Montag , 23 Oktober 2017
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Thomas Wos zeigt, wie man Investoren von Start-Ups überzeugt

Thomas Wos zeigt, wie man Investoren von Start-Ups überzeugt

Firmengründungen, auch Start-Ups genannt, sind in aller Munde. Sie sind die Hoffnung der Zukunft. Da sie nichts zu verlieren haben, können sie Wege gehen, die sich etablierte Unternehmen oft nicht trauen. Das ist genau der Punkt, warum sie für risikobereite Investoren interessant sind. Thomas Wos ist ein Start-Up-Gründer – und ein sehr erfolgreicher noch dazu.

Höchstes Investment im deutschsprachigen Raum

Thomas Wos darf sich freuen: Nicht nur genießt er seinen Ruf als erfolgreicher Firmengründer und Berater anderer Firmen. Er hat einmal mehr ins Schwarze getroffen mit seiner jungen Firma Unlimited Emails. Das Konzept der Firma hat einen amerikanischen Investor auf den Plan gerufen, der bereit war, 20 Millionen Euro zu investieren. Weitere 10 Millionen winken Wos, wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt werden. Es handelt sich hierbei um eine der höchsten Investitionssummen, die im deutschsprachigen Raum in ein Start-Up gesteckt wurden. Es ist unter anderem dem Verhandlungsgeschick von Wos zu verdanken, dass die Investition so unkompliziert über die Bühne ging – denn auf die ersten 20 Millionen Euro hat er bereits Zugriff.

Wer ist Thomas Wos?

Thomas Wos ist in der Werbebranche tätig und gilt dort als eine Kapazität im deutschsprachigen Raum. Er hat schon mehrere Firmen gegründet, die mittlerweile eine zweistellige Anzahl an Mitarbeitern haben. Außerdem hat er als Berater viele weitere Unternehmen vor der Pleite gerettet, indem er clevere Geschäftstipps gab, die dann umgesetzt wurden.

Was ist Unlimited Emails?

Unlimited Emails ist ein neu gegründetes Unternehmen von Thomas Wos, das sich auf E-Mail-Tools für Unternehmen konzentriert. Unternehmen, die etwas Spannendes anzubieten haben, wissen oftmals nicht, wie sie potenzielle Kunden erreichen können. Hier springt Unlimited Emails ein: Die Auftraggeber können ihre Kampagnen optimieren und mit einer hohen Zustellrate ihre E-Mails verschicken. Das hilft dabei, die Konversion zu steigern und letztendlich mehr Umsatz zu generieren. Ein wichtiger Schritt dabei ist schon das ansprechende Design. Weiterhin wurde beachtet, dass der mobile Traffic immer wichtiger wurde. Deshalb sind die vorgefertigten E-Mail-Templates so ausgelegt, dass sie auch auf einem eine gute Figur machen. Unlimited Emails wird mittlerweile mit einem Wert von über 100 Millionen Euro bewertet.

Viel hilft viel – meistens

Per klassischer Definition besteht ein Start-Up zunächst aus wenigen Personen, die eine Idee haben, um eine Marktlücke zu schließen. In der Regel können mit der Konstellation auch schon kleine Erfolge gefeiert werden, jedoch ist der Weg zum großen Erfolg steinig. Deshalb sind Start-Ups für Investoren eine gute Anlagemöglichkeit. Für das Unternehmen bedeutet das zunächst einmal eine Finanzspritze. Man denke beispielsweise an Facebook, in das Unternehmen Milliardensummen gesteckt haben. Sie glaubten an die Idee und wollten das Team um Mark Zuckerberg unterstützen – beispielsweise für die Anschaffung von Servern und das Einstellen von Programmierern. Nur durch das rapide Wachstum und die schnelle Reaktion auf Erfordernisse war es dem sozialen Netzwerk möglich, zu dem zu wachsen, was es heute ist. „Think Big“ war das Motto.

Letztendlich gilt auch hier die alte Marktwirtschaftsweisheit, die schon Adam Smith zur Zeit der industriellen Revolution in Großbritannien berühmt machte: Man muss Geld ausgeben, um Geld zu verdienen. Denn wer die Mittel dazu hat, kann entsprechend in Arbeitskräfte und Materialien investieren, was am Ende dem Unternehmen hilft. Außerdem kann man sich dann selbst noch um das Marketing kümmern, denn eine bekannte Marke wird zuerst in Betracht gezogen.

Was Start-Ups für Investoren interessant macht

Start-Ups basieren auf einer Idee, die der oder die Gründer haben. Zudem haben sie den Ehrgeiz, ihre Idee umzusetzen in der Überzeugung, dass sie eine Bereicherung für die jeweilige Nische ist. Im Gegensatz zu großen Unternehmen, haben Start-Ups nichts zu verlieren, da sie eigens für diesen Zweck gegründet wurden. Bei großen Firmen steht oft die Angst vor dem Versagen oder die zähe Bürokratie einer Umsetzung im Weg. Sie neigen eher dazu, ein bereits etabliertes Unternehmen aufzukaufen, um das Risiko von sich wegzuschieben.

Für Investoren sind Start-Ups genau deswegen interessant. Sie gehen eigene Wege, jedoch fehlen ihnen häufig die Mittel, um richtig durchzustarten. Investment-Gruppen sehen darin eine Chance, denn wenn die Idee eine Zukunft haben könnte und das Start-Up schnell genug expandiert und erfolgreich ist, dann lässt sich das investierte Geld schnell vermehren. Natürlich steckt darin auch ein gewisses Risiko, denn es besteht die Gefahr, dass die Idee des Start-Ups vom Markt nicht angenommen wird. In dem Fall wurde das Geld umsonst investiert, bzw. es rechnet sich nicht für die Investoren.

Banken investieren viel

Um investieren zu können, braucht es Geld. Banken haben in der Regel viel Geld und so verwundert es nicht, dass es meist Banken sind, die in Start-Ups investieren. Manche Geldhäuser bieten sogar Investmentfonds an, bei denen die Kunden ihr Geld einzahlen können. Dieses wird dann für Investitionen in andere Unternehmen genutzt. Bei einem positiven Ausgang – also wenn das Unternehmen Gewinn abwirft -, profitiert auch der Kunde, denn er bekommt dann ebenfalls ein Teil vom Kuchen ab. So könnte es auch im Fall von Thomas Wos und Unlimited Emails laufen. Denn der Investor, der dank der Verhandlungen mit dem Geschäftsführer bereit war, 20 Millionen Euro sofort zu investieren, ist das „Capital Finance Institute“, wo das ganz ähnlich abläuft.


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