Sonntag , 16 Dezember 2018
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Geschenke umtauschen: Worauf sollte man dabei achten?

Geschenke umtauschen: Worauf sollte man dabei achten?

Ob zu Weihnachten, zur Hochzeit, zum Jahrestag oder zu anderen Festlichkeiten – mit dem richtigen Geschenk tun sich viele Menschen schwer. Das große Angebot in den zahlreichen Online-Shops macht es da nicht einfacher etwas Passendes zu finden. Eine noch wichtigere Frage: Was kann man tun, wenn das Geschenk beim Gegenüber letztlich nicht so gut ankommt? Welche Umtauschmöglichkeiten gibt es und was für Möglichkeiten gibt es wenn kein Umtausch mehr möglich ist?

Geschenke umtauschen im Online-Shop

Angefangen bei den Geburtstagseinladungen bis zum Geschenk selbst ist es nicht immer so einfach den Geschmack vom Gegenüber zu treffen. Und so passiert es des Öfteren, dass Geschenke umgetauscht werden müssen, sei es weil der Beschenkte bereits etwas Ähnliches im Schrank hat oder bei Kleidung nicht die richtige Größe getroffen wurde. Zum Glück gibt es sowohl im Internet als auch im Fachhandel vor Ort meist die Möglichkeit die Produkte umzutauschen. Trotzdem bestehen zwischen dem Umtausch im Fachhandel und im Internethandel Unterschiede.

Beim Kauf in einem Online-Shop wird dem Verbraucher immer ein Rückgaberecht von 14 Tagen eingeräumt. Hinzu kommt, dass der Kaufpreis bei Rückgabe erstattet werden muss. Die Kosten für die Rücksendung werden in der Regel vom Online-Shop übernommen, wobei diese vom Verbraucher selbst getragen werden müssen, wenn der Warenwert unter 40 Euro liegt. Es gibt aber auch durchaus Online-Shops, die aus Kulanz auch dann die Rücksendekosten übernehmen. Des Weiteren kann der Onlinehändler die Rücksendekosten vom Käufer verlangen, wenn dieser die Ware noch nicht bezahlt hat. Eine besondere Ausnahme stellen beim Kauf CDs, DVS, Videos und Software dar. Diese sind meist mit einer Versiegelung versehen und wenn diese entfernt wurde, erlischt auch das Umtauschrecht. Ähnliches gilt auch für Hygieneartikel. Diese sind ebenfalls vom Umtausch ausgeschlossen.

Geschenke umtauschen im Fachhandel vor Ort

Der Irrglaube, dass Händler vor Ort gekaufte Ware bei Nichtgefallen zurücknehmen müssen, hält sich nach wie vor hartnäckig. Dies ist aber nicht der Fall, denn es gibt verschiedene Rechte beim Umtausch. Auch wenn keine Verpflichtung besteht, tauschen viele Händler aber auch in diesem Fall Ware aus Kulanz um, indem sie dafür einen Gutschein ausstellen, ein andere Produkt anbieten oder den Kaufpreis erstatten. Rechtlich gesehen sind sie dazu aber nicht verpflichtet. Wenn innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf ein Mangel auftritt, muss der Verkäufer den Mangel beseitigen. Tritt ein Defekt innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf auf, müssen keine Gründe oder Umstände für den Defekt angegeben werden.

Bei einem Defekt innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Garantiezeit von 24 Monaten, ist der Verkäufer somit dazu verpflichtet den Artikel umzutauschen oder zu reparieren. Es besteht außerdem die Möglichkeit außerhalb der gesetzlichen Regelung ein Rückgaberecht bei Nichtgefallen vor Vertragsabschluss zu vereinbaren. Dies sollte man sich schriftlich bestätigen lassen, zum Beispiel auf dem Kassenbon. Dieses kann zum Beispiel wie folgt lauten „Warenrückgabe gegen Geld innerhalb von 14 Tagen möglich“.

Was tun, wenn kein Umtausch mehr möglich ist?

Wenn alle Stricke reißen und kein Umtausch mehr möglich ist, kann das Geschenk notfalls noch immer in Online-Verkaufsportalen zum Kauf angeboten werden. Mit dem Geld, was man durch den Verkauf erzielt, kann dann einfach ein neues passendes Geschenk gekauft werden. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch Tauschbörsen über die Geschenke getauscht werden können. Besonders zu Weihnachten werden in vielen Regionen Tauschbörsen angeboten, aber auch online können nicht gewollte Geschenke mit anderen getauscht oder einfach weiter verschenkt werden.

Das Fazit…

Damit es erst gar nicht so weit kommt, dass das Geschenk umgetauscht werden muss, ist es besser im Vorfeld genau nachzufragen. So hat der Freund, Verwandte oder Bekannte, der beschenkt werden soll, die Möglichkeit seine Wünsche zu äußern und das Risiko für einen Fehlkauf wird enorm reduziert.


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