Mittwoch , 22 November 2017
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Vorsicht, Falle! Wie schützt man sich besser beim Online-Banking?

Vorsicht, Falle! Wie schützt man sich besser beim Online-Banking?

Unter dem Begriff der „Cyberkriminalität“ werden im Allgemeinen alle Straftaten zusammengefasst, bei denen moderne IT-Techniken zur Durchführung verwendet wurde. In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung wächst die Internetkriminalität immer mehr zu einer internationalen Bedrohung heran, die schon heute viele Opfer fordert. Insbesondere Nutzer von Online-Banking liegen verstärkt im Fokus von Hackern & Co. Doch wie werden die Angriffe eigentlich durchgeführt und auf welche Weise kann man sich davor schützen?

Warum gewinnt die Cyberkriminalität in der modernen Zeit immer mehr an Relevanz?

Im Zuge der digitalen Revolution werden vermehrt sowohl private wie auch geschäftliche Abläufe über moderne IT-Netzwerke durchgeführt. Bei einer Vielzahl dieser Handlungen sind sensible Informationen im Spiel, an denen sich Hacker und Datendiebe bereichern können. Im privaten Sektor haben es die Täter verstärkt auf bankbezogene Daten abgesehen, sodass vor allem der Bereich des Online-Bankings betroffen ist. Trotz moderner Sicherheitsbarrieren wie TAN-Verfahren finden die Angreifer immer wieder neue Wege, um an die notwendigen Zugangsdaten zu kommen. Der digitale Angriff läuft dabei weitestgehend anonymisiert ab, was das Risiko entdeckt zu werden für Hacker auf ein Minimum reduziert.

Welche Arten von Cyberangriffen sind im Zusammenhang mit dem Online-Banking besonders häufig?

Themen wie Sicherheitslücken in WPA2-Verschlüsselungen oder speziell dem Commerzbanking-Betrug auf Messen, in Einkaufszentren und Ladengeschäften werden im Sicherheitssektor aktuell heiß diskutiert. In der jüngsten Vergangenheit wurden sehr viele Angriffe über das weitverbreitete mTAN-Verfahren durchgeführt. So gelang es einer Reihe von Hackern, sowohl die Zugangsdaten als auch die für Transaktionen notwendige SMS abzufangen. Weiterhin sind nach wie vor Phishing-Mails ein Standardwerkzeug von Cyberkriminellen. E-Mails dieser Art täuschen dem Nutzer falsche Tatsachen vor und haben zum Ziel, mit der Hilfe von Links oder Anhängen Schadsoftware auf das entsprechende System zu bringen. Eine weitere Gefahr geht von öffentlichen WLAN-Netzwerken aus. Hier können sich Hacker verhältnismäßig leicht in den Datenfluss einklinken und gezielt Informationen abfangen bzw. manipulieren.

Wie können sich Nutzer vor Angriffen schützen?

Zum Glück stehen Nutzern heute gleich eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung, um sich vor etwaigen Angriffen zu schützen. So ist zum Beispiel bei Phishing-Mails in der Regel das Nutzerverhalten ausschlaggebend für den Erfolg einer Attacke. Grundsätzlich sollten keine Anhänge bzw. Links geöffnet werden, deren Herkunft nicht zu 100% sicher ist – das gilt insbesondere für ZIP oder EXE Dateien. Zu beachten ist weiterhin, dass offizielle Stellen wie Banken, Händler und andere Unternehmen niemals in E-Mails nach sensiblen Daten wie Passwörtern oder Kontonummern fragen. Außerdem ist es wichtig, dass für das Online-Banking genutzte Computer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Dies gilt neben der Betriebssystemsoftware auch für Antivirenprogramme, Firewall und Anwendungsprogramme.

Warum ist Bargeld auch in der modernen Zeit häufig das beste Zahlungsmittel?

Trotz des hohen Komforts von Anwendungen im Bereich des Mobile-Payments ist und bleibt das klassische Bargeld nach wie vor eines der sichersten und beliebtesten Zahlungsmethoden. Neben der großen Verfügbarkeit punktet physisches Geld zudem in Bezug auf die Datensicherheit. Während sich bei digitalen Zahlungsverfahren Transaktionen langfristig zurückverfolgen lassen, funktioniert das Bezahlen mit Bargeld weitestgehend anonym. Hinzu kommt, dass es sich hierbei um eine sehr einfache und praxistaugliche Art des Geldtransfers handelt. So ist der Bezahlvorgang mit Bargeld nicht auf elektronische Hilfsmittel angewiesen und funktioniert an jeder erdenklichen Lokalität.

Das Fazit

In der Zusammenfassung zeigt sich sehr deutlich, wie groß die Bedrohung durch Cyberkriminalität mittlerweile geworden ist. Aufgrund des digitalen Fortschritts kann damit gerechnet werden, dass die Fallzahlen in diesem Bereich langfristig sogar noch weiter ansteigen werden. Da die Hacker ständig neue Sicherheitslücken finden, ist in Bezug auf den Schutz vor allem der Nutzer gefragt.


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