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Blutflecken entfernen

blutflecken entfernenOb Nasenbluten oder Sturz: Schnell ist es passiert und auf der blütenweißen Bluse ist auf einmal ein unschöner Blutfleck. Nur wie wird man ihn wieder los? Wir verraten, was wirklich hilft und wovon ihr die Finger lassen solltet.

Wer auf einem Kleidungsstück Blutflecken entdeckt, greift meist zu einer naheliegenden Lösung: Ab damit in die Waschmaschine! Was die wenigsten wissen: Damit verschlimmern Sie das Problem, anstatt es zu lösen. Der Grund dafür ist ziemlich simpel. In der Regel wäscht man seine Kleidung mit Temperaturen ab 40 Grad aufwärts. Nur ist warmes Wasser für das Entfernen von Blut überhaupt nicht geeignet. Kommt Blut nämlich mit warmem Wasser in Kontakt, gerinnt das darin befindliche Eiweiß. Die Folge: Der Fleck lässt sich noch schlechter entfernen als zuvor!

Immer kaltes Wasser verwenden

Blutflecken solltet ihr also grundsätzlich mit kaltem Wasser zu Leibe rücken. Sollte es sich noch um einen frischen, nicht eingetrockneten Fleck handeln, hilft sogar die alleinige Behandlung mit kaltem Wasser. Einfach das verschmutzte Kleidungsstück unter laufendes, kaltes Wasser halten und ordentlich ausspülen. Übrig bleiben dann nur noch schwache Restflecken, die sich problemlos mit der nächsten Wäsche mit einem Vollwaschmittel entfernen lassen.

Aspirin als Geheimtipp

Komplizierter wird es hingegen, wenn die Blutflecke bereits eingetrocknet sind. Dann muss ein echter Geheimtipp ans Werk: Aspirin-Tabletten. Was sich zunächst vielleicht wenig sinnvoll anhört, erklärt sich, wenn man sich vor Augen führt, welche Wirkung Aspirin auf Blut hat. Es wirkt verdünnend. Verwenden lassen sich natürlich nicht nur Aspirin-Tabletten, sondern alle Medikamente, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure beinhalten. Die Vorgehensweise ist dabei denkbar einfach. Sie lösen die Kopfschmerztablette in kaltem Wasser auf und legen das Kleidungsstück mit dem Fleck hinein. Je mehr Wasser dabei verwendet wird, desto geringer ist natürlich auf Grund der Verdünnung die Wirkung. Falls möglich sollte man also nur eine breite Tasse verwenden, diese mit Wasser füllen, eine Tablette auflösen und nur den verschmutzten Teil der Kleidung hineingeben.

Andere Hausmittel

Stöbert man in den zahlreichen Internetforen, in denen Nutzer ihre Tipps zu den besten Hausmitteln zur Blutfleckbekämpfung zum Besten geben, findet man unzählige vermeintliche Wundermittel. Dazu zählt beispielsweise das Einweichen in Milch oder das Einreiben mit Eiswürfeln. Grundsätzlich können solche Tipps natürlich ebenso wie die Behandlung mit kaltem Wasser bei frischen Blutflecken funktionieren, doch bei eingetrockneten Flecken sind sie wertlos.

Mit Backpulver bestreuen

Ein praktisches Mittel, um selbst eingetrockneten Blutflecken den Garaus zu machen, findet sich bei den Zutaten für Torten und Kuchen: Backpulver. Hierbei benetzen Sie die Stelle mit dem Fleck mit etwas kaltem Wasser und schütten etwas Backpulver darauf. Anschließend kommt es zu einer interessanten chemischen Reaktion. Das Backpulver schäumt mit dem Wasser auf und bindet dabei die Blutpartikel. Auf diese Weise lassen sich selbst eingetrocknete, hartnäckige Flecken sicher entfernen. Allerdings ist hierbei etwas Geduld gefragt denn ihr sollte mit einer Einwirkungszeit von rund zwei Stunden rechnen. Anschließend entfernt ihr vorsichtig mit einem Tuch die Backpulverreste und gebt das Kleidungsstück, auf dem jetzt nur noch ein schwacher Restfleck zu sehen sein sollte, in die Wäsche bei 60 Grad.

Bei Sofas und Teppichen

Grundsätzlich lassen sich kaltes Wasser, Aspirin und Backpulver nicht nur bei Kleidung verwenden, sondern auch bei Sofas oder Teppichen. Allerdings ist es hier manchmal etwas schwierig, die Flecken in Wasser einweichen zu lassen. Doch zum Glück gibt es Alternativen. Alles, was ihr braucht, ist ein Mikrofasertuch, kaltes Wasser und Salz. Füllt eine Schüssel mit kaltem Wasser und gebt einige Esslöffel Salz hinzu. Nehmt nun das Mikrofasertuch, befeuchtet es mit dem Salzwasser und tupft die verschmutzte Stelle vorsichtig ab. Auf keinen Fall solltet ihr versuchen, den Fleck zu verreiben, denn so erzielt ihr nur den Effekt, dass ihr die Blutpartikel tiefer in das Gewebe einreibt. Dieses Abtupfen müsst ihr viele Male wiederholen. Nehmt dabei immer eine neue, noch nicht beschmutzte Stelle des Mikrofasertuchs. Mit jeder Behandlung wird der Blutfleck schwächer, bis ihr ihn endgültig entfernt habt! Und wem das alles zu aufwändig ist: Im Handel findet ihr auch professionelle Reiniger, die speziell für das Entfernen von Blutflecken entwickelt wurden – bei Kleidung und bei anderen waschbaren Materialien!

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