Donnerstag , 16 August 2018
Startseite » Gesundheit & Wellness » Besuch beim Frauenarzt – alles halb so schlimm!
Besuch beim Frauenarzt – alles halb so schlimm!
Die Vorsorge beim Frauenarzt ist wichtig für deine Gesundheit.

Besuch beim Frauenarzt – alles halb so schlimm!

Einmal im Jahr sollte sich jede Frau gynäkologisch untersuchen und ihre Gesundheit checken lassen. Schon im Vorfeld ist dir die Terminvereinbarung unangenehm und du willst eigentlich gar nicht zum Gynäkologen gehen. Schließlich ist ja alles in Ordnung, wie dir das Bauchgefühl sagt.

Doch die Vorsorge ist nicht zu unterschätzen und wenn alles in Ordnung ist, brauchst du dich vor der Untersuchung nicht zu fürchten und kannst den Termin gelassen und in Ruhe vereinbaren. Am Tag des Termins solltest Du duschen und dabei auf die Verwendung parfümierter und scharfer Duschgels oder Intim-Reinigungslotions verzichten und milde, die Schleimhaut nicht reizende Produkte bevorzugen.

Der reibungslose Ablauf vor der Untersuchung

Wichtig ist, dass du am Vorabend vor der Untersuchung kein Verhütungsgel oder ähnliche Verhütungsmittel benutzt. Denn diese können die Untersuchung erschweren und verbleiben in der Scheide, wodurch der Gynäkologe die Untersuchung unter erschwerten Bedingungen durchführen muss. Ebenso sollte der Menstruationskalender bei der Terminvereinbarung zur Hand sein, sodass du einen Termin außerhalb deiner Periode vereinbarst und den Termin nicht aus diesem Grund absagen musst.

Den Termin kannst du telefonisch oder bei vielen Gynäkologen auch online vereinbaren und wirst nach folgenden Angaben gefragt:
  • Anlass des Termins
  • schwanger oder nicht schwanger
  • letzte Regel
  • und Auffälligkeiten.

Wenn es sich um eine Vorsorge- und Routineuntersuchung handelt, bleiben weitere Fragen in der Regel aus und du bekommst einen Termin für die Untersuchung. Ehe der Gynäkologe mit dem Check beginnt, wird er einige weitere Fragen stellen und auch Informationen zum Allgemeinbefinden, eventuell zu Veränderungen und Schmerzen beim Sex oder zu Menstruationsproblemen stellen. Die ehrliche Beantwortung der Fragen ist ausschlaggebend, damit der Arzt seine Untersuchung auf dich abstimmen und entsprechend deiner Angaben ausrichten kann. Wenn du selbst Fragen hast oder etwas wissen möchtest, kannst du sowohl vor, während und auch nach der Untersuchung jederzeit fragen und deine Unsicherheiten aus der Welt räumen.

Tipp: Mit ehrlichen Antworten und Ihren Fragen lenkst du die Untersuchung in die Richtung, die präzise auf dich abgestimmt ist und kannst dir sicher sein, dass der Gynäkologe eventuelle Probleme abklärt und dir hilft. Bist du bei der Untersuchung entspannt, wird diese nicht unangenehm sein und dir keine Schmerzen oder Unwohlsein bescheren.

Die Grunduntersuchung als umfassender Check

Zur Untersuchung musst du dich untenherum frei machen und dich auf den gynäkologischen Stuhl setzen. Aus hygienischen Gründen legt der Arzt ein Stück Papier auf die Sitzfläche, auf dem du Platz nehmen und dich entsprechend der Anweisung positionieren musst.

Die Untersuchung umfasst sämtliche:
  • äußeren Geschlechtsteile
  • den Muttermund und das Scheideninnere
  • einen Zellabstrich vom Gebärmutterhals zur Krebsvorsorge
  • die Eileiter und Gebärmutter
  • sowie einen Ultraschall
  • und die Brustuntersuchung.

Früher hat der Gynäkologe die Untersuchung der Brust oftmals nur auf Wunsch der Patientin durchgeführt, heute gehört diese zur Krebsvorsorge und ist Bestandteil der Grunduntersuchung beim Frauenarzt. Die Untersuchungen dauern nicht lange und verursachen in der Regel keine Schmerzen. Sollte ein Untersuchungsschritt unangenehm sein oder gar einen Schmerz verursachen, teilst du es dem Arzt mit und er wird den Aspekt in die Diagnostik einfließen lassen.

Schmerzen oder ein unangenehmes Ziehen bei der vaginalen Untersuchung muss dich nicht beunruhigen und ist ganz normal, da du wie die meisten Patienten auf dem Untersuchungsstuhl unentspannt bist und die Muskeln verkrampfst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich dadurch ein Schmerz einstellt, wenn der Gynäkologe das Scheideninnere untersucht und sich mit dem Spreizer und seinen Fingern Einlass verschafft.

Ist die Untersuchung abgeschlossen ziehst du dich wieder an und der Arzt führt im Anschluss ein Gespräch mit dir. In diesem teilt er dir die bereits vorhandenen Untersuchungsergebnisse mit und weist dich darauf hin, dass der genommene Abstrich ins Labor geschickt und dort auf Veränderungen untersucht wird. Das Ergebnis erhältst du meist 2 bis 3 Tage nach dem Termin beim Gynäkologen und kannst es telefonisch erfragen. Bei einem Abstrich ohne Befund wird dir das Ergebnis am Telefon mitgeteilt. Sollte der Befund eine Notwendigkeit eines neuen Termins nach sich ziehen, wird dir der Gynäkologe am Telefon einen Termin zur Beratung vorschlagen und die Diagnose mit dir persönlich besprechen.

Besuch beim Frauenarzt

Angstpatientin? So behältst du die Ruhe!

Ist dir vor der gynäkologischen Untersuchung unwohl und hast du aus diesem Grund eine Prävention bisher immer herausgeschoben oder gänzlich vermieden, solltest du spätestens ab dem 30. Lebensjahr umdenken. Keine Frau geht gerne zum Gynäkologen, doch ist die Angst unbegründet und die Untersuchung selbst nicht schmerzhaft. Oftmals ist es auch nicht die Angst vor dem Schmerz, sondern eine natürliche und teilweise anerzogene Scham, die dich an der Offenheit und Gelassenheit für einen Besuch beim Frauenarzt hindert.

Mit diesen Gedanken kannst du ganz einfach abschließen, in dem du dir folgende Fakten vor Augen hältst und den Gynäkologen mit Bedacht auswählst. Ist Dir ein Mann unangenehm, vereinbare einen Termin mit einer Gynäkologin und bereitest dich auf die Untersuchung vor.

  1. Es gibt nichts, was dir peinlich sein muss.
  2. Es gibt nichts, was der Gynäkologe noch nicht gesehen hat.
  3. Beachte die Hygiene vor dem Besuch.
  4. Vereinbare einen Morgentermin und vermeide Termine, zu denen Du nach der Arbeit hetzen musst.
  5. Ziehe einen Rock an und du musst dich nicht vollständig zur Untersuchung entkleiden.

Die Scham auf dem Stuhl ist etwas ganz Normales und wird von den meisten Frauen geteilt. Vor allem, wenn du in einer Hose zum Gynäkologen gehst und dich demzufolge vollständig entkleiden musst. Mit einem längeren Rock gehst du dem Problem aus dem Weg und ziehst lediglich den Slip, beziehungsweise die Strumpfhose aus und fühlst dich im Rock geschützter und nicht vollständig entblößt.

Mit der Regelmäßigkeit kommt die Routine

Gehst du jährlich zum Check und lässt dich vom Gynäkologen untersuchen, stellt sich bereits nach dem ersten Besuch einer Routine ein. Du spürst, dass die Untersuchung nicht so schrecklich ist, wie du es dir vorstellst und wirst den nächsten Termin ohne vorherige Kreislaufprobleme und unbegründete Aufregung wahrnehmen. Die Vorsorgeuntersuchung ist wichtig, um dich vor Erkrankungen und unerkannten Veränderungen in deinem Körper zu schützen. Durch die Früherkennung leistest du einen effektiven Beitrag für deine Gesundheit und schließt aus, dass kleinere Probleme zu einer großen Beeinträchtigung werden und der Gynäkologe dir sagt, dass eine notwendige Behandlung vor einem oder vor zwei Jahren eine einfache Angelegenheit gewesen wäre.

Der erste Besuch beim Frauenarzt

Bilder:
Titelbild – Urheberrecht: antoniodiaz / 123RF Stockfoto
Beratung beim Frauenarzt – Urheberrecht: auremar / 123RF Stockfoto


Über Linda