Montag , 28 September 2020
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3 Maßnahmen, die nach einem Bremsenstich helfen

3 Maßnahmen, die nach einem Bremsenstich helfen

Von April bis August sind sie aktiv und schwüle Tage haben sie besonders gerne, die Bremsen. Die Rede ist natürlich von den Insekten, die sich unter anderem im Schwimmbad, am Wasser und an Badeseen sehr wohlfühlen. Die Synonyme für die Bremse sind vielfältig, so wird sie zum Beispiel auch als „Blinde Fliege“, als „Dase“ oder auch als „Blinder Kuckuck“ bezeichnet. Optisch fallen sie durch ihre Hörner und durch die gefärbten Augen auf, das Problem mit den Insekten haben aber nicht nur wir Menschen. Auch Weidetiere wie Kühe und Pferde müssen sich mit ihnen auseinandersetzen, wobei die dadurch entstehende Unruhe Auswirkungen auf das Fleisch und die Milch haben kann (auf die Erträge bezogen).

Der Grund für das lästige Dasein der Bremse ist, dass sie es auf Blut abgesehen hat. Im Prinzip ist es also eine Art Stechmücke, allerdings ist der Stich im direkten Vergleich deutlicher zu spüren und er ist auch schmerzhafter. Bei der Heilung gibt es ebenfalls einen Unterschied, denn Bremsenstiche verheilen im schlechtesten Fall erst nach rund zwei Wochen.

Allergiker und Nicht-Allergiker

Die Bremse „klebt“ im wahrsten Sinne des Wortes auf der Haut und lässt sich dadurch auch nicht oder nur schwer verscheuchen. Kommt es zu einem Stich, dann ist dieser zwar eindeutig zu spüren, jedoch geht in der Regel keine Gefahr aus. Sollten die Schmerzen allerdings sehr deutlich sein und kommt es zu einer überdurchschnittlich großen Anschwellung, dann ist der Gang zum Arzt unbedingt anzutreten. Auch muss man zwischen Allergiker und Nicht-Allergiker unterscheiden, denn im ersten Fall kann durchaus eine lebensgefährliche Situation entstehen. Schuld ist die allergische Reaktion, die zu Atemnot, Schockzuständen oder auch zu Schwellungen führen kann. Ist die Allergie bekannt, dann ist das Mitführen eines entsprechenden Notfallsets Pflicht.

Bei Nicht-Allergiker besteht diese Gefahr nicht, Schmerzen und ein starker Juckreiz sind aber trotzdem die Folge von einem Bremsenstich. Auch darf man nicht vergessen, dass Bremsen Lyme-Borreliose, Tularämie und Milzbrand übertragen können (mechanische Übertragung).

3 Tipps, die nach einem Stich helfen

Ein Bremsenstich ist spürbar und schmerzhaft, Symptome sind Juckreiz, Schwellung, Schmerz und Nachbluten. Um das Ganze besser zu überstehen, gibt es mehrere Tipps. Man könnte meinen, dass die Kühlung der Einstichstelle einer davon ist, doch die effektivere Entscheidung ist Hitze. Für den Juckreiz ist nämlich ein Protein verantwortlich, dass das Insekt im Zuge des Stichs abgibt. Ab etwa 40 Grad ist es aber so, dass dieses Protein zerstört wird. Man kann also zum Beispiel einen Teelöffel erwärmen und auf die Einstichstelle legen. Natürlich darf es nicht zu heiß sein, denn verbrennen möchte man sich schließlich auch nicht.

Kratzen ist eine typische Folge bei Juckreiz, allerdings ist genau das eine falsche Entscheidung. Wenn nämlich irgendwelche Schmutzpartikel eindringen, dann kann sich der Stich entzünden. Das Problem besteht vor allem bei Kindern, ihnen sollte das Ganze einfach genau erklärt werden (sofern es das Alter schon zulässt).

Der Juckreiz lässt sich nicht nur mit Hitze, sondern auch mit Dimetindenmaleat lindern. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der das Histamin (für die Reizempfindung verantwortlich) von den Rezeptoren trennt. Als besonders effektiv haben sich Gels ausgezeichnet, da sie automatisch einen zusätzlichen Kühl-Effekt mitbringen.


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