Sonntag , 22 Juli 2018
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Verliebt, verlobt, verheiratet, Familie – welche Versicherungen für Sie am wichtigsten sind
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Verliebt, verlobt, verheiratet, Familie – welche Versicherungen für Sie am wichtigsten sind

Wer eine Beziehung eingeht und einen gemeinsamen Haushalt gründet, für den spielen plötzlich viele Dinge eine Rolle, die vorher eher unwichtig waren. Ob Kontoführung, Einkauf oder Möbelkauf – ein eigener Haushalt läuft nicht einfach „nebenher“, sondern bedarf der genauen Planung. Ein wesentlicher Punkt, damit der Alltag rund läuft, sind Versicherungen. Sie sind nicht nur lästiges Anhängsel, sondern sehr oft existenziell bedeutend – vor allem, wenn sie einen teuren Schaden abdecken, der ansonsten tiefe Löcher in das eigene Budget reißen würde.

Welche Versicherungen wichtig sind und welche Sie getrost ignorieren können, zeigen wir Ihnen jetzt.

Von der Haftplicht- bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung – was lohnt sich für wen?

Abhängig vom Budget sollten sich Verbraucher an nötigen und sinnvollen Versicherungen orientieren.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Sie sind jung, gesund und belastbar. Fantastisch – aber was ist in der Zukunft? Niemand weiß, wie sich die körperliche Gesundheit entwickelt und schon manch ein Arbeitnehmer stand plötzlich vor der Situation, den eigenen Job nicht mehr ausüben zu können. Mit fatalen finanziellen Folgen – denn wenn die Haupteinnahmequelle wegbricht, ist häufig die ganze Familie mit großer Not betroffen. Hier können finanzielle Polster helfen, die Sie sich in guten Zeiten geschaffen haben – aber auch diese sind schnell aufgebraucht, wenn kein Einkommen mehr reinkommt. Hier kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung die große Lücke schließen, die durch den Wegfall des Verdienstes entsteht. Für einige Berufsgruppen ist ein derartiger Versicherungsschutz besonders sinnvoll – so zum Beispiel bei Berufen mit hohem Risikopotenzial. Häufig ist dies in der Regel bei handwerklichen Berufen der Fall: Dachdecker oder auch Gerüstbauer sind bei einem Unfall eher gefährdet, ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können, als Berufstätige in anderen Berufsgruppen. Im Video ist das Risiko für die einzelnen Berufsgruppen deutlich dargestellt: Auch, wenn Sie noch am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen – die konkreten Risiken in Form von Arbeitsunfällen & Co. sind dennoch gegeben und können Sie jederzeit quasi aus dem Nichts heraus treffen.

Achtung: Die Berufsunfähigkeitsversicherung greift immer dann, wenn Sie Ihren eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben können – aufgrund von Erkrankung oder des gesundheitlichen Allgemeinzustandes. Das bedeutet aber nicht, dass Sie per se nicht mehr arbeiten können – solange andere Tätigkeiten zumutbar sind, wird die Versicherung auch darauf verweisen. Demgegenüber ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung für die Fälle gedacht, in denen Sie überhaupt gar keiner Tätigkeit mehr nachgehen können. Auch diese Versicherung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft – im Allgemeinen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung aber völlig ausreichend.

Private Haftpflichtversicherung: Wer Kinder hat, weiß, wie schnell ein Schaden bei fremden Personen entsteht – das Fahrrad fällt ins Auto oder der Ball fliegt genau dann in Richtung Scheibe, wenn das Fenster geschlossen ist. Daher macht es gerade bei Kindern Sinn, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, die in solchen Fällen greift – natürlich können Sie entstehende Schäden auch bar begleichen: Dies kann aber teuer werden, denn es ist nicht vorhersehbar wie oft und in welcher Höhe solche Fauxpas entstehen. Auch Ihnen selbst kann durch ein Fehlverhalten ein großer Schaden bei anderen entstehen – auch dann sind Sie froh, wenn die Versicherung einspringt.

Übrigens: nicht immer sind die Schäden so gering wie in den oben erwähnten Beispielen – es gibt auch Schäden, die Millionenbeträge umfassen. Diese würden im Fall eines Falles den wirtschaftlichen Ruin einer Familie bedeuten – sorgen Sie daher lieber umfassend vor. Eine private Haftpflichtversicherung ist kein überflüssiger Nonsens, sondern essenziell zur Absicherung gegen Risiken.

Altersvorsorge: Klar, wer jung ist und gerade erst im Beruf durchstartet, der denkt noch nicht an das, was einmal sein wird. Fakt ist aber: Statistisch leben wir immer länger und auch die Bedürfnisse nehmen mit zunehmendem Alter nicht ab – im Gegenteil, auch im Alter wollen Pensionäre und Rentner aktiv sein und am Leben teilnehmen. Daher ist es wichtig, hier entsprechende Rücklagen zu schaffen – die staatliche Rente reicht mittlerweile nicht mehr aus, um einen ansprechenden Lebensstil zu führen.

Wer nicht durch betriebliche Renten abgesichert ist, muss privat vorsorgen – hierfür gibt es zahlreiche Modelle, die allesamt einen ruhigen Lebensabend im Sinn haben, bei dem Sie nicht auf den Cent schauen müssen.

Übrigens: Die meisten Vorsorgemodelle werden vom Gesetzgeber unterstützt – denn auch dieser hat erkannt, wie wichtig die private Vorsorge im Alter ist. Nutzen Sie unabhängige Beratungen, um das für Sie beste Modell zu nutzen – und fallen Sie nicht auf Werbeversprechen herein, die astronomische Rendite versprechen. Optimal ist ein Finanzberater, der Sie unabhängig von einer Versicherung oder Bank berät – nur dann können Sie sicher sein, dass Sie wirklich umfassend beraten werden.


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