es sich vorher um Styropor handelte und man diesen nun Schaumstoff füllt.

Styropor

Styroporkügelchen – Urheberrecht: tanaphong / 123RF Stockfoto

Doch wie kann man dabei vorgehen?

Am einfachsten ist die Befüllung mit Schaumstoff. Schaumstoff lässt sich in eine beliebige Form biegen und ist auch in fast allen Varianten erhältlich. Entscheidet man sich für Kügelchen, was die beste Wahl darstellt, so sollte man allerdings beachten, dass man über diese sehr schnell die Kontrolle verlieren kann. Hier empfiehlt es sich, einen Staubsauger griffbereit zu haben. Im Übrigen sollte dieser beim Befüllen immer zu gegen sein.

Auch Styropor kommt in winzigen Kügelchen daher. Diese sind allerdings um einiges kleiner als ihre Verwandten aus Kunststoff. Sie können sich sehr schnell im Raum verteilen, wenn man nicht richtig aufpasst. Sowohl bei Schaumstoff als auch bei Styropor gilt, den Reißverschluss des Sackes öffnen, ihn über den Behälter mit den Kügelchen stülpen und dann einfach ausleeren. Sicherlich wird es sich nicht vermeiden lassen, dass einige auch auf dem Fußboden landen. Danach sollte der Sack einmal kräftig aufgeschüttelt werden.

Die Federn in den Sack bringen

Wer sich lieber an alte Zeiten erinnert, als es noch Federbetten in Hülle und Fülle gab, muss allerdings heute sehr tief in die Tasche greifen. Echte Federn haben ihren Preis, sind dafür aber auch besonders weich. Das Einfüllen geht genauso von Statten, wie dies bei den anderen Materialen der Fall ist. Allerdings sollte man beachten, dass Federn sich sehr leicht durch einen Luftzug aufwirbeln lassen.
Wie fülle ich einen Sitzsack?

Wo findet man das Material

Sowohl das Material zum Befüllen als auch den Sitzsack selbst, kann man natürlich heute auch im Internet erwerben (Quelle). Dabei sollte auch hier natürlich auf die Qualität geachtet werden, denn Styropor gibt es sowohl grobkörnig, als auch als seine feine Kugeln. Für einen Sitzsack sollten immer die feinen Kugeln zum Einsatz kommen, denn diese fühlen sich besonders gut an und erzeugen ein angenehmes Liegegefühl. Auch Federn können im Netz bestellt werden, allerdings sollten hier die Menge immer Größer angesetzt werden, denn dieses Material lässt sich sehr schnell zusammendrücken.

Am Ende kann man nur noch viel Spaß mit dem Sitzsack wünschen.

Titelbild: Urheberrecht: ozaiachin / 123RF Stockfoto


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