Mittwoch , 15 August 2018
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Wofür ist eine Berufshaftpflichtversicherung nützlich?

Wofür ist eine Berufshaftpflichtversicherung nützlich?

Die Haftpflichtversicherung kennt wohl jeder – eine zu haben ist beinahe schon obligatorisch, denn sie schützt vor finanzielle Schäden bei Unfällen im Alltag, bei denen Dritte geschädigt werden. So etwas gibt es auch für Berufe. Wir verraten Ihnen, wann diese sinnvoll ist.

Was macht die Haftpflichtversicherung?

Der Versicherungsfall einer Haftpflichtversicherung tritt dann ein, wenn eine Person für etwas haften muss, wie der Name schon sagt. In der Regel passiert das, wenn andere geschädigt werden, was in den meisten Fällen materieller Art ist. Ist man beispielsweise ungeschickt auf dem Parkplatz eines Supermarktes mit dem Einkaufswagen unterwegs und rammt einen Pkw, ist die Regulierung des Schadens Sache der Haftpflichtversicherung, wenn man eine hat. Wenn nicht, ist man selbst dazu verpflichtet, den entstandenen Schaden zu beheben, in dem Fall also die Werkstattrechnung zu begleichen, bei der die Delle ausgebessert wird. Nun ist der Parktplatzrempler mit dem Einkaufswagen noch ein vergleichsweise harmloses Beispiel – die zu regulierenden Summen können bei größeren Unfällen schnell unangenehm hoch werden, wo sich dann die Versicherung auszahlt.

Wofür eine Berufshaftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung hat nur einen kleinen Haken: Sie ist nur zuständig, wenn der Schaden privat verursacht wird, also nicht bei der Ausübung des Berufs. Ein selbstständiger Handwerker, der bei der Montage einer Wandhalterung die Stromleitung anbohrt, kann seine Haftpflichtversicherung nicht um die Regulation des Schadens bitten. Dafür gibt es spezielle Berufshaftpflichtversicherungen. Im Gegensatz zur privaten Haftpflichtversicherung gibt es bei der Berufshaftpflichtversicherung einige Fälle, in denen sie weniger sinnvoll ist als bei anderen. Das kommt stark auf den Beruf an, den man ausübt. Ein Call-Center-Mitarbeiter ist beispielsweise weniger gefährdet, Dritten zu schaden als ein Handwerker oder ein Arzt – letztere beide Berufsgruppen sollten sich den Abschluss also gut überlegen.

Vor allem Ärzte sind gut beraten mit Versicherung

Wer viel mit anderen Menschen zu tun hat, besonders für „wichtige“ Dinge, die Leben verändern können, ist gut beraten, wenn er zu einer Berufshaftpflichtversicherung greift. Zum Beispiel haben Ärzte mit einer Vielzahl von Menschen zu tun, die die unterschiedlichsten Leiden haben. Ihre Aufgabe ist es, ihnen zu helfen. Irren ist aber menschlich und deshalb passieren leider Fehler. Schon falsche Diagnose kann fatale Folgen haben. Von Komplikationen während eines Eingriffs ganz zu schweigen. Falls sich herausstellt, dass jene Umstände vermeidbar gewesen wären, der Arzt also einen Fehler gemacht hat, steht dem Patient (oder im Extremfall den Hinterbliebenen) ein Schmerzensgeld zu, was schnell sehr teuer werden kann. In diesem Fall ist man gut beraten, wenn der Versicherungsschutz greift. Bei Aerzteversicherung.de können sich Ärzte umfassend informieren und eine solche Versicherung abschließen. Sie werden dabei an die Hand genommen, auf Wunsch schon beim Studium.

Versicherung schützt Karriere

Wenn im Beruf Fehler passieren, bei denen man von Rechtswegen haftet, kann das nicht nur sehr teuer werden. Auch die Karriere steht auf dem Spiel. Denn um noch möglichst „kostengünstig“ aus der Affäre zu kommen, gibt es häufig den Fall, dass Anwälte sich mit dem Sachverhalt vertraut machen und der Rechtsweg eingeschlagen wird. Das kann aber auch nach hinten losgehen. Wenn bei einem möglichen Prozess festgestellt wird, dass der Vorfall fahrlässig oder gar vorsätzlich zustande gekommen ist, ist die Karriere schnell beendet, denn man kann seine Berufserlaubnis dabei verlieren. Im Falle, dass eine Berufshaftpflichtversicherung greift, kommt es in den meisten Fällen gar nicht so weit. Denn der Versicherung ist an einer außergerichtlichen Einigung gelegen. Das liegt vor allem an der Risikobewertung: Im schlimmsten Fall einer Klage muss die Versicherung den Schadenersatz zahlen und bleibt auf den Gerichtskosten sitzen – wenn sich der Schadenersatz ohnehin nicht vermeiden lässt, spart man zumindest das Geld für die Justiz. Vorteil für den Arzt: Wo kein Kläger, da kein Richter – eine außergerichtliche Einigung geht viel schneller und die Karriere ist nicht akut bedroht.


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