Mittwoch , 17 Juli 2019
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Das hilft bei Pickeln und Mitessern
Bildquelle: Subbotina-Anna-Fotolia.com

Das hilft bei Pickeln und Mitessern

Pickel und Mitesser weg kriegen

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Auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen macht wohl fast jeder einmal die Bekanntschaft mit Pickeln und Mitessern. Dies ist ganz normal und nach der Pubertät meist ausgestanden. Ärgerlich ist es jedoch, wenn man auch im Erwachsenenalter mit unreiner Haut Probleme hat. Betroffene schämen sich dann häufig für ihr Aussehen, obwohl die Probleme nicht auf mangelnde Hygiene zurück zu führen sind. Aber was tun gegen die lästigen Hautunreinheiten?

Nur ein Pickel oder Akne?

Wer über einen längeren Zeitraum, auch über die Pubertät hinaus mit Pickeln und Mitessern zu kämpfen hat, der kann fast davon ausgehen, dass er an Akne leidet. Akne ist eine sehr häufig vorkommende Hauterkrankung, die allerdings sehr gut behandelt werden kann. Dafür sollte es selbstverständlich sein, zunächst einmal einen Hautarzt aufzusuchen, der eine kompetente Diagnose stellen kann. Oft kann dieser dann auch ein geeignetes Mittel verschreiben, mit dem die lästige Problemhaut sich bald bessert. Sicher geht niemand gerne wegen eines einzelnen Pickel gleich zum Arzt. Das ist verständlich. Dennoch kann eine frühe Behandlung der Akne durchaus Erfolg versprechen und man bleibt von hässlichen Narben verschont, die einen sonst ein Leben lang begleiten würden. Zudem kann der Hautarzt sicher auch Tipps zur Hautpflege geben.

Wo liegen die Ursachen für Akne?

Akne kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen spielt die genetische Veranlagung hier eine entscheidende Rolle. Haben Vater oder Mutter Probleme mit der Haut, so haben meist auch die Kinder welche. Zum anderen entstehen Mitesser und andere Hautunreinheiten durch eine gesteigerte Talgproduktion, die oft ein Mitläufer einer Hormonumstellung ist. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade Jugendliche in der Pubertät, Schwangere oder Frauen kurz vor der Menstruation besonders betroffen sind. Aber auch verschiedene Lebensumstände, wie häufiger Stress und Schlafmangel, ein geschwächtes Immunsystem oder Nikotinkonsum können dazu beitragen, dass sich die Symptome der Akne verstärken. Nicht richtig ist allerdings, dass mangelnde Körperhygiene dazu beiträgt, dass man vermehrt mit Pickeln und Mitessern zu kämpfen hat.

Wie entsteht ein Pickel?

Wenn zu einer gesteigerten Talgproduktion noch eine Störung der Verhornung der Haut hinzu kommt, kann ein Pickel schnell entstehen. Wird nämlich zuviel Hornhaut über den Poren gebildet, kann der Talg nicht mehr ungehindert abfließen und ein Mitesser entsteht. Auf der Haut sind immer verschiedene Bakterien vorhanden, die aber im Normalfall nichts ausmachen. Siedeln sich diese Bakterien aber bei dem Mitesser an, kann dieser sich entzünden und so entsteht dann aus dem Mitesser ein Pickel. Wer an fettiger Haut leidet, sollte darauf achten, dass nicht noch eine fettige Hautpflege aufgetragen wird, denn damit schafft man einen Zustand, in dem sich die Bakterien besonders gut verbreiten können.

Was hilft gegen Akne?

Viele im Handel erhältlichen Produkte werden stark beworben, so dass der Eindruck entstehen kann, dass diese Mittel auch tatsächlich helfen. Fest steht, dass es nicht schaden kann, wenn man seiner Haut bei Akne eine besondere Pflege zukommen lässt. Die Problemhaut mit einem Gesichtswasser von überschüssigem Fett zu befreien und eine Tagespflege zu benutzen, die nicht fettet, das kann sicher schon dazu beitragen, dass das Hautproblem eingedämmt wird. Aber man sollte nicht auf die fachmännische Beurteilung des Problems durch einen Dermatologen verzichten. Dieser hat die Möglichkeit Mittel mit verschiedenen Wirkstoffen zu verordnen, die sich schon seit Jahren bewährt haben. So kann eine Antibiotikatherapie gegebenenfalls genauso helfen, wie eine Salbe mit Salicylsäure oder Benzoxylperoxid. Während das Antibiotikum die verantwortlichen Bakterien abtötet, ist Salicylsäure verantwortlich dafür, dass die Verhornung gelöst wird. Das Benzoxylperoxid hingegen kümmert sich um beides. Aber dem Hautarzt stehen auch noch weitere Medikamente und Wirkstoffe zur Verfügung. Welches Präparat und welche Dosierung allerdings im Einzelfall richtig ist, kann nur der Arzt entscheiden. Dies hängt auch vom Schweregrad der Akne ab. Daher sollte in jedem Fall ein Dermatologe aufgesucht werden, damit man einen baldigen Erfolg verbuchen kann.

Können Hausmittel bei Akne helfen?

Schon seit Jahren sind die verschiedensten Tipps im Umlauf, was wohl gegen Akne helfen könnte. Dabei kann man aber auch manches falsch machen. So ist beispielsweise der Tipp, Zahnpasta auf den Pickel aufzutragen, nicht wirklich gut. Die Hautunreinheit trocknet dadurch zwar aus, aber Inhaltsstoffe, wie Menthol, können die Haut auch zusätzlich reizen. Selbstverständlich kann man auch schadlos Unmengen von Brennnessel Tee trinken, aber ob das eine wirkliche Hilfe ist bleibt fraglich. Auch Teebaumöl wird oft hoch gelobt. Dies sollte allerdings mit Vorsicht und nur verdünnt angewendet werden. Was helfen kann, ist zum Beispiel eine Maske aus Heilerde, die den überschüssigen Talg aus der Haut aufnimmt. Außerdem kann man Grüntee oder Kamillentee aufsetzen und die Haut damit tagsüber betupfen. Sowohl Kamille als auch Grüner Tee wirken entzündungshemmend. Egal, welches Hausmittel man ausprobieren möchte, das sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Denn die Hausmittel können eine ärztliche Behandlung keinesfalls ersetzen, sonder höchstens unterstützen.

Hängt Akne mit falscher Ernährung zusammen?

Immer wieder wird erzählt, dass Schokolade die Bildung von Akne fördert. Dies konnte bisher allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Also muss man auf ein Stückchen Schokolade zwischendurch auch nicht verzichten. Was man dagegen heraus gefunden hat, ist dass sich bei Probanden, die in der Woche drei Portionen Milch zu sich genommen haben, das Aknerisiko verdoppelt hat. Auch B-Vitamine, die in Energy-Drinks und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, können das Krankheitsbild verschlechtern. So bleibt also festzuhalten, dass Akne nicht grundsätzlich mit falscher Ernährung zusammen hängt. Allerdings sollte man dennoch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Das stärkt das Immunsystem und schaltet so einen wichtigen Risikofaktor aus.

Was unterstützt die Heilung?

Wer Mitesser bei sich bemerkt, der sollte diese nie selber ausdrücken. Viel besser ist es, wenn man dies einer erfahrenen Kosmetikerin überlässt. Macht man dies schon im Frühstadium, kann eine Entzündung oft vermieden werden. Nun sollte man auch dafür sorgen, dass möglichst wenige Bakterien auf die Gesichtshaut gelangen, um Entzündungen zu vermeiden. Dabei hilft folgendes:

  • Die Hände haben im Gesicht nichts zu suchen! Möglichst nicht ins Gesicht fassen!
  • Hände häufig waschen, damit sie bei Berührungen mit dem Gesicht sauber sind!
  • Handtücher häufig wechseln! Hier siedeln sich Bakterien an
  • Mit dem Handtuch das Gesicht lieber abtupfen anstatt zu rubbeln
  • Puderschwämmchen und Make-up Pinsel häufig wechseln, auch hier sind Bakterienherde

Neben diesen Maßnahmen sollte auch die Hautpflege mit dem Arzt abgesprochen werden. Grundsätzlich gilt, dass die Pflegeprodukte möglichst fettfrei sein sollten. Außerdem sollte man Pflegeprodukte verwenden, die für empfindliche Haut geeignet und PH-hautneutral sind. Eine gründliche Reinigung des Gesichtes sollte selbstverständlich sein, besonders wenn man sich gerne schminkt. Denn die Reste der Schminke können sonst die Poren verstopfen und die Akne wieder fördern und Mitesser sprießen lassen.

So bekommt man die Akne in den Griff

Wir haben hier viele Tipps zusammengestellt, wie man die Akne in den Griff bekommen kann. Der wohl wichtigste Tipp ist dabei, dass man unbedingt einen Hautarzt aufsuchen sollte, wenn man Probleme mit Hautunreinheiten hat. Dies kann eine krankhafte Hautveränderung sein und Krankheiten sollten vom Fachmann behandelt werden. Scham ist unangebracht, denn Akne entsteht nicht durch mangelnde Körperpflege. Schließlich haben Hautärzte jahrelange Erfahrungen in der Aknebehandlung gesammelt und können so den Schweregrad der Erkrankung einschätzen, die richtigen Medikamente verschreiben und wichtige Tipps für die Unterstützung der Behandlung geben.


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