Mittwoch , 22 November 2017
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Verstopfungen natürlich und ohne Chemie beseitigen

Verstopfungen natürlich und ohne Chemie beseitigen

Kaum vorstellbar, aber wahr: Etwa 50 Prozent der Bundebürger haben fast regelmäßig Probleme mit dem Magen und Darm und ein großer Teil dieser Probleme ergibt sich aus Verstopfung. Verstopfung ist übrigens dann gegeben, wenn man drei oder mehr Tage keinen Stuhlgang hat. Auch wenn das erst einmal nicht besonders beeindruckend ist, sollte man auf eine regelmäßige Verdauung trotzdem achten. Der Darm ist das Zentrum unseres Immunsystems und wenn der mit Schlackstoffen im wahrsten Sinne verstopft ist, geht das auch zulasten des Immunsystems. Etwa 70 Prozent unserer Immunkraft stammt aus dem Darm, tiefergreifende Störungen durch Verstopfung können also schnell auch Anfälligkeit für Erkrankungen nach sich ziehen.

Wichtig für eine optimale Verdauung sind Flüssigkeit, Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Vitamine sowie Spurenelemente und die Milchsäurebakterien. Ist die Ausgewogenheit dieser Stoffe im Darm gestört, dann sind Durchfall oder eben Verstopfung die Folge. Verstopfung muss aber nicht nur Ursachen in dem Zusammenspiel der Stoffe des Darms haben. Auch psychische Belastungen wie Ärger und Frust oder Probleme privater oder beruflicher Art können im wahrsten Sinne des Wortes auf den Darm schlagen und zu Verstopfung führen.

verstopfungDie Pharmaindustrie hält eine breite Produktpalette von Medikamenten zur Verfügung, die bei Verstopfung Abhilfe schaffen. Diese Medikamente sorgen für eine künstliche Anregung der Darmbewegung, lösen damit erst einmal die Verstopfung. Problematisch ist allerdings, dass jetzt der Darm auch noch zusätzlich mit der Chemie aus den Abführmitteln belastet wird und dass zudem die natürliche Darmbewegung bei zu häufiger Verwendung von Abführmitteln eingestellt wird. Der Darm wird in seiner Funktionsweise regelrecht abhängig von den Abführmitteln.

Besser ist es deshalb, bei Verstopfung zunächst auf natürliche Hilfen zu setzen, denn die beseitigen Verstopfung auch sehr effektiv, sind dabei auch noch gesund.

Was tun zur Vorbeugung gegen Verstopfung?

Wasser

Wasser ist eines der besten Hilfsmittel bei Verstopfung. Jeden Morgen ein Glas kaltes Wasser vor dem Frühstück, bringt den Darm auf völlig natürliche Weise auf Trab. Wer übrigens unter Durchfall durch nervösen Darm leidet, trinkt einfach ein Glas warmes Wasser. Die Regel: Kaltes Wasser regt an, warmes Wasser beruhigt.


Für regelmäßigen Stuhlgang sorgen

Wichtig, wenn es immer wieder zu Verstopfungen kommt ist, für einen regelmäßigen Stuhlgang zu fixierten Zeiten zu setzen. Also direkt morgens nach dem Frühstück oder abends ganz gezielt für Ruhe zur Verdauung zu sorgen, hilft zu einem geregelten Entleeren des Darms.

Warmes Wasser nach dem Essen

Nach dem Essen kann ein Glas sehr warmes Wasser die Verdauung anregen und so die Verstopfung gleich in den Anfängen verhindern.

Olivenöl

Wer Bauchschmerzen von der Verstopfung hat und dringend Abhilfe braucht, kann einen Esslöffel Olivenöl mit zerkleinerten Pfefferschoten ansetzen und dieses Gemisch in einem Schluck trinken. Wirkung: fast sofort – eine Toilette sollte in nächster Zeit immer in der Nähe sein!

Sollen es eher keine Pfefferschoten sein, dann kann man auch jeweils am Morgen und am Abend einen Esslöffel reines Olivenöl schlucken, um so die Darmbewegung wieder in Gang zu bringen.

Sauerkrautsaft

Sehr anregend ist für die Verdauung Sauerkrautsaft. Die Milchsäurebakterien, die im Sauerkraut enthalten sind, finden sich auch im Saft wieder. Und besonders morgens vor dem Frühstück tut ein Glas Sauerkrautsaft im Hinblick auf die Verdauung echte Wunder.

Dörrzwetschen

Am Abend in Wasser fünf Dörrzwetschen oder fünf getrocknete Feigen einlegen – ein Liter lauwarmes Wasser ist das richtige Maß – und das Wasser mit dem Dörrobst über Nacht stehen lassen. Das Wasser trinkt man dann am Morgen, dazu werden die Früchte intensiv gekaut.

Salbeitee

Salbeiblättertee kann der Verdauung auch rein natürlich und sanft auf die Sprünge helfen. Dafür trinkt man täglich etwa 500 ml Salbeitee. Am Morgen werden 500 ml kaltes Wasser in einem Topf auf die Herdplatte gestellt. Ein gehäufter Esslöffel getrocknete Salbeiblätter aus der Apotheke wird in das Wasser eingerührt. Diese Mischung bringt man zum Kochen und lässt sie dann genau drei Minuten weiterkochen. Achtung: Der Tee schäumt sehr stark beim Aufkochen, also immer in der Nähe des Herdes bleiben! Den Tee füllt man in eine Thermoskanne und trinkt ihn dann über den Tag verteilt in drei Portionen.

Leinsamen

Leinsamen eignet sich hervorragend, um eine bestehende Verstopfung aufzulösen. Dafür weicht man einen Esslöffel Leinsamen, die in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhältlich sind, in etwa 250 ml lauwarmem Wasser ein. Diese Mischung lässt man über Nacht quellen. Am Morgen kaut man den aufgequollenen Leinsamen oder rührt ihn ins Müsli ein. Auch das Leinsamenwasser sollte man trinken – dazu dann noch über den Tag verteilt 1,5 Liter Wasser. Die Leinsamen benötigen viel Feuchtigkeit, um im Darm aufzuquellen. Trinkt man nach der Einnahme von Leinsamen nicht genug, dann wird die Verstopfung eher stärker als dass sie gelockert wird.

Sauerkraut

Vor jeder Mahlzeit drei Gabeln rohes Sauerkraut essen, hilft bei der Verdauung und verhindert Verstopfung schon in den Ansätzen.

Wasser mit Rettichsaft

Vor den Mahlzeiten kann man auch ein großes Glas lauwarmes Wasser trinken, in das man einen guten Schuss Rettichsaft gemischt hat.

Ananas

Die Ananas hat viele wertvolle Enzyme, die auch auf die Verdauung positiven Einfluss nehmen. Zwischen den Mahlzeiten sollte man deshalb an mehreren Tagen zwei Scheiben frische Ananas essen. Die Dosenfrucht hat diese Enzyme leider schon zu einem großen Teil eingebüßt, deshalb also nur frische Früchte verwenden.

Probiotischer Joghurt

Eine weitere Vorbeugemaßnahme vor Verstopfung und ein Mittel, um diese langfristig zu lösen, liegt darin, vor dem Frühstück einen probiotischen Joghurt, gemischt mit einem Esslöffel Weizenkleie zu essen.

Wenn nichts mehr geht – der Einlauf

Wenn der Bauch schmerzt und hart ist, kann ein Einlauf aus einem halben Liter lauwarmem Wasser oder Kamillentee eine Lösung direkt vor Ort bringen. So lassen sich auch Verstopfungen lösen, die den Organismus schon stark belasten. Die Wirkung von bestimmten Lebensmitteln ist dann einfach zu langfristig und der Einlauf schafft eben eine Aufweichung des Darminhaltes und eine sofortige Lösung.

Gymnastik gegen Verstopfung

Auch Bewegung hilft gegen Verstopfung. Dafür legt man sich einfach auf den Rücken und stützt die Hände in die Hüften. Die Beine werden nun nach oben gestreckt und man macht für etwa 10 Minuten Radfahrbewegungen in der Luft. Die Bauchmuskulatur regt so die Darmbewegung an und die Verstopfung kann sich lösen.

Eine gute Bauchmuskulatur ist ohnehin sehr wichtig für eine gute Verdauung. Wer sich entschließt, die Muskeln besonders hier etwas mehr zu trainieren, hat Hilfe gegen Darmträgheit ohne irgendwelche anderen Hilfsmittel.

Bauchmassage

Dazu legt man sich auf den Rücken – am besten auf den Boden – und massiert mit beiden Händen den Bauch. Am besten ist die Massage im Uhrzeigersinn, denn so folgt man dem natürlichen Verlauf des Darms zum Ausgang.

Wärmflasche

Eine Wärmflasche, die man sich auch zweimal oder dreimal täglich auf den Bauch legt, kann die Verstopfung auch sehr sanft lösen. Zudem reduzieren sich auch so die Bauchschmerzen, die aus der Darmträgheit resultieren.


Aufguss aus Hagebutte, Hibiskus und Holunderblüten

Eine Teemischung zu gleichen Teilen aus Hibiskus, Holunderblüte und Hagebutte ist eine gute Hilfe gegen Verstopfung. Dafür werden zwei Teelöffel der Mischung mit Wasser übergossen, über Nacht ziehen lassen, abgeseiht und dann getrunken.

Apfelessig

Der Apfelessig ist ein Allheilmittel zur inneren und äußerlichen Anwendung. Täglich ein Glas mit lauwarmem Wasser verdünnter Apfelessig vor dem Frühstück bringt die Verdauung auf Trab.

Gewürznelken

Gewürznelken aus dem Gewürzregal übergießt man einfach mit heißem Wasser und lässt sie darin zehn Minuten ziehen. Danach werden die Nelken abgeseiht. Drei Tassen von diesem Tee am Tag helfen auch vorbeugend vor der Verstopfung. Geschmacklich ist der Nelkentee kein Erlebnis – aber wirksam und unschädlich – im Gegensatz zu Chemie – ist er.

Verstopfende Nahrungsmittel, lockernde Lebensmittel

Vollmilchschokolade, Süßspeisen und auch Bananen sind verstopfende Lebensmittel, die man nur in Maßen essen sollte. Anstelle dessen hilft wiederum ein Müsli oder ein Becher Joghurt oder Kefir bzw. Buttermilch, jeweils angereichert mit einem Esslöffel Leinsamen und Weizenkleie, dem Darm bei seiner Verdauungsarbeit.

Viel Trinken

Oftmals ist Verstopfung auch ein Problem, weil der Darm zu stark ausgetrocknet ist. Wer wenig Obst und Gemüse isst und nicht besonders viel trinkt, bekommt aus diesem Grunde oftmals schon Verstopfung. Mindestens 1,5 Liter Wasser zusätzlich zu wasserhaltigen Ernährung sollten es für eine gesunde Darmfunktion schon sein.


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