Samstag , 13 August 2022
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Asiatischer Wohnstil – Fremdartig und doch vertraut

Asiatischer Wohnstil – Fremdartig und doch vertraut

Der asiatische Kontinent übt auf uns seit je her seine einzigartige Anziehungskraft aus und beflügelt unsere Fantasie wie kein anderer. Das Fremde und Exotische faszinierte schon unsere Vorfahren. Sie brachten von ihren Reisen wahre Schätze fernöstlicher Einrichtungsgegenstände, Schmuck und Accessoires zu uns mit und trugen so dazu bei, den asiatischen Wohnstil auch in Deutschland zu verbreiten. Seine Beliebtheit ist bis heute ungebrochen. Kaum eine Wohnung ist völlig ohne asiatische Dekorationsobjekte eingerichtet. Fernöstlich gestaltete Räume strahlen Exotik und Eleganz aus. In ihnen schwingt Sehnsucht und ein Hauch Mystik. Gleichzeitig sind sie gemütlich und uns doch sehr vertraut.

Asien, der flächengrößte und einwohnerstärkste Kontinent der Welt, erstreckt sich vom Ural-Gebirge im Westen bis zum Pazifik im Osten und vom indischen Ozean im Süden bis zum arktischen Ozean im Norden. Nirgendwo sonst leben so viele unterschiedliche Völker so nahe beieinander. Da ihre Kulturen sehr verschieden sind, kann nicht von einen bestimmten klar definierten asiatischen Wohnstil gesprochen werden.

Vielmehr reicht die Bandbreite der Stilrichtungen innerhalb dieser ganz eigenen Wohnwelten von schlichten und geradlinigen Designs bis hin zu verspielten und natürlichen Elementen. Gerade deshalb kann der asiatische Wohnstil mit fast allen anderen Stilrichtungen kombiniert werden. Egal ob traditionelle Designliebhaber, moderne Minimalisten oder Anhänger des orientalischen Farbenrausches, jeder kann seine Einrichtung mit gezielt gesetzten fernöstlichen Akzenten bereichern.

Asiatische Einrichtung

Asiatische Einrichtung im schlichten geradliningen Design – Urheberrecht: vicnt / 123RF Stockfoto

 

Farbliche Gestaltung

Hauptsächlich Indien, China, Japan, Nepal und die Länder Südostasiens prägen den asiatischen Einrichtungsstil und lassen typisch fernöstliche Farbkombinationen je nach Herkunft entstehen:

[su_box title=“Farben:“ box_color=“#1a65df“ title_color=“#090000″ radius=“5″] Indien: farbenprächtig, leuchtende, intensive Farben
Japan: Schwarz, Weiß und Rot, zarte Pastellfarben
Zen-Stil: Anthrazit, Weiß, Wenge (dunkles Braun)
China: Gelb und zum Teil Rot. Gelb steht in China für Ausgeglichenheit und Neutralität, weshalb viele Tempel und Büroräume gelb farbig gestrichen sind.[/su_box]

Alle diese Farbkombinationen, mit Ausnahme der indischen, passen gut zu gedeckten Farben und Pastelltönen. Für die Wände bieten sich helle Farben wie Weiß oder Creme an. Leichte, unscheinbare Blumenmuster sind geeignete Tapetenmuster.

Asiatische Möbel

wunderschönes rotes TV-Lowboard aus China, erhältlich bei asienhaus-berlin.de – Bild: Screenshot

Typische Materialien des asiatischen Wohnstils

So wie der gesamte Lebensstil der Asiaten Natur und natürliche Elemente integriert, um dadurch Ausgewogenheit zu schaffen, wird auch bei der Auswahl der Materialien für die Wohnungseinrichtung bevorzugt auf leicht zu verarbeitende fernöstliche Naturmaterialien zurückgegriffen.

Natürlichkeit und Funktionalität bestimmen das Erscheinungsbild der Möbel. Aus den dunklen asiatischen Holzarten wie Mango-, Sandel- und chinesischem Ulmenholz gefertigt, mit Bronze- und Messingbeschlägen versehen, werden sie oft naturbelassen oder mit in den Herkunftsland typischen Farben lackiert. Eine gute Auswahl asiatischer Möbel findest du unter www.asienhaus-berlin.de.

Gesunder Kork, warmes Parkett oder strapazierfähiger Bambus sind die Naturmaterialien für Böden mit asiatischem Charakter.

Das Material Bambus lässt sich vielfältig einsetzen: In der Dekoration, in Platzsets auf dem Tisch oder in Matten zum Sitzen auf dem Boden. Die traditionell mit Shoji-Papier bespannten Trennwände aus Bambus sind bestens geeignet als Abtrennung großer Räume oder zu ihrer optischen Verkleinerung. Außerdem verleihen sie Räumen Leichtigkeit.

Für die Dekoration wird ebenfalls auf die Natur zurückgegriffen: Neben Steinen, Grünpflanzen und Blüten werden auch hochwertige Seide und edles Porzellan, beide haben ihren Ursprung in Asien, geschätzt.

Typische Einrichtungselemente

Bei der Verwendung von Wohnaccessoires gilt das Motto: Weniger ist mehr. Deshalb sollten nur ein paar wenige Stücke ausgewählt werden. Beispielsweise solche, die dir gut gefallen oder mit denen du ganz besondere Erinnerungen verbindest.

  • Abbildungen, Büsten, Statuen der Gottheiten Buddha, Shiva und Laozi
  • chinesischer Hochzeitsschrank mit Messinggriffen
  • bodennahe Beistelltische
  • bestickte Kissen und Decken aus Seide
  • Matten aus Bambus oder Reisstroh (Tatami)
  • asiatische Schriftzeichen
  • Lackarbeiten
  • Lampions und Trennwände aus Shoji-Papier
  • Masken asiatischer Symbolfiguren
  • Grün- und Blühpflanzen, Blüten wie Orchideen, Lotus- und Kirschblüten, Bambus
  • reich verziertes, edles Porzellan
  • Räucherstäbchen
  • Steine
  • Symbolfiguren: (Holz-) Elefant, Drache
  • Fächer

Zu beachten gilt lediglich, ob das Einrichtungselement zum gewählten Wohnstil passt. Hinduistische Statuen beispielsweise passen weniger gut zum farbneutralen Zen-Stil. Bilder gibts hier.

Asiatische Symbole

Die fernöstliche Kultur kennt die Kraft von Symbolen und setzt sie entsprechend bewusst ein. Bei uns finden die asiatischen Symbole der unterschiedlichen Stilrichtungen hauptsächlich wegen ihres Aussehens Verwendung als Dekorationselement. Die Gottheiten Buddha (Buddhismus), Shiva (Hinduismus) und Laozi (Daoismus) verkörpern als Statuen und Büsten die asiatischen Religionen. Auch der Drache geniest in Fernost einen besonderen Stellenwert und wird dort als Gottheit, Schutzpatron und Gestaltwandler verehrt. Kissen, Porzellan, Möbel und Lampions werden häufig mit ihm verziert. Die künstlerisch wirkenden asiatischen Schriftzeichen werden sowohl aufgrund ihrer Bedeutung als auch einfach als Zierde gerne eingesetzt. Sie können sich auf Lampions, Möbel, Wandtattoos und sonstigen Dekorationsartikel befinden.

asiatische Lampions

Asiatische Lampions zaubern Atmosphäre – Urheberrecht: andygen / 123RF Stockfoto

 

Indischer Wohnstil – bunte Farben, dunkle Hölzer

Beim indisch geprägten Wohnstil werden kräftige Farben, wie Orange, Rot und Braun mit dunklen Hölzern kombiniert. Die Herstellung von typisch verzierten Möbeln ist in Indien eine alte Handwerkskunst. Echte indische Möbel sind deshalb oft sehr teuer.  Gute Imitate aus Echtholz bieten Möbelhäuser und Online-Shops an, sind allerdings immer noch relativ teuer in der Anschaffung. Günstiger lässt sich der indische Wohnstil gestalten, wenn dafür zunächst nur Wohnaccessoires verwendet werden. Alte Holzschränke können dunkel gestrichen, Tische und Sofas mit indischen Tüchern bedeckt werden. Tief rote oder orange Wände kombiniert mit Messing farbigen Kerzenhaltern, Schüsseln, Tabletts und Symbolfiguren wie hölzerne Elefanten runden das indische Erscheinungsbild ab.

indische Wohnaccessoires aus Holz

der indische Wohnstil ist oftmals sehr edel – Urheberrecht: im_kenneth / 123RF Stockfoto

 

Die chinesische Art

Chinesische Möbel werden meist aus Ulmen- oder Fichtenholz hergestellt, das mit rotem, schwarzem oder weißem Lack überzogen wird. Die oft kreisförmigen Griffe von Türen und Schubladen sind mit Metall beschlagen. Die besonders bekannten und beliebten chinesischen Hochzeitsschränke oder auch große Kommoden und Sideboards sind echte Eyecatcher und sollten entsprechend einzeln platziert werden. Der chinesische Einrichtungsstil wird am geschmackvollsten erreicht, wenn nur eines dieser schönen Möbelstücke in Szene gesetzt wird. Dies geschieht mit roten oder schwarzen Farbakzenten. Zusätzlich unterstützen Wohnaccessoires wie Fächer, Bilder, Figuren in Weiß, Gold, Schwarz oder Rot den fernöstlichen Gesamteindruck. Um nicht von der Wirkung des außergewöhnlichen Möbelstücks abzulenken, sollte auf Muster in Textilien und Teppichen verzichtet werden.

Sideboard aus China

wunderschönes antikes Sideboard aus China – Bild: Screenshot

Japanischer Stil – Reduzierung aufs Wesentliche

Wie kaum in einem anderen Land vermischt Japans Kultur Tradition und Moderne. Die Beschränkung auf das Nötigste bildet das Kernstück der traditionellen japanischen Wohn- und Einrichtungskultur. Die Funktion eines Raumes wird im Detail hervorgehoben, auf schmückende Accessoires wird fast vollständig verzichtet. Mit Papier bespannte Schiebetüren, Sitzkissen oder Bodenstühle und niedrige Tische sind die traditionellen Einrichtungsgegenstände. Während traditionelle Möbel in Holztönen gehalten sind, kommen zu den klaren Linien der modernen Möbel Schwarz und Weiß hinzu. Dieser Wohnstil ist leicht nachzuempfinden, indem ein Raum nur mit dem nötigsten Mobiliar versehen wird. Das wenige Accessoire kann aus einem Teeservice aus Porzellan oder einer einzelnen Blume in einer Vase bestehen.

Gusseiserne Teekanne

Japanische Teekannen versprühen japanisches Flair – Urheberrecht: klenova / 123RF Stockfoto

Der asiatische Wohnstil setzt der Fantasie so gut wie keine Grenzen. Wenn auf Schlichtheit, Naturverbundenheit, Harmonie und Ruhe geachtet wird und die Farben mit Bedacht ausgewählt werden, entsteht eine harmonische, ruhige und gleichzeitig Kraft spendende Oase, die zur inneren Einkehr, zur Entspannung und zum Abschalten vom täglichen Stress und Hektik des modernen Lebens einlädt.

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