Sonntag , 22 Juli 2018
Startseite » Gesundheit & Wellness » Zahnschmerzen – Erste Hilfe aus den natürlichen Heilmitteln für Wochenende, Nacht und Feiertage
Zahnschmerzen – Erste Hilfe aus den natürlichen Heilmitteln für Wochenende, Nacht und Feiertage

Zahnschmerzen – Erste Hilfe aus den natürlichen Heilmitteln für Wochenende, Nacht und Feiertage

Zahnschmerzen gehören zu den quälendsten Schmerzen, die wir überhaupt haben können. In den vergangenen Jahrhunderten sind Seeleute sogar über Bord gesprungen, wenn die Schmerzen in den faulenden Zähnen überhaupt nicht mehr zu ertragen waren. Auch wenn wir zu diesen drastischen Maßnahmen dank moderner Zahnmedizin nicht mehr greifen müssen, ist es trotzdem noch immer so, dass Zahnschmerzen in den unpassendsten Augenblicken auftreten können und wirklich an die Grenzen der Belastbarkeit bringen. Am Wochenende, an Feiertagen, mitten in der Nacht kommen die Schmerzen unverhofft. Treten die Schmerzen auf, dass weiß man, dass jetzt ein dringender Zahnarztbesuch notwendig ist. Zum Notdienst möchten die meisten Menschen aber gerade im Hinblick auf die Zahnbehandlung nur sehr ungern gehen, denn noch immer flößt der Zahnarzt mit seinen Gerätschaften den meisten Respekt, manchmal sogar richtig Angst, ein.

Erst stellt sich meist ein Pochen ein, das steigert sich dann bis letztlich die Schmerzen so stark sind, dass man nicht mehr ruhig sitzen, geschweige denn liegen, kann. Klar, niemand muss einem jetzt sagen, dass man früher hätte zum Zahnarzt gehen sollen. Aber bis dahin helfen eben nicht die schlauen Sprüche der Umgebung, sondern teilweise bekannte, teilweise weniger bekannte Hausmittel gegen den Schmerz – zumindest so lange, bis der vertraute Zahnarzt seine Praxis wieder geöffnet hat.

Hausmittel bei ZahnschmerzenGewürznelken

Wer mutig genug ist und beispielsweise eine Zahnfüllung verloren hat, woraus sich der Schmerz entwickelt, kann eine Gewürznelke in den Zahn stecken. Die Nelke kann den Schmerz deutlich reduzieren. Vorsicht aber, denn auf den Zahn-Nerv darf man die Gewürznelke natürlich nicht drücken, sonst wird alles schlimmer als vorher.

Schnaps als Erste Hilfe

Pocht der Schmerz sehr stark im Zahn, kann Alkohol als Betäubungsmittel sehr gut wirken. Dafür bedarf es allerdings eines hochprozentigen Schnapses, der den Zahn-Nerv wirklich optimal betäuben kann. Der Zahn wird mit einem Schluck Schnaps komplett bedeckt und der Alkohol sollte dann ungefähr 10 Minuten auf den Zahn einwirken. Danach darf der Schnaps wieder ausgespuckt werden.

Rosmarin

Frische Rosmarinblätter sind auch eine gute Hilfe gegen Zahnschmerzen. Wer also ein Kräuterbeet auf der Fensterbank der Küche oder im Garten hat, verfügt auch über Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen. Die Anwendung ist einfach, denn man kaut einfach ein paar Rosmarinblätter gründlich durch. Der Schmerz reduziert sich dann meist relativ kurzfristig.

Gegen Entzündungen kühlen

Meist sind es ja Entzündungen, die sich im Zahn aufgrund des Bakterienbefalls gebildet haben. Gegen Entzündungen und die dann auch sehr häufig äußerlich schon sichtbaren Schwellungen helfen kalte Kompressen. Einfach Eis in einen Frischalte- bzw. Gefrierbeutel füllen, mit einem sauberen Geschirrtuch einschlagen und auf die entsprechende Wange legen. Durch die Kühlung wird die Entzündung etwas reduziert, der Schmerz lässt zumindest bis zum Zahnarztbesuch deutlich nach. Mehr hilft hier aber nicht mehr und deshalb sollte man die Stelle auch nicht unterkühlen, indem man die Eispackung ohne Stoff als Puffer auf die Wange auflegt. Der Körper versucht sonst, eine Unterkühlung des entsprechenden Bereichs zu verhindern. Es schießt mehr Blut in den entzündeten Bereich ein – und die Schmerzen werden eher schlimmer als besser. Kühlen also immer nur mit einem Tuch zwischen Haut und Eis.

Salbeitee

Salbeitee ist ein entzündungshemmender Tee. Für eine Spülung des Zahns am besten frische Salbeiblätter – auch aus dem Kräutergarten – etwas zerkleinern, mit kochendem Wasser überbrühen und zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen. Den Tee dann abseihen und mit der lauwarmen Flüssigkeit den Zahn spülen.

Nelkenöl

Für diesen Tipp braucht es naturreines Nelkenöl, kein synthetisches Produkt, wie es häufig in preiswerter Qualität für Duftlampen hergestellt wird. Das Nelkenöl gibt man auf ein Wattestäbchen und reibt mit dem Stäbchen dann den schmerzenden Bereich im Mund ab. Reines Nelkenöl gibt es in der Apotheke oder dem Reforhaus.

Wacholder

Ein Mix aus Wacholderbeeren (in der Gewürzabteilung in Supermärkten erhältlich), Wacholderzweigspitzen (vom Wochenmarkt) und Huflattichblättern (aus der Apotheke), der zu gleichen Teilen zusammengesetzt wird, kann man eine wirksame Dampfbehandlung zubereiten. Die Zutaten werden dafür in einem Topf angezündet – ja, richtig entzündet, nicht nur erhitzt oder mit kochendem Wasser übergossen! Den entstehenden Dampf lässt man dann in die Mundhöhle eindringen und auf die schmerzende Stelle einwirken. Zugegeben – ein etwas komplizierteres Rezept, aber absolut erprobt und wirksam.

Wirsing

Hat man zufällig einen Wirsing zu Hause oder ist gerade Hochsaison des Wintergemüses, dann hat man auch hiermit ein wirksames Mittel gegen Zahnschmerzen zur Verfügung. Aus einem Wirsingblatt wird jetzt einfach die mittlere dicke Rippe herausgeschnitten. Das restliche Blatt kommt nun unter das Nudelholz und wird dort weich gewalkt. So treten die hochwertige und wirksamen Säfte aus dem Blatt heraus, die dann ihre Inhaltstoffe zur Verfügung stellen. Dieser Breit wird jetzt auf ein sauberes Geschirrtuch ausgebreitet und auf die Wange gelegt, in der der schmerzende Zahn wütet.

Steinklee

Steinklee ist in der Apotheke erhältlich. Der Steinklee wird mit etwa 500 ml heißem, aber nicht mehr kochendem, Wasser übergossen. Der Tee muss 10 Minuten ziehen, wird dann abgeseiht. Mit diesem Tee kann man mehrmals täglich gurgeln und den Mund spülen. Achtung, der Tee darf nicht kalt – zum Beispiel aus dem Kühlschrank – angewandt werden, sonst werden die Schmerzen schlimmer! Lieber vor dem Spülen eine kleine Menge in einem kleinen Topf leicht erwärmen.

Ringelblume

Die Ringelblume ist äußerlich und innerlich angewandt ein wirksames Naturheilmittel. Gegen Zahnschmerzen und auch entzündetes Zahnfleisch hilft die Tinktur aus der Ringelblume sehr gut. Dafür werden drei Esslöffel von den getrockneten Blättern für etwa 14 Tage in 500 ml Obstwein angesetzt. Danach wird der Sud abgeseiht, in ein dichtes Glasgefäß gefüllt und dunkel sowie kühl aufbewahrt. Dreimal täglich ein Esslöffel des Suds in 125 ml lauwarmes Wasser eingerührt, gibt eine wirksame Mundspülung gegen Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen. Eine Sofortmaßnahme gegen Zahnschmerzen ist das wegen der langen Vorbereitungszeit nicht, aber wer häufiger Zahnfleischentzündungen hat, kann den Sud eben hierfür verwenden.

Teebaumöl

Die betroffenen Zähne können bei Zahnschmerzen einfach mit Teebaumöl eingestrichen werden. Dafür etwas Öl auf ein Wattestäbchen geben und die Zähne vorsichtig einreiben.

Mit Wasser verdünnt, kann man das Teebaumöl auch für Mundspülungen verwenden, um den Zahnschmerz so natürlich zu bekämpfen.

Druckmassage

Der Körper hat viele Punkte, die nicht nur auf Akupunktur, sondern auch auf Druckmassage reagieren. Das liegt in dem verzweigten Nervensystem des Körpers begründet. Deshalb kann auch eine Druckmassage akute Zahnschmerzen zumindest lindern. Dafür drückt man einfach mit dem Daumen oder dem Zeigefindet auf die Falte zwischen der Oberlippe und der Nase, massiert den Bereich dann zwei Minutenmit leichtem Druck. Dieser Punkt ist ein wirksamer und erprobter Akupressur-Punkt gegen Zahnschmerzen.

Propolis-Tinktur

Aus der Apotheke kann man sich Propolis-Tinktur besorgen. Propolis ist ein desinfizierendes Mittel aus der Natur, das sogar die Bienen in ihrem Bienenstock nutzen, um so die Bakterienbildung auf dem engen Lebensraum zu reduzieren. Ein Grund, warum der von uns geerntete Honig aus dem Bienenstock nicht bakterienverseucht ist, liegt in dem Naturprodukt Propolis. Die Tinktur wird einfach auf die schmerzenden Stellen aufgetragen. Auch bei Hautproblemen kann man die Tinktur als desinfizierendes und die Heilung unterstützendes Mittel anwenden.

Grüner Tee

Grüner Tee hat aufgrund der ausbleibenden Fermentierung, die beim Schwarzen Tee dann stattgefunden hat, viele wertvolle und wirksame Inhaltsstoffe. Nicht grundlos schwören die Asiaten auf die vielfältige Wirkung, die Grüner Tee auf die Gesundheit haben kann. Auch bei Zahnschmerzen kann der Grüne Tee helfen. Dafür einfach einen Teelöffel der Teeblätter mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergießen, drei bis acht Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken. Mit dem Tee kann man auch gut den schmerzenden Zahn während des Trinkens umspülen. Hilfreich ist es auch, den Tee durch die Zähne zu ziehen und so die Wirkstoffe auch in die Zahnzwischenräume zu bringen. Erwiesen ist, dass Grüner Tee durch seine vielen Gerbstoffe eine entzündungshemmende Wirkung auf den Körper hat.

Schüßler Salze

Auch bei Zahnschmerzen können Schüßler Salze helfen. Dafür nutzt man das Salz Nr. 8 namens Natrium chloratum sowie das Ergänzungssalz Nr. 17. Man kann maximal drei Schüßler Salze gleichzeitig gegen die Zahnschmerzen und auch bei anderen Beschwerden verwenden. Dreimal bis sechsmal täglich lässt man eine bis zu drei Tabletten im Mund zergehen. Die Tabletten sollte man allerdings einzeln in den Mund nehmen und dort auch einzeln zergehen lass


Über Andi