Montag , 23 Oktober 2017
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Stockflecken entfernen – Tipps die helfen
Bildquelle: SkyLine-Fotolia.com

Stockflecken entfernen – Tipps die helfen

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Wo immer sie auch auftreten, Stockflecken sind nicht nur ein optisches Problem, sie können zudem die Gesundheit der ganzen Familie gefährden. Sie werden durch bestimmte Schimmelpilze in Verbindung mit Feuchtigkeit verursacht, was schon der unangenehm muffige Geruch verrät. Daher sollte man, wo immer diese unerfreulichen Mitbewohner auftreten, diese unbedingt so schnell wie möglich vernichten. Leider gibt es dafür nicht das eine wahre Wundermittel, das alle Flecken beseitigt. Je nachdem auf welchem Material, diese kleinen Schimmelflecken auftreten, wird ein anderes Hilfsmittel nötig sein, um sie wieder zu beseitigen.

Frische Kleidung ohne Schimmelflecken

Wie die lästigen Flecken auf der Kleidung entstehen, wissen die meisten. Doch es passiert trotz aller Vorsicht immer wieder einmal, dass man Bettwäsche oder Handtücher in den Schrank geräumt hat, ohne zu merken, dass sie doch noch klamm waren. Genauso werden Sportbeutel mit feuchter Kleidung gern von Kindern unter das Bett gekegelt, wo sie rechtzeitig zur Sportstunde in der nächsten Woche zum Vorschein kommen. Nicht immer lassen sich Stockflecken durch einfaches Waschen beseitigen, nicht einmal die Kochwäsche bei 95 Grad hilft da teilweise noch. Gerade für empfindliche Kleidung ist Buttermilch ein gutes Hilfsmittel. Dazu weicht man die Kleidung oder eben die fleckige Stelle in Buttermilch ein. Dies sollte man ruhig über Nacht, also mehrere Stunden lang praktizieren. Dann wird die Kleidung wie gewohnt gewaschen.

Auf weißer Kochwäsche sind die kleinen Flecken oft sehr hartnäckig. Hier hilft dann ein chlorhaltiges Mittel, das man auch zum Entfärben von Wäsche verwendet. Aber dies geht eben ausschließlich bei weißer Wäsche, da man sonst einen großen helleren Fleck statt vieler kleiner Flecken auf der Wäsche hätte. Die üblichen Bleichmittel und Chlorreiniger, die man ebenfalls im Sanitärbereich verwendet, sind wenig geeignet für die Kleidung. Zwar hat man damit früher sogar Jeans entfärbt, aber damals waren auch Löcher in der Kleidung modern. Selbst sehr robuste Wäsche kann Schaden nehmen durch diese stark chlorhaltigen Mittel, außerdem entfärben sie das Kleidungsstück garantiert, auch wenn das gar nicht gewünscht ist. Sechsprozentiges Wasserstoffperoxid wird ebenfalls häufig empfohlen für Stockflecken, doch es entfärbt die behandelte Stelle ebenfalls leicht etwas und eignet sich daher nur für helle Stücke.

Schuhe und Leder wieder ganz fleckenfrei

Auf Leder hilft eine Mischung von Wasser und Spiritus, die man mit einem weichen Tuch in das Leder reibt. Allerdings sollte man dies zunächst erst an der Innenseite ausprobieren, ob das Leder eventuell davon Flecken bekommt. Oft ist bei Leder eine derartige Behandlung jedoch gar nicht nötig, da man häufig die Flecken nach einer guten Trocknung mit einer weichen Bürste schon entfernen kann. Daher gilt es, Leder zunächst immer erst einmal gut zu trocknen und diesen Weg zu versuchen. Schuhe mit Stoffeinsätzen fallen unter die Buttermilchvorbehandlung und werden anschließend entweder im Schonwaschgang in der Maschine oder von Hand in einem Eimer gewaschen.

Matratzen und Polster machen einiges mit

Hat man die fiesen kleinen Stockflecken auf der Matratze, muss man schauen, ob der Bezug vielleicht abnehmbar ist. Sollte dies der Fall sein, hilft wieder die Buttermilch gegen Flecken. Aber man sollte ganz genau auf das Etikett schauen, wie warm man anschließend den Bezug waschen darf. Danach muss der Bezug dann ausgiebig trocknen, bevor man ihn wieder aufzieht. Auf keinen Fall sollte man einen Matratzenbezug im Trockner trocknen, denn man würde ihn wohl nie wieder über die Matratze ziehen können. Am besten wäscht man ihn ohnehin kalt im Wollprogramm. Es ist nicht sinnvoll, Teppichreiniger oder Polsterreiniger zu verwenden, da man damit zusätzlich viel Feuchtigkeit auf die Matratze bringt. Besser und billiger ist es, im Sommer die Matratze draußen in die Sonne zu legen und diese die Bleicharbeit erledigen zu lassen. Vorher kann man mit einem in Buttermilch oder Wasserstoffperoxid getränktem Tuch die gröbsten Flecken etwas einreiben, den Rest erledigt dann die Sonne ganz allein. Ab einem gewissen Alter und einer großen Anzahl Flecken sollte aber leider einfach die Matratze gegen eine Neue ausgetauscht werden.

Für Polster, auf denen Flecken entstanden sind, wurden viele verschiedene Produkte und Tipps entwickelt, die im besten Fall die Flecken zwar für kurze Zeit verschwinden lassen, doch oft mehr beschädigen als verbessern. Etwas zeitaufwendiger und mühsamer ist es, selbst handgreiflich zu werden. Man sollte sich dabei allerdings ein feuchtes Baumwolltuch vor Mund und Nase binden, oder einen Atemschutz aus dem Krankenhaus tragen, um nicht wohlmöglich die ganzen schädlichen Sporen einzuatmen. Für diesen Trick nimmt man einen Föhn, ein weiches Mikrofasertuch und wiederum etwas Buttermilch. Nun trocknet man den Fleck mit dem Föhn richtig gut durch und reibt dann mit ganz wenig Buttermilch auf dem Mikrofasertuch den Fleck heraus. Meist muss man mehrmals trocknen und vorsichtig mit der Buttermilch tupfen. Anschließend wieder gut durchtrocknen, sonst sind nach wenigen Tagen wieder neue Flecken da.

Tapeten und Wände vor Schimmel schützen

Bei Gebäuden können Stockflecken ein Anzeichen für eine ungenügende oder fehlerhafte Isolierung sein. Die Flecken sind gerade an Tapeten und Wänden allerdings ebenfalls sehr gute Anzeiger für ein weit größeres Problem. Es kann vorkommen, dass man einen kleinen Wasserrohrbruch unter oder im Boden des Hauses hat. Oft ist dies nur ein ganz feiner Haarriss, der lediglich wenig Wasser durchlässt. Doch die Wände in dem Bereich saugen sich mehr und mehr voll und verraten das Problem schließlich durch Stockflecken an den Tapeten oder auf der Farbe. Hier hilft ein Gang zur Wasseruhr, um zu prüfen, ob der Wasserverbrauch vielleicht erhöht ist. Ist dies der Fall, muss eine Leckortung von einem Fachmann durchgeführt und der Bruch natürlich saniert werden. Doch die gute Nachricht dabei ist, dass dieser Schaden von der Gebäudeversicherung getragen wird, sie muss nur rechtzeitig informiert werden.

Einige Räume, wie das Badezimmer, die Küche oder das Schlafzimmer weisen leicht Schimmelflecken an den Tapeten oder Raumdecken auf. Dies liegt aber in der Regel an einem schlechten Lüftungsverhalten. Hierfür gibt es im Baumarkt ein sehr gutes Spray, dass allerdings Chlor enthält. Es wird bei geschlossenem Fenster auf die von Flecken befallenen Stellen gut aufgesprüht. Meist soll man es hinterher noch einmal leicht mit einem handfeuchten Tuch nachreinigen. Allerdings kann es vorkommen, dass dieses Spray nichts von den Flecken zurücklässt und man sie gar nicht wiederfindet. Doch das Spray sollte mit Bedacht angewendet werden und der Raum darf anschließend einige Stunden nicht betreten werden. Anschließend muss zusätzlich das Zimmer noch gut gelüftet werden. Dafür tötet aber das in dem Spray enthaltene Chlor alle Schimmelsporen ab, die schließlich gerade im Schlafzimmer eine Gefahr für die Gesundheit darstellen können.

Fleckenfreies Papier

Auch bei Papier hilft der weiter oben beschriebene Trick mit dem Föhn, allerdings ohne Buttermilch. Das Papier muss besonders gut getrocknet werden und dann mit einem feinen Mikrofasertuch oder einer sehr feinen Babyhaarbürste abgebürstet werden. Allerdings werden meistens nicht alle Flecken verschwinden und das Buch muss auch weiterhin sehr trocken gelagert werden, sonst kommen die Stockflecken gern zurück ins Buch.

Campingzelt und Schlafsack

Es lässt sich nicht vermeiden, dass man das Zelt manchmal feucht wieder zusammenpacken muss und daheim fehlt zum einen meist der Platz, um das Zelt richtig zu trocknen und zum anderen denkt man auch oft gar nicht mehr daran. Zwar bieten die meisten Outdoorshops spezielle Schimmelentferner an, doch leider wirken diese nicht sehr zuverlässig. Wasserstoffperoxid und Chlorreiniger beseitigen zwar die Stockflecken, doch leider meistens auch die Farbe des Zeltes. Da dann die Imprägnierung durch die Reinigungsversuche leidet, sollte man bei einem Zelt wirklich lieber die Flecken in Kauf nehmen, als später ein undichtes Dach. Beim Schlafsack hat man es schon leichter, Flecken zu beseitigen. Wenn der Schlafsack in die Waschmaschine passt, kann man ihn ganz wie normale Kleidung behandeln. Andere Schlafsäcke kann man in spezielle chemische Reinigungen bringen, die sich auf das Reinigen von Bettdecken und dergleichen spezialisiert haben.


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