Mittwoch , 22 November 2017
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Ratgeber Finanzen: Teil 5 – Kreditkarten

Ratgeber Finanzen: Teil 5 – Kreditkarten

Die Zahl derjenigen Menschen, die eine Kreditkarte haben und diese auch nutzen, ist in den letzten Monaten drastisch angestiegen. Der Grund ist darin zu sehen, dass der Onlinehandel stark zugenommen hat, und dass viele Händler eben auf die sichere Zahlung mit der Kreditkarte setzen. Wer sicher zahlen möchte, der muss daher eine Kreditkarte haben. Bei anderen Händlern oder Dienstliestungen wird das Zahlen mit der Karte gar vorausgesetzt, ohne diese kann keine Leistung oder Ware erhalten werden. Andere wieder setzen darauf, dass sie den Kunden, die mit der Kreditkarte zahlen, einen Bonus gewähren, sodass auch hier viele Menschen eher zu der Kreditkarte greifen, als dass sie die Zahlung per Überweisung, oder auf andere Methoden, durchführen.

Die Kreditkarte ist einem Konto angeschlossen. In der Regel wird ein separates Kreditkartenkonto angeboten, das nicht identisch mit dem Girokonto sein muss, es kann aber auch so erfolgen.

Mit der Kreditkarte werden sehr viele unterschiedliche Varianten auf dem heutigen Markt angeboten. Sie alle sind geschaffen worden, damit viele Menschen ihre Vorgaben erfüllt sehen und sich für die Nutzung der Kreditkarte entscheiden.

Die Formen der Kreditkarte:

Die normale Kreditkarte

Schon alleine bei der herkömmlichen Kreditkarte ist es zu sehen, dass sie vielen Menschen die Möglichkeiten bieten kann, die sie sich wünschen. Die Kreditkarte wird mit einem Kredit vergeben, die Verfügungen können also aus einem virtuellen Rahmen erfolgen, den die Banken bei der Eröffnung des Kartenkontos bekannt gegeben haben. Wie hoch dieser Rahmen ist, dieses ist von den Faktoren der Bonität abhängig. Die Einnahmen und auch die Ausgaben werden gegenübergestellt, zudem werden auch weitere Risikofaktoren berücksichtigt, sodass dann bestimmt werden kann, welcher Verfügungsrahmen für den jeweiligen Kunden vergeben werden. Mit diesem Rahmen kann dann die Transaktion erfolgen. Zum Tag X wird der Anbieter eine Kontoabrechnung erstellen, die dem Kunden zugeht. Und nun kommt ein großer Unterschied: wie wird der Betrag zurückgezahlt. Es kann, wenn es der Kunde und die Banken vorgeben so aussehen, dass der verfügte Betrag mit einer Einmalzahlung immer mit einer Frist nach dem Zugang der Abrechnung erfolgen muss. Es kann aber auch der Fall sein, dass dem Kunden eingeräumt wird, dass er den Betrag in monatlichen Teilbeträgen wieder an den Anbieter zahlen muss. Entscheidend sollte hier aber sein, dass die Kosten mit den Teilzahlungen höher sind, als wenn der Betrag mit einer Einmalzahlung abgezahlt wird. Bei vielen Anbietern kann dann die Verfügung kostenfrei bleiben, sodass keine weiteren Zinskosten anfallen werden. Wer aber die Teilzahlung nutzt, der wird damit rechnen müssen, dass weitere Kosten entstehen werden. Neben den Kosten für die Zinsen werden die Banken eine Jahresgebühr ansetzen. Wie hoch diese ist, und ob sie ab dem ersten Jahr der Nutzung gilt, oder erst später, dieses ist Sache des Anbieters.

Die Prepaid Kreditkarte

Viele Menschen können die Auflagen nicht erfüllen, die mit der Kreditvergabe der Banken angesetzt sind. So könnten sie auch nicht in den Genuss einer Kreditkarte kommen. Damit die Banken aber mehr Menschen die Möglichkeit geben können, die Kreditkarte zu nutzen, haben sie mit der Prepaid Kreditkarte eine auf den Markt gebracht, die jeder erhalten kann. Diese Form der Kreditkarte kann nur dann auch für Transaktionen eingesetzt werden, wenn das Kartenkonto eine ausreichende Deckung aufweist. Soll also ein Betrag abgebucht werden, dann muss zumindest diese Summe sich auf dem Kartenkonto befinden. Ist sie nicht drauf, wird es nicht zu der Ausführung kommen.

Die Karte ist nicht nur für Menschen gedacht, die wegen eines zu geringen Einkommens oder einem negativen Vermerk in der Schufa keine Kreditkarte mit Verfügungsrahmen erhalten, sondern auch für die Menschen, die sich nicht verschulden möchten.

Beachtet werden sollte aber, dass die Kosten für diese Form der Kreditkarte nicht gering sind. Bei einigen Anbietern sind die Jahresgebühren, wenn sie mit den anderen Kreditkarten verglichen werden, doppelt so hoch. Ein Vergleich sollte daher genutzt werden, damit die günstigste Variante gefunden werden kann.

Die Kreditkartenanbieter

Da die Nachfrage nach den Kreditkarten angestiegen ist, sind auch die Angebote an Kreditkarten auf dem Markt entsprechend in die Höhe geschossen. Es muss allerdings unterschieden werden, wer der Ausgeber und wer der Anbieter der Kreditkarte ist. Banken oder andere Unternehmen geben die Kreditkarten nämlich nur im Namen der Anbieter an die Kunden aus. Sie unterstützen hier bei der Arbeit, sie sind aber in der Regel nicht dafür verantwortlich.

Es gibt auf dem Markt nicht viele Anbieter für die Kreditkarten. In Deutschland kann eine Kreditkarte von Mastercard, Visa und American Express erhalten werden. Dieses sind, wie schon erwähnt, die Anbieter, die durch die Banken, als Ausgeber, vertreten werden.

Und sind es auch die Ausgeber, die jede Kreditkarte so einzigartig machen. Diese können mit der Kreditkarte und dem Angebot nämlich das machen, was sie möchten. Ganz entscheidend kann es daher für die Nutzer sein, wo sie sich für die Kontoführung entscheiden. Kann bei den Ausgebern ein kostengünstiges Produkt erhalten werden, dann kann bei anderen die Kreditkarte wichtige Zusätze haben, die auch nicht außer acht gelassen werden sollten. Punktesysteme, für die gute Kundenbindung sind eine Sache, die Kosten für die Kartenführung eine andere. Und nicht zuletzt sollte auch auf die Kosten für die Zinsen geachtet werden, die die Banken auch so legen können, wie sie es möchten.

Sicherheiten bei der Kreditkarte

Die Kreditkarte gilt als eines der sichersten Zahlungsmittel. Der Grund ist der, dass jeder, der eine Transaktion mit der Karte ausführen möchte, mehrere sichere Schritte befolgen muss. Nur dann kann die Transaktion auch wirklich ausgeführt werden. Nicht nur, dass die Karte vorliegen muss, sondern müssen zudem auch PIN, etc. benannt werden. Somit kann bei der Sicherheit der Kreditkarte keine andere Zahlungsmethode mithalten.

Wer die Karte online einsetzten möchte, der muss neben der Kartennummer auch immer das Ablaufdatum der Karte eingeben. Weiterhin muss die Transaktion mit der PIN bestätigt werden, und neuerdings sind einige soweit, dass sie zusätzlich auch einen weiteren Zifferncode ansetzen, der auf der Karte zu finden ist.

Wer die Karte direkt bei dem Händler vor Ort zum Zahlen nutzen möchte, der wird auch hier seinen PIN brauchen, damit die Zahlung durchgeführt werden kann.

Der Vergleich der Kreditkarte

Damit aus der Vielzahl der Kreditkartenangebote das richtige Produkt gefunden werden kann, sollte ein Kreditkartenvergleich genutzt werden. Mit diesem kann die Auswahl eingegrenzt werden, damit eine Kreditkarte gefunden wird, die den eigenen Vorgaben und Bedürfnissen gerecht werden kann.

Um den Vergleich so optimal wie nötig zu gestalte, sollte der eigene Wunsch, was die Kreditkarte leisten soll, vorab geklärt sein. Wichtig ist es, die Kosten zu benennen und die Leistungen, neben der Kreditkartenfunktion, und nicht zuletzt, welcher Anbieter und welcher Kreditkartentyp. Mit diesen Vorgaben kann der Vergleich begonnen werden.

Schnell ist es zu erkennen, welche Angebote der Markt hat. Sie alle sind  der Kosten nach sortiert, sodass die monatlichen bzw. jährlichen Kosten erkannt werden. Diese alleine sind nicht alles, so sollte geschaut werden, welche Kosten für die Zinsen anfallen. Diese sind sehr variabel und können sich an dem Betrag, welcher verfügt worden ist, orientieren oder auch an der Form der Rückzahlungsvereinbarung mit dem Anbieter.

Weiterhin sind all die Leistungen genannt, die die Kreditkarte anzubieten hat. So kann es interessant sein, wenn viel im Ausland mit der Karte gezahlt werden soll, dass hier kostenlos dieses geschehen kann. Auch eine Reiseversicherung bieten viele Produkte mit an, was gerade für die Geschäftsleute interessant werden kann. Daneben kann oft mit der Kreditkarte auch ein Girokonto erhalten werden.


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