Montag , 23 Oktober 2017
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Mobile Endgeräte zum Einkaufen immer beliebter: diese Sicherheitslücken sollten Sie kennen

Mobile Endgeräte zum Einkaufen immer beliebter: diese Sicherheitslücken sollten Sie kennen

Als mobile Begleiter werden heute Smartphones und Tablets nicht nur zur Unterhaltung genutzt, sondern immer häufiger auch zum Online-Shopping. Wie die Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft „PwC“ zuletzt bei der Studie „Total Retail 2016“ ermittelte, nutzen rund ein Drittel der Online-Käufer das Smartphone, bis 2020 werden es vermutlich drei Viertel sein. Die Verwendung wird auch dank Apps und mobiler Webseiten immer einfacher, künftig dürften zudem Fintechs weiteren Auftrieb erhalten. Eine gewisse Skepsis ist hierbei durchaus angebracht, denn bei Zahlungsverkehr werden sensible Daten ausgetauscht. Während eine entsprechende Schutz-Software auf dem stationären PC heute zum Standard gehört, machen sich viele Anwender keine Gedanken über die Sicherheit auf dem mobilen Endgerät. Was sollten Smartphone-Nutzer wissen?

Diverse Sicherheitslücken im Google Play Store

Die Sicherheitslücken auf dem Smartphone sind vielfältig: vor allem im Urlaub machen ungesicherte WLANs den Anfang. Hier können die Datenverkehre problemlos gehackt werden – die Übertragung sensibler Daten sollte hier keinesfalls erfolgen. Wer mangels Alternativen auf das ungeschützte Netzwerk nicht verzichten kann – im Urlaub ist dies beispielsweise kaum möglich – der sollte die Einrichtung eines VPN-Tunnels in Betracht ziehen. Auf diese Weise bleiben die eigenen Daten geschützt. Ein weiteres Problem sind Apps, die den Anwender ausspionieren. In jedem Fall sollte darauf verzichtet werden, Apps außerhalb des App Stores von Apple bzw. Play Stores von Google zu installieren. Selbst wer nur Apps aus den Stores installiert, kann sich nicht zwingend sicher sein, nicht auch auf Trojaner zu stoßen. Erst im letzten Jahr hat der russische Sicherheitsanbieter „Dr. Web“ mehr als 100 Trojaner im Google Play Store gefunden; eine absolute Sicherheit gibt es also nicht. Die Trojaner spionierten Mobilfunknummern und persönliche Daten sowie Passwörter der Nutzer aus. Ein weiteres Problem sind Sicherheitslücken im Betriebssystem selbst. Der Nutzer hat kaum eine Möglichkeit, derartige Risiken zu umgehen. Besonders heikel ist ein veraltetes Betriebssystem, leider lassen Updates bei Android häufig auf sich warten. Insbesondere bei günstigeren Geräten versäumen die Hersteller es häufig, nach dem Kauf weiterer Updates zur Verfügung zu stellen.

Neues Smartphone – sicheres Betriebssystem

In diesem Zusammenhang kann es ratsam sein, auf ein neues Gerät zu wechseln. Nach etwa zwei Jahren ist – je nach Preisklasse des Smartphones – ohnehin nicht mehr mit Updates zu rechnen, auch die Akkuleistung dürfte bereits Nachlassen. Ein günstiges Neugerät ist in diesem Zusammenhang häufig die bessere Wahl. Gleichzeitig sollten sich Nutzer über aktuelle Sicherheitsrisiken informieren. Verschiedene Newsseiten wie der Blog von deinhandy.de  informieren über aktuelle Markttrends und mögliche Bedrohungen.

Auf Root verzichten

Davon abgesehen haben die Nutzer natürlich selbst einen erheblichen Einfluss auf die Sicherheit ihrer Geräte. Zweifelhafte Apps sollten nicht installiert werden, angebotene Updates für die Anwendungen hingegen nach Möglichkeit sofort. Eine Sicherheitssoftware kann ebenso für zusätzlichen Schutz sorgen, verkürzt die Akkulaufzeit aber womöglich ein wenig. Ein weiteres Risiko wird ebenso häufig unterschätzt: viele Anwender verzichten auf die Nutzung einer sicheren Authentifizierungsmethode wie dem Entsperrmuster oder Fingerabdrucksensor. Außerdem sollte bei Android-Smartphones auf Root-Rechte verzichtet werden, ein Jailbreak auf einem iPhone sorgt ebenso für zusätzliche Sicherheitslücken. Am Ende zeigt sich also: vor allem eine gewisse Skepsis beim Umgang schafft für Sicherheit – und macht das Shoppen mit dem Handy zu einem sicheren Vergnügen.


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