Dienstag , 12 November 2019
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Bürgerliche Küche mit weltmännischem Flair – Hausmannskost neu aufbereitet

Bürgerliche Küche mit weltmännischem Flair – Hausmannskost neu aufbereitet

Zurück zum Ursprünglichen! Dieser Trend setzt sich auch 2019 fort. Dies bedeutet aber nicht, dass sich die gewerbliche Küche auf längst aufgegebenen Gleisen bewegt. Das Gegenteil ist der Fall: Es ist die raffinierte Kombination zwischen Tradition und Innovation, die Ernährung sowohl für gesundheitsbewusste Entdecker so interessant macht.

Spannende Verbindungen in der Küche

Food Trends und traditionelle Küche sind längst kein Widerspruch mehr: Immer mehr Konsumenten legen Wert auf Bodenständiges, das zeitgerecht zubereitet ist. Hausmannskost wie deftige, schwere Eintöpfe werden leichter durch frische Zutaten aus dem Gemüsegarten. Hülsenfrüchte beschränken sich nicht mehr auf ihre Rolle in Suppen und Töpfen, sondern werden zu Patties, Teigwaren und Brot verarbeitet. Damit kommt die gewerbliche Küche zwei großen Interessensgruppen entgegen: Vegetarier wie Veganer profitieren von dieser Art des Kochens, aber auch all die, die die geliebten Speisen aus Kindheitstagen nicht vermissen möchten, sind gerne bereit, sie in anderen Varianten zu genießen. Fleisch gibt es als Beilage, so dass jeder auf seine Kosten kommt.

Saisonal und regional – mehr als Schlagworte

Die Foodtrends 2019 tendieren dazu, dass verstärkt Lebensmittel verwendet werden, die Saison haben und nach Möglichkeit aus der Region kommen. Gäste schätzen es, wenn sich ein Lebensmittel, sei es Fleisch, Fisch oder Gemüse, bis zum Ursprung zurückverfolgen lässt. Wer seine gewerbliche Küche danach ausrichtet, darf wachsendem Zuspruch entgegensehen. Dazu kommt für Gastronomen der wirtschaftliche Aspekt: Bei saisonalen Einkäufen, gibt es beste Qualität zum günstigeren Preis. Eine abwechslungsreiche Speisekarte ermöglicht diese Auswahl obendrein, und was ist spannender, als die Vorfreude auf erste Herbstgerichte oder beetfrische Salate im Frühjahr? Der absolute Genuss beim Essen stellt sich hier automatisch ein. Das Fieber muss sich keineswegs auf die Spargelsaison beschränken, das frische Kraut im Hochsommer ist ebenso ein Hochgenuss.

Mut zum Kontrast

Nicht nur Bewährtes ist 2019 gefragt, sondern auch der Mut, diese Gerichte neu zu definieren. Außergewöhnliches als Beilage, eine andere Kombination von Speisen, Dressings auf Früchtebasis oder Gemüsepüree ziehen Gäste an. Dabei ist Schlichtheit ebenso wichtig wie Raffinesse: Allzu viele Zutaten müssen es beim einzelnen Gericht keineswegs sein, viele Verbraucher möchten erst einmal wieder lernen, sich auf wenige Geschmackskomponenten einzulassen. Wie schmeckt Safran, wie anders als Weinessig präsentiert sich Himbeeressig auf der Zunge, was unterscheidet den Crêpes aus Kastanienmehl von dem aus Weizen oder Dinkel. Ernährung ist längst nicht mehr Mittel zum Zweck, sondern Freizeitvergnügen, in das achtsam gestartet werden will.

Häppchenvielfalt statt XXL

Sicher, das Riesenschnitzel, die extra große Bratwurst und All-you-can-eat werden auch 2019 nicht aus der Gastronomie verschwinden.

Hier wird jeder auf seine Weise fündig, unterschiedliche Menüs können miteinander kombiniert werden. Diese Essenskultur findet als Sharing und Snacking immer mehr Anhänger. Es wird probiert, genossen, sich ausgetauscht, und am Ende ist jeder Genießer angenehm satt. Wer mag, bestellt sich zum vielfältigen Gericht sein Steak oder das gegrillte Hähnchen. Auch Unverträglichkeiten ist durch die Vielfalt der Häppchen Rechnung getragen, jeder nimmt, was er mag und verträgt.

Das Auge isst mit – Grocerants erfreuen sich großer Beliebtheit

Als einen der Foodservice Trends 2019 bezeichnet das Magazin KTCHNrebel unter anderem die sogenannten Grocerants. Damit werden Lebensmittelgeschäfte bezeichnet, die als Mischform aus Supermarkt und Restaurant angesehen werden. Stationen mit fertig zubereiten Sandwiches, Coffeeshops oder frisches Sushi aus der kalten Küche sprechen die Gäste eher an als eine Tiefkühltruhe in der Ecke des Supermarkts. Für dieses Einkaufsfeeling sind Kunden auch eher bereit, mehr Geld auszugeben. Inspirationen, kreative Angebote, authentisch zubereitetes Essen sind für Gastronomen eine besondere Herausforderung.


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