Samstag , 21 Oktober 2017
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So kommt Ihr kleiner Balkon groß raus

So kommt Ihr kleiner Balkon groß raus

Sobald die Tage endlich wieder etwas länger und wärmer werden, erinnert man sich wieder an ihn: den Balkon, der im Winter vorrangig als Abstellkammer genutzt wurde. Oder etwa nicht nur im Winter? Hat die eigene Wohnung keine ordentliche Terrasse zu bieten, verschwendet man oft keine Zeit auf hübsche Balkoneinrichtung. Was sehr schade ist, denn mit ein paar Ideen lassen sich auch ein paar Quadratmeter in eine grüne Oase verwandeln, in der man sich gerne erholt. Der Kaffee am Morgen, der Wein am Feierabend… Nirgendwo schmeckt es besser als an der frischen Luft, umrandet von Blumen und Vogelgezwitscher. Schon Lust bekommen? Dann auf geht’s!

Boden und Pflanzengestaltung

Zunächst sollten Sie einen Blick auf den Boden werfen und überlegen, welchen Charakter Sie Ihrem Balkon verleihen möchten. Denn genau da, mit dem Boden, fängt alles an. Mag man es modern, kann man ruhig den Beton- oder Steinboden offen lassen, will man eher mediterranes Flair, eignen sich Fliesen oder Outdoor-Teppiche perfekt. Auch blanken Wänden, die schnell ungemütlich wirken, sollte man Beachtung schenken. Hier kommt bereits die Pflanzengestaltung ins Spiel. Denn ein Balkon sollte selbstverständlich vor allem eins sein: grün. Und auch wenig Platz ist kein Hindernis für üppige Bepflanzung. Man arbeitet einfach in die Höhe statt in die Breite. Konkret heißt das: Blumentöpfe nicht nur am Geländer, sondern auch übereinander an der Wand anbringen (hierfür Regalbretter, Haken oder andere Hängevorrichtungen nutzen), Pflanzentreppen integrieren, Hochbeeten und Rosenbögen aufstellen usw. Letztere gibt es auch mit bereits eingebauten Sitzbänken, was die Frage nach den passenden Möbeln aufwirft.

Platz optimal nutzen

Bevor Sie Möbelkataloge durchblättern, sollten Sie sich überlegen, wofür genau Sie Ihren Außenbereich nutzen wollen. Zum Essen? Oder doch vorrangig zum Entspannen? Während Sie im ersten Fall um eine Tischgarnitur natürlich nicht herumkommen, können Sie sich im zweiten Fall den Tisch sparen und stattdessen eine Liege hinstellen. Passt diese von der Länge her nicht hinein, kann man auch gut auf Funktionssessel oder Stühle zurückgreifen, die sich in eine Halbliegeposition schieben lassen. Hier sollte man auf Qualität und Leichtigkeit setzen, denn auf einer ungemütlichen Liege wird man nicht allzu gerne Zeit verbringen. Ein paar Euro mehr darf man sich hierbei also gönnen, diese Investition ist es wert. Hat man dagegen entschieden, dass man auf jeden Fall eine Tischgarnitur will, sollte man auf zusammenklappbare Modelle zurückgreifen. Diese kann man bei Bedarf eben zur Seite stellen, um beispielsweise doch ein Sonnenbad auf einer Liege zu nehmen. Bestens eignen sich auch Stehtische oder Hängetische, die sich am Geländer befestigen lassen und so Freiraum für die Beine bieten. Auch kann man Kisten oder Truhen statt Stühlen nehmen, in denen sich Sitzpolster, Deko und anderes gut verstauen lässt.

Sonnenschutz und Abgrenzung

Auch auf kleinen Balkonen sind Sonnenschirme oder Markisen unerlässlich. Diese schützen nicht nur vor schädlichen UV-Strahlen, sondern kreieren ebenfalls eine hervorragende Abgrenzung zu den Nachbarn. Denn keiner sitzt wohl gerne wie auf einem Präsentierteller. Neben klassischen Sonnenschirmen gibt es auch platzsparende Alternativen wie Seitenmarkisen oder dreieckige Polyethylen-Sonnensegel, die sich einfach aufspannen lassen und keine Stellfläche benötigen. Haben Sie die Abgrenzung richtig gewählt, sitzen Sie selbst gut versteckt vor fremden Blicken und genießen dabei die unverdeckte Aussicht auf Natur oder Stadt. Zum Abend hin, wenn die Sonne sich verabschiedet hat, kann man sich dann mit Solarlampen und Windlichtern noch zusätzlich Gemütlichkeit schaffen und seinen idealen kleinen Rückzugsort genießen.


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