Sonntag , 27 November 2022
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Ceranfeld reinigen – Vom Schmutz auf dem Ceran

Ceranfeld reinigen – Vom Schmutz auf dem Ceran

Sie sehen toll aus, wie sie da so in die Küche integriert sind. Glänzend, dunkel, geheimnisvoll. Wie von Zauberhand glimmt plötzlich magisches Rot auf und verbreitet unbändige Hitze. Wabernd tropft kochendes Wasser auf das samtene Glas und…Verdammt! Wieder Flecken auf dem Ceranfeld.
Für den einen ist Kochen lästige Notwendigkeit für viele andere eine wahre Passion. Ganz und gar keine Glücksgefühle wollen aber aufkommen, wenn es ums Saubermachen danach geht.
Dabei ist das Reinigen kein Zauberwerk. Mit diesem Ratgeber wird das Ceranfeld schnell wieder sauber.

Schon beim Kochen ans Ceran denken

Wer bei der Zubereitung der Speisen ein wenig an die wertvolle Glaskeramik denkt, spart sich aufwendiges Kratzen, Schrubben und Scheuern. Mit folgenden Tipps werden hartnäckige Verschmutzungen und Schäden vermieden.

  1. Töpfe und Pfannen nicht über das Glas ziehen. Das gibt fiese Kratzer.
  2. Salz und Zucker gehören in den Topf. Wenn mal was daneben geht, schnell wegwischen, die Kristalle wirken wie Schleifpapier.
  3. Töpfe und Pfannen nicht zu klein wählen. Reicht die Suppe bis zum Deckel, kann sie auch nicht mehr unfallfrei umgerührt werden.
  4. Kleckereien gleich wegwischen, dann geht es am einfachsten und brennt nicht ein. Aber Achtung, das Kochfeld ist auch dort heiß, wo nichts rot glüht!

Mit dem richtigen Werkzeug zur Reinigung

Ceranfeld reinigenAber auch wer gut aufpasst, wird es nicht schaffen, dass sein Glaskeramikfeld nach dem Kochen genauso aussieht, wie zuvor. Für die gründliche Reinigung gibt es allerhand spezieller Reiniger und Hilfsmittel. Doch sind diese wirklich nötig oder nur Geldschneiderei?
Nicht alles, was sich in unseren Küchen zum Reinigen findet, ist auch für die Glasoberfläche eines Kochfeldes geeignet. Stahlwolle, Topfkratzer und Co haben nichts auf der Oberfläche des Herdes zu suchen. Sie sind viel zu hart und bringen Tausende kleine Kratzer, die das Glas stumpf werden lassen. Auch die raue Seite eines Spülschwamms (Glitzi) ist nicht geeignet. Wer in der Haushaltsabteilung spezielle Ceranfeldreinigerpads findet, kann sicher sein, dass diese auch nicht zu hart sind.
Prinzipiell sind aber Schwämme überhaupt nicht nötig. Zunächst genügt ein einfaches Spültuch oder Küchenkrepp, um leichte Verschmutzungen zu entfernen. Etwas Spüli hilft, Bratenspritzer und den dünnen Fettfilm zu entfernen, der für die unerwünschten Schlieren sorgt.

Scheuermilch vom Discounter oder teure Spezialreiniger?

Eines vorweg: Normale Scheuermilch mag für Bodenfliesen oder die Spüle geeignet sein, nicht aber für ein Kochfeld von Schott Ceran. Deren Schleifpartikel sind einfach zu hart. Insofern ist tatsächlich sinnvoll, sich spezielle Reiniger zuzulegen. In verschiedenen Tests hat sich gezeigt, dass teure Markenreiniger oft besser reinigen, als Produkte vom Discounter. Die Erklärung dafür liegt in der Güte der Schleifpartikel. Die Produktion hochwertiger und optimaler Schleifkörperchen ist teuer, was sich auf den Endpreis niederschlägt. Eine kurze Recherche im Internet führt zum perfekten Mittel zum guten Preis.

Ist der grobe Schmutz, wie oben beschrieben, entfernt, kommt der Spezialreiniger zum Einsatz. Einen kleinen Spritzer auf das Ceranfeld oder auf das Küchentuch und mit leichtem Druck können auch hartnäckige Verkrustungen wegpoliert werden. Da die Substanzen meist einen milchigen Film hinterlassen, sollte noch einmal mit klarem Wasser nachgewischt werden. Mit dem Geschirrtuch wird dann die Feuchtigkeit abgenommen und das Ceranfeld auf Hochglanz poliert.
In besonders schweren Fällen reicht das Reinigen auf diese Art aber nicht, dann muss ein spezieller Schaber her.
Dieses Werkzeug ist am unteren Rand mit einer höllisch scharfen Schneide ausgestattet, die an eine Rasierklinge erinnert, aber stabiler daherkommt. Wer mit Hektik und viel Druck arbeitet, riskiert aber nicht nur Verletzungen, sondern auch irreparable Kratzer im Glas. Mit flachem Winkel und wenig Druck verschwindet jede noch so harte Verkrustung im Nu.

Wer diese Tipps beherzigt, wird auch nach dem Kochen schnell wieder ein glänzendes Ceranfeld haben, an dem er viele Jahre Freude hat.

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