Mittwoch , 22 November 2017
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Ohrklopfen – Woher kommt es, was kann ich tun?

Ohrklopfen – Woher kommt es, was kann ich tun?

Immer dann, wenn Schmerzen oder andere Symptome am Kopf auftreten, empfinden Menschen dies als besonders unangenehm. Am Körper auftretende Symptome und Schmerzen werden längst nicht als so lästig, störend und belastend wahrgenommen wie Problematiken, die im Kopfbereich auftreten. Gerade das Ohr ist ein sehr empfindliches Organ. Das ist auch nicht verwunderlich, denn der Aufbau des Ohres ist sehr filigran und zudem ist dieses Organ ja auch darauf ausgerichtet, besonders feine Unterscheidungen bei Tönen zu treffen, das Gleichgewicht mit zu beeinflussen und auch sonst wichtige Aufgaben wahrzunehmen. Also muss das Ohr richtig sensibel sein – und das ist es auch, wenn ein Ungleichgewicht gegeben ist. Gerade wenn beispielsweise ein Klopfen im Ohr wahrgenommen wird und das möglicherweise auch noch über einen längeren Zeitraum anhält, kann man sich dann schon einmal psychisch und letztlich auch physisch überfordert fühlen. Das Klopfen im Ohr beeinträchtigt das Hören oftmals und letztlich sind Klopfgeräusch im Ohr ständig präsent – auch im sozialen Kontakt mit anderen oder in der Nacht, wenn man eigentlich zum wichtigen und entspannenden Schlaf gelangen möchte.

Klopfen im OhrAber woran liegt es eigentlich, wenn das Klopfen im Ohr da ist? Gerade das empfindliche Organ Ohr spiegelt Zustände des Körpers besonders häufig wider. Wichtig ist aber, wenn das Ohrklopfen auch nach mehreren Tagen nicht aufhört, dass man zunächst einen Arzt aufsucht. Je länger man nämlich bei organischen Ursachen mit dem Arztbesuch wartet, umso unwahrscheinlicher wird es, dass man die Klopfgeräusche überhaupt noch einmal loswird. Außerdem kann das Klopfgeräusch Ursachen haben, die eben nur mit medizinischen Mitteln bekämpft werden können. Die Hintergründe für die Klopfgeräusche können eben auch organische Ursachen haben und ob welche gegeben sind, sollten der Hausarzt oder gegebenenfalls auch ein Facharzt ausschließen.

Fakt ist allerdings, dass gerade psychische und physische Überlastung sich auch schnell mit Ohrenproblemen niederschlagen kann. Steht man also permanent unter Druck, muss besonders dauerhaft große Leistungen erbringen und ignoriert man die Erschöpfung, die der Körper erst langsam und sachte, dann in wahrlich unüberhörbaren Symptomen äußert, dann ist letztlich das Klopfen im Ohr ein nicht mehr zu ignorierendes Signal des Körper, dass man einfach einen Gang herunterschalten sollte und wieder regelmäßig für Auszeiten und Entspannung im Leben sorgen sollte. Nicht nur Kopf- und Nackenschmerzen sind Zeichen für Stress, auch Klopfgeräusche im Ohr können diesen Stress widerspiegeln.

Wichtig ist deshalb, dass man sich regelmäßig entspannt, um so das Klopfen im Ohr zumindest zu reduzieren. Entspannungsübungen wie beispielsweise autogenes Training sind tolle Methoden, um wieder zu lernen, den Körper aktiv zu entspannen und zudem wirklich jeden freien Moment für intensive Entspannung zu nutzen. Der Körper lernt durch regelmäßige Entspannung, wieder zur Ruhe zugelangen und so kann sich auch das Ohrgeräusch reduzieren. Auch progressive Muskelentspannung kann neben dem autogenen Training eine tolle Entspannungslösung sein. Hier lernt der Körper gezielt, Phasen der Anspannung und der Entspannung auszulösen. In der langen Form dauert die progressive Muskelentspannung etwa dreißig Minuten und mindestens dreimal in der Woche sollte man sich auch Zeit dafür nehmen. Gerade Anfänger müssen diese gezielte Entspannung aber noch lernen und so sollte man nicht erwarten, dass nach der ersten Sitzung der progressiven Muskelentspannung schon das Ohrklopfen aufhört. Die progressive Muskelentspannung kann man in Kursen erlernen. Man kann aber auch selbst das Training erlernen. Dafür gibt es spezielle CDs. Diese werden von manchen Krankenkassen übrigens auch als Prophylaxemaßnahme kostenlos an Mitglieder vergeben.

Berücksichtigen sollte man, dass man gegebenenfalls unter einem Tinnitus leidet. Hierbei handelt es sich um ein Ohrgeräusch, das störend ist, das allerdings nur vom Betroffenen selbst registriert wird. Der Tinnitus ist nicht nur lästig, er zeigt zum einen Stress an, kann durch Einwirken von lauten Geräuschen auf das Ohr auftreten und zudem kann das Klopfgeräusch als Tinnitus auch das Symptom vom Hörsturz sein. Auch bei dem Verdacht, dass es sich beim Klopfgeräusch um eine Form des Tinnitus handelt, muss man unbedingt zum Arzt gehen, weil das Gehör sonst dauerhaft geschädigt werden könnte. Meistens gehen Menschen beim Tinnitus davon aus, dass sie ein Pfeifen oder Summen im Ohr hören. Fakt ist allerdings, dass der Tinnitus völlig variable Verläufe und Symptome haben kann.

Wer auf natürliche Heilung schwört, kann auch probieren, die Durchblutung des Ohres auf völlig natürliche Weise anzuregen. Spezielle Ginkgo-Kapseln enthalten Wirkstoffe, die sich positiv auf die Durchblutung des Organismus, auch des Ohres, auswirken. Wichtig ist für eine solche Eigenbehandlung natürlich, dass man sich mit dem behandelnden Arzt abspricht und nicht auf eigene Faust Medikamente, auch natürliche, einnimmt und dass zuvor natürlich auch der eigene Blutdruck kontrolliert werden muss.

Betroffene finden es auch manchmal angenehm, das Ohrgeräusch zumindest zeitweise zu übertönen. Musik auf Kopfhörern anhören, kann das Ohrgeräusch zumindest phasenweise in den Hintergrund rücken lassen. Auch wenn man sich auf andere Geräusche konzentriert, tritt das eigene Ohrgeräusch in den Hintergrund. Sogar Ärzte empfehlen deshalb manchmal, einfach einen laut tickenden Wecker neben das Bett zu stellen, der in der Einschlafphase vom Ohrklopfen ablenkt. Bei allen Hilfsmitteln ist es aber trotzdem wichtig, einfach zu versuchen, den Stress aus dem Leben zu nehmen.


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