Wassereinlagerung – Das hilft gegen Wasser in den Beinen

Manchmal ist es eine akute Erkrankung, die zu starken Wasseransammlungen in den Beinen führt. Herzkrankheiten oder ein Problem mit der Nierenfunktion – das können Gründe sein, warum das Wasser in den Beinen bleibt und nicht gut abfließt. Auch dann, wenn der Lymphfluss eingeschränkt ist, können sich Schwellungen in den Beinen bilden. Diese Wassereinlagerungen müssen vom Arzt diagnostiziert und behandelt werden.

Aber auch dann, wenn keine akute Erkrankung besteht, habe viele Menschen mehr oder weniger häufig Wassereinlagerungen. Allein schon etwas zu viel Körpergewicht bewirkt eine überhöhte Belastung der Beine, damit Wassereinlagerungen. Manchmal merkt man es selbst überhaupt nicht, dass die Beine anschwellen und erst durch Hinweise von Freunden erkennt man, dass die Beine und die Knöchel Schwellungen aufweisen. Die Wassereinlagerungen können aber auch ohne ernsthafte Erkrankung als Hintergrund so intensiv werden, dass man das geschwollene Gewebe mit dem Daumen eindrücken kann und dann auch eine kleine Delle verbleibt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um allein schon um des eigenen Wohlbefindens Willen etwas gegen die Wassereinlagerungen zu tun.

wassereinlagerung in den beinen das hilft Auf Entwässerungstabletten sollte man aber nicht setzen, um die Beinschwellungen zu beseitigen. Frei verkäufliche Wassertabletten können eine erhebliche Belastung für den Organismus darstellen und zudem bewirken, dass auch wichtige Mineralien aus dem Körper durch die intensive Entwässerung ausgespült werden. Nur unter ärztlicher Aufsicht darf eine solche Entwässerungskur durchgeführt werden. Zum Glück ist der Einsatz von Entwässerungstabletten aber oftmals nicht notwendig, denn natürliche Heilmittel helfen auch sehr gut, kosten zudem nicht viel Geld.

Folgendes können Sie tun wenn die Beine geschwollen sind:

Füße hoch

Wichtig ist es erst einmal, den Rückfluss des Wassers aus den Beinen zu unterstützen. Die einfachste Lösung liegt darin, vor dem Schlafen die Füße richtig hochzulegen. Am besten legt man sich flach, also ohne Kissen, auf das Bett und lagert die Füße dann so hoch, dass die Fersen höher als das Becken gelagert sind. So kann man physikalische Kräfte nutzen, um den Rückfluss des Wassers aus den Beinen voranzutreiben.

Bewusste Atmung

Wer bewusst atmet, kann auch den Rückfluss von Wasser aus den Beinen unterstützen. Dafür atmet man ganz bewusst in das Brustbein und zieht gleichzeitig den Bauch ein. Beim Ausatmen lockert sich der Bauch dann wieder und man atmet ganz passiv aus – lässt die Ausatmung also geschehen. Der nächste Atemzug geht dann in den Bauch, so dass sich dieser spürbar und sichtbar wölbt. Der folgende Atemzug geht wieder wie beschrieben in das Brustbein. Diese bewusste Atmung sollte man mindestens einmal täglich durchführen.

Wacholderbeeren

Wacholder hat eine stark entwässernde Wirkung auf den Körper. Wer sich trotz des sehr intensiven Geschmacks überwinden kann oder wer den Geschmack sogar schätzt, kann über den Tag verteilt acht bis etwa 10 der Beeren essen. Die Wirkung ist enorm und das überschüssige Wasser wird schnell und wirksam aus dem Körper gespült.

Entwässernder Tee

Ein entwässernder Tee, der zu gleichen Anteilen aus Kamille, Löwenzahnblättern, Steinklee sowie Gartenraute zusammengestellt wird, kann die Entwässerung unterstützen. Jeweils zwei Teelöffel dieser Teemischung werden mit kochendem Wasser übergossen und für 10 Minuten ziehen lassen. Dann wird der Tee abgeseiht. Zwei Tassen täglich von diesem Tee beugen Wassereinlagerungen und damit geschwollenen Beinen vor.

Entwässernd wirkt auch Grüner Hafertee, der ebenso zubereitet wird und von dem man zwei bis drei Tassen täglich trinken kann.

Rosskastaniensalbe

Die Rosskastanie hat einen Inhaltsstoff, der als Aescin bezeichnet wird. Genau dieser Wirkstoff erzielt eine Entwässerung der Beine. Eine Salbe mit Rosskastanienextrakt ist sowohl in der Apotheke als auch im Drogeriemarkt erhältlich. Regelmäßige Einreibungen mit der Salbe beugen dem Wasser in den Beinen vor.

Gymnastik

Gerade dann, wenn man eine überwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit hat, sind Wassereinlagerungen in den Beinen manchmal schon regelmäßig vorhanden. Mit etwas Gymnastik kann man den Abtransport der Flüssigkeit in den Beinen aber wirksam unterstützen. Alle zwei Stunden etwa sollte man sich einfach barfuß aufrecht hinstellen und mit dem gesamten Körpergewicht von den Fersen auf die Zehenspitzen wippen. Im Sitzen helfen auch gelegentlich greifende Bewegungen mit den Zehen – natürlich ohne Schuhe! – um die Beine weitgehend wasserfrei zu halten. Die Gymnastik bewirkt eine Aktivierung der Wadenmuskulatur und eine aktive Diese Tipps helfen gegen Wasser in den Beinen:

 

  • Legen Sie vor dem Schlafengehen die Beine für eine halbe Stunde hoch. So dass die Fersen höher sind als das Gesäß.
  • Atmen Sie einfach einmal in das Brustbein und zieht dabei den Bauch ein, beim Ausatmen wird bewusst losgelassen und das Ausatmen wird passiv geschehen gelassen. Mit dem nächsten Einatmen wird in den Bauch geatmet, so dass dieser sich sichtbar nach außen wölbt und beim nächsten Mal wieder in das Brustbein. Mehrmals wiederholen.
  • Essen Sie den Tag über insgesamt acht bis zehn getrocknete Wacholderbeeren.
  • Mischen Sie zu gleichen Teilen Steinklee, Kamille, Löwenzahnblätter und Gartrenraute. Davon zwei TL mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, absieben, zwei Tassen täglich trinken.
  • Machen Sie regelmässig Einreibungen mit Extrakten der Rosskastanie. Deren Inhaltsstoff Aescin ist hilfreich.
  • Stellen Sie sich alle zwei Stunden aufrecht hin und wippen Sie fünf Minuten von den Zehenspitzen zu den Hacke hin und her.
  • Verringern Sie Ihren Salzkonsum: Vier bis sechs Gramm am Tag genügen.
  • Hilfreich ist auch die Anwendung der Schüssler Salze Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 10 Natrium sulfuricum.
  • Sehr hilfreich sind Schwimmübungen, bei denen Sie die Beine im Wasser auf- und abbiegen (Kraulstil, Rückenschwimmen).
  • Machen Sie morgens kalte Wassergüsse an den Beinen. Immer an der vom Herzen am weitesten entfernten Stelle beginnen und dann langsam nach oben in Richtung Herz gehen.
  • Reis- und Spargelgerichte sind gut – aber Sie sollten nicht übertreiben.
  • Zerstoßen Sie in einem Mörser 2 Teelöffel getrocknete Wacholderbeeren ( Apotheke ). Übergießen Sie diese mit 1/2 Liter kaltem Trinkwasser und lassen Sie das Ganze über Nacht in einem warmen Raum stehen. Dann Abseihen und in den Kühlschrank stellen. Davon trinken Sie 3 Wochen lange vor jeder Mahlzeit ein Schnapsgläschen voll in kleinen Schlucken.
  • Trinken Sie täglich drei Tassen Johannisbeerentee. Dazu nehmen Sie pro Tasse zwei Esslöffel getrocknete Beeren, die Sie mit 150 ml Liter Wasser aufkochen, 20 Minuten ziehen lassen, abseihen und dann trinken.
  • Stärken Sie die Pumpfunktion der Waden- und Fussmuskeln durch gymnastische Übungen (auf den Zehen gehen, Zeihen einrollen und strecken, die Beine hochlagern und auf dem Rücken “radfahren” usw.) Muskulatur wiederum unterstützt die Venen und den Abtransport von Wasser aus den Beinen.

Weniger Salz essen

Salz bindet Wasser, das ist inzwischen bekannt. Die täglichen vier bis sechs Gramm Salz in der Ernährung überschreiten wir aber fast alle. Allein durch Käse und die Verwendung von Fertigprodukten kommt man auf einen enormen Salzkonsum. Und der wiederum bewirkt, dass sich mehr Wasser im Gewebe ansammelt. Weniger Salz zu essen ist also nicht nur für Herz und Kreislauf wichtig, sondern auch für die Vermeidung von Wassereinlagerungen in den Beinen.

Schüßler Salze

Zur Entwässerung kann man auch auf die bekannten Schüßler Salze setzen. Das Salz Nr. 8 als Natrium chloratum sowie die Nr. 10 als Natrium sulfuricum sind natürliche Helfer gegen die Wassereinlagerungen in den Beinen.

Schwimmen

Regelmäßig schwimmen hilft gegen Wassereinlagerungen. Alle Schwimmstile, die eine starke Beinbewegung erforderlich machen, sind geeignet. Der Vorteil beim Schwimmen liegt zum einen in der Entlastung des Körpers vom Körpergewicht beim Sport, was gerade bei etwas zu viel Gewicht auf den Hüften auch für die Beine eine Entlastung bringt. Zum anderen bekommen die Beine während des Schwimmens noch eine Massage durch das Wasser. Der Lymphfluss und der Abtransport des Wassers in den Beinen wird so effektiv unterstützt. Hier ist aber Regelmäßigkeit gefragt, damit die Wirkung auch letztlich anhält.

Kalte Güsse

Nach dem morgendlichen Duschen sollte man sich an kalte Güsse für die Unterschenkel gewöhnen. Damit das langsam vorangeht, kann man anfangs zwischen lauwarmen und warmen Güssen wechseln und dann jeden Tag bei den lauwarmen Güssen etwas mehr kaltes Wasser dazunehmen. So kann der Körper sich langsam an die kalten Güsse gewöhnen, die letztlich eine Stärkung des Gewebes, der Venen und damit einen besseren Abfluss von Gewebeflüssigkeit in den Beinen bewirken. Wichtig bei kalten Güssen ist übrigens, dass man zum Herzen hin arbeitet. Also erst das rechte Bein, dann das linke Bein behandelt.

Reis und Spargel entwässern

Als schnelle Hilfe gegen Wassereinlagerungen eignen sich Reis und Spargel. Beide Nahrungsmittel unterstützen die Entwässerung des Körpers. Wichtig ist aber, dass man es gerade mit dem Spargelgenuss zugunsten der Entwässerung nicht übertreibt.

Wacholdersud

Die Wacholderbeere kann man gegen Wassereinlagerungen in den Beinen natürlich auch essen. Eine Alternative ist es, einen Sud aus der Beere zu kochen. Dafür braucht man zwei Teelöffel getrocknete Wacholderbeeren aus der Apotheke, die man in einem Mörser zerkleinert. Die Beeren werden mit 500 ml kaltem Wasser angegossen und über Nacht an einem warmen Platz ziehen lassen. Dann wird die Flüssigkeit abgeseiht und im Kühlschrank aufbewahrt. Eine Kur über drei Wochen, bei der man jeweils vor einer Mahlzeit ca. 2 cl – also ein Schnapsglas voll – von dem Sud trinkt, hilft gegen Wassereinlagerungen.

Johannisbeerentee

Auch Johannisbeerentee hilft bei der Entwässerung. Dazu braucht man pro Tasse Tee zwei Esslöffel getrocknete Johannisbeeren. Diese werden mit 150 ml Wasser aufgekocht. Danach lässt man den Sud 20 Minuten ziehen, seiht in ab und trinkt die Flüssigkeit danach. Täglich drei Tassen dieses Tees bewirken eine enorme Entwässerung und eine Entlastung der Beine.

Wichtig: eine gute Wadenmuskulatur

Die Wadenmuskulatur ist sehr wichtig, denn sie unterstützt den Lymphfluss, die Venenbeweglichkeit und damit die Entwässerung der Beine. Sowohl Radfahren als auch gymnastische Übungen, bei denen eine Pumpfunktion der Waden- und Fußmuskulatur erzielt wird wie auch regelmäßiges Strecken und Einrollen der Zehen kann zwischendurch in den Alltag eingebaut werden. Auch aufrecht stehen und dann vom Zehenspitzengang in den normalen Gang fordert die Wadenmuskulatur. So lässt sich die Muskulatur der Unterschenkel täglich ohne Zeitaufwand trainieren.

Zuckerkonsum reduzieren

Auch Zucker ist ein Stoff, der in Übermaßen genossen, zu Wassereinlagerungen in den Beinen führen kann. Weil unsere industriellen Lebensmittel schon sehr stark von Zucker durchsetzt sind, sollte man den Konsum dieser sowie auch den Konsum echter Süßigkeiten zugunsten der Beine einschränken.

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3 Kommentare auf “Wassereinlagerung – Das hilft gegen Wasser in den Beinen”

  1. johanna sagt:

    Danke für die informationen , werde sie ausprobieren. Leide unter Lympfstau seit einer Oparation(16 jahr.) Habe schon vieles probiert. Meine Fesseln sind so dick habe aber keine Krampfadern u. bin auch nicht dick,

  2. [...] Zahlreiche Beispiele dafür finden Sie hier… [...]

  3. Quehl sagt:

    Meine Frau hat Wasser im rechten Bein. Ist sehr dick. Sie hat Diabetes und einen Herzschrittmacher wegen zu schnellen und unregelmßigen Herzschlags.

    Im Fernsehen wurde gesagt, dass man nicht schwimmen soll, weil der äußere Wasserdruck das Beinwasser nach oben in die Lunge drücken könnte mit Todesfolge. Ich bin deshalb erstaunt darüber, dass hier Schwimmen empfohlen wird. Ihr Arzt hat jetzt Stützstrümpfe verschrieben. Ich sehe aber keinen Unterschied zwischen Schwimmen und Stützstrümpfe, weil beides das Wasser nach oben bringt und damit auch in die Lunge.
    Ich weiß nun nicht, was ich machen soll.

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