Samstag , 20 April 2019
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Hausmittel gegen Schuppen – Diese Mittel helfen

Hausmittel gegen Schuppen – Diese Mittel helfen

Unangenehm und störend sind die kleinen sowie großen weißen Schuppen der Kopfhaut, die sich auf dem Blazer oder Oberteil gerne einmal breit machen, ohne dass der Mensch etwas dafür kann. Denn Schuppenbildung hat nichts mit Hygiene zu tun, trockene Kopfhaut oder eine erhöhte Hautregeneration am Kopf, sowie Talgproduktion sind häufig Schuld an dem unangenehmen Gefühl und diese können sogar durch zu häufiges Haarewaschen oder Duschen entstehen. Zumindest gilt dies, wenn der Mensch gesund ist. Auch krankhafte Veränderungen sind möglich, daher sollte vor einer Selbstbehandlung ein Gang zum Arzt nicht gescheut werden. Sollte es sich nämlich um Hautschäden aufgrund von Neurodermitis, Psoriasis oder anderen krankhaften Veränderungen handeln, helfen auch die alten Haushaltstipps zur Schuppenbehandlung nicht mehr. Sie können das Problem sogar verstärken.
Ist hingegen dermatologisch abgeklärt, dass es sich lediglich um eine normale Form der Schuppenproduktion handelt, ist unter den folgenden Tipps sicherlich der Richtige für dich dabei.

Zink als natürliche Hilfe

Hilfe bei Schuppen im HaarDie Nahrungsgewohnheiten spielen häufig eine Rolle für die erhöhte Produktion. Zinkmangel kann ein Grund für Schuppenbildung sein. Viel Zink ist in Lebensmitteln wie: gerösteten Erdnüssen, Karotten, Linsen, Broccoli, Fisch, Schalentieren, Leber, Lamm Vollkornprodukten, Bananen und Himbeeren aber vor allem Austern. Wobei eine abwechslungsreiche Ernährung nicht nur Schuppen vorbeugt, sondern dem Körper als Ganzem hilft.

Richtige Behandlung der Haare und Kopfhaut

Um Schuppen vorzubeugen ist das richtige Waschen der Haare ebenfalls äußerst hilfreich. So sollte die Kopfhaut auf keinen Fall mit zu heißem Wasser in Berührung kommen. Dies trägt sowohl zur Austrocknung bei, kann aber auch die Talgproduktion anregen. Lieber auf lauwarmes, beziehungsweise körpertemperiertes Wasser setzen. Auch das normale Shampoo sollte genau überprüft werden. Ist es vielleicht zu reichhaltig? Dies kann eine erhöhte Talgproduktion bewirken. Zusätzlich sollte möglichst wenig Alkohol enthalten sein, um eine Austrocknung zu vermeiden, selbstgemachte Shampoos verfügen zum Beispiel nur über Inhaltsstoffe, die Kopfhautverträglich sind. Wobei auch dieses Shampoo immer vollständig entfernt werden muss. Hilfreich für ein gründliches Auswaschen ist, die Haare vor dem Waschen zu entwirren. Also immer schon vor dem Haarewaschen zu Kaumm und Bürste greifen. So werden gelockerte Schuppen auch leichter herausgespült.

Ein Wort zu Schuppenshampoos

Schuppenshampoos versprechen Besserung, sind jedoch nicht immer so hilfreich, wie sie sich darstellen. Vor allem bei Schuppen aufgrund von trockener Kopfhaut sind sie unvorteilhaft, da sie häufig auf erhöhte Talgproduktion abgestimmt sind und die Austrocknung noch beschleunigen. Spezielle Shampoos sind außerdem recht teuer. Wesentlich günstiger und viel leichter auf die eigenen Bedrüfnisse abzustimmen sind die folgenden alten Hausmittel.

Eigenes Schuppenshampoo

Ein Eigelb und etwas Zitronensaft eignen sich hervorragend zum Waschen der Haare. Die Inhaltsstoffe des natürlichen Shampoos bringen die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht. Allerdings sollte besonders beim Waschen mit diesem selbstgemachten Shampoo auf zu heißes Wasser verzichtet werden, da ansonsten das Ei gerinnt und sich schwierig entfernen lässt.

Ein weiteres Rezept besteht aus 10 bis 20 Tropfen Teebaumöl und einem milden Shampoo. Besonders wirksam ist hier ein Shampoo in dem Huflattich enthalten ist. Die Tropfen werden einfach in das Shampoo gegeben und dieses solange kräftig geschüttelt, bis sich das Teebaumöl vollständig im Shampoo verteilt hat. Teebaumöl wirkt antiseptisch und kann auch bei unreiner Haut gegen Pickel eingesetzt werden, da es die Talgproduktion wieder ins Gleichgewicht bringt.

Haarwasser

Selbstgemachtes Haarwasser gibt der Kopfhaut Feuchtigkeit und verhindert außerdem den Juckreiz. Bei erhöhter Talgproduktion ist ein Haarwasser aus einfachem Zitronensaft wunderbar. Zusätzlich glänzt das Haar davon. Allerdings kann es im Sonnenlicht auch etwas heller werden.

Falls die Kopfhaut zu trocken ist ist etwas Argan- oder Olivenöl gut geeignet. Aber nicht gleich übertreiben. Lieber wenige Tropfen nach dem Haarewaschen auf den Fingerspitzen verteilen und damit vorsichtig über die empfindliche Kopfhaut fahren. Dies reicht in vielen Fällen von geringer Schuppenbildung bereits aus.

Ein weiteres Rezept für Haarwasser besteht aus Brennnesseln (getrocknet oder frisch) und Obstessig.
Hierfür wird der Obstessig zum Kochen gebracht und danach über die Brennnesseln gegossen. Dann die Mischung 10 Minuten ruhen lassen. Wenn alles Abgekühlt ist und die Blätter entfernt wurden kann der Sud als Haarwasser abgefüllt werden.

Kuren

Bei sehr trockener Kopfhaut die zusätzlich juckt ist es empfehlenswert eine Kur vorzunehmen. Folgende natürliche Zutaten sind empfehlenswert:

  1. Argan- oder Olivenölpackung
  2. Ei-, Quark-, Olivenölpackung (Ein Ei auf 4 Esslöffel Qaurk und einem Esslöffel Olivenöl vermischt)
  3. Joghurtpackung

Jede Kur wird ins trockene Haar gegeben. Die Kur wird nach einer möglichst langen Einwirkzeit mit dem selbstgemachten Shampoos oder einem anderen milden Shampoo vollständig aus dem Haar und von der Kopfhaut entfernt. Wenn ein Handtuch, etwas Alu- oder Frischhaltefolie zusätzlich um den Kopf gewickelt wird, wirkt die Kur noch besser. Natürlich sollte sowieso während der Kur ein Handtuch umgelegt werden, um die Kleidung vor Tropfen zu schützen.

Mit all diesen Mitteln können die Schuppen bei regelmäßiger Anwendung verhindert oder zumindest reduziert werden. Und wenn es einmal zu ein paar Schuppen auf der Kleidung kommt ist eine Fusselrolle oder eine Fusselbürste die beste Hilfe, denn jeder Mensch verliert nunmal im Laufe der Zeit ein paar Hautzellen, also Kopf hoch!


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