Samstag , 14 Dezember 2019
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Der perfekte Espresso – so gelingt er mit einer Siebdruckmaschine!

Der perfekte Espresso – so gelingt er mit einer Siebdruckmaschine!

Espresso

Guter Espresso ist ein Genuss für Kaffeeliebhaber! – Urheberrecht: subbotina / 123RF Stockfoto

Eine zarte Crema, die gleichmäßig und sanft den Kaffee verdeckt und auf der Zunge vergeht ist, das Kennzeichen eines guten Espresso, der mit Sicherheit in einer Siebdruckmaschine gebrüht wurde. Espresso wird nicht nur getrunken. Espresso wird zelebriert und genossen.

Ebenso wie das beliebte Getränk für eine kleine Auszeit vom Alltag sorgt, ist auch die Zubereitung mit einer Siebdruckmaschine eine Hommage an den Kaffeegenuss. Um einen hochwertigen Espresso zuzubereiten, reicht es nicht, lediglich auf einen Knopf zu drücken. Siebdruckmaschinen sind das Gegenteil von Schnelllebigkeit. Schon das Prinzip der manuellen Zubereitung stellt alle Sinne auf Genuss ein. Dieser Artikel erklärt, wie aus einfachem Kaffee mit Hilfe einer Siebträgermaschine ein perfekter Espresso wird, der köstlich schmeckt und als kleine Auszeit für Entspannung sorgt.

Übung und Zeit

Siebträgermaschinen sorgen dafür, dass der Mensch den größten Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses haben kann. Um einen bestmöglichen Espresso zu brühen, benötigst du Übung und die Bereitschaft, Mühe sowie Zeit zu investieren. Die Belohnung erscheint dann in Form eines zarten Schaums und einer duftenden Verheißung darunter. Siebdruckmaschinen eignen sich nicht für Menschen, die Espresso nebenbei trinken und diesen möglichst schnell genießen möchten. Siebdruckmaschinen stehen für den langsamen Genuss und eignen sich nicht, um zeitnah mehrere Gäste mit einem Espresso zu versorgen. Deshalb erfordert das Bedienen einer Siebträgermaschine Übung und Zeit.

Die richtige Temperatur als erster Schritt:
  1. Das Grundprinzip der Espressozubereitung liegt darin, dass das Wasser die richtige Temperatur hat. Diese liegt, je nach Geschmack, zwischen 88-94 Grad. Am Anfang ist es ratsam, einen Temperaturmesser zu verwenden, um die richtige Temperatur zu erreichen. Mit ein wenig Übung erkennst du dann mit der Zeit, wann das Wasser die perfekte Temperatur erreicht hat. Die Wichtigkeit der Wassertemperatur mag zunächst übertrieben erscheinen, aber jeder Schritt der Espressozubereitung trägt zu dem perfekten Resultat bei.
  2. Neben der richtigen Wassertemperatur ist es auch wichtig, dass die Siebträgermaschine und die Teile, die Brühwasser führen, die richtige Betriebstemperatur haben. Lediglich das Wasser aufzuheizen ist nicht ausreichend. Die kleine Menge Wasser, die für einen Espresso benötigt wird, würde sehr schnell abkühlen, wenn sie mit der Brühgruppe und dem Siebträger in Kontakt kommt. Noch bevor der Kaffee mit dem Wasser in Berührung kommt, wäre dieses abgekühlt, was einem richtigen Espresso nicht gut bekommt, da dieser in wahrsten Sinne des Wortes „sauer schmecken“ würde.
  3. Espresso, der zu heiß gebrüht wurde, ist leicht erkennbar, denn er hat einen leicht bitteren Geschmack, ist an der dunkelbraunen, fast schwarzen und ungleichmäßig gefärbten Crema zu erkennen, die innerhalb von Sekunden zerfällt und den Kaffee sichtbar macht. Du kannst das Aufheizen der Siebträgermaschine ein wenig beschleunigen, wenn du das Wasser durch den leeren Siebträger pumpst. Wer eine Siebträgermaschine mit Hebel besitzt, sollte unbedingt den Siebträger unbedingt künstlich aufheizen. Ist die Wassertemperatur zu niedrig, so schadet das dem Geschmack, der bitter wird. Zu heißes Wasser widerrum schadet dem Kaffee und lässt diesen verbrennen. Beide Ergebnisse führen dazu, dass der Espresso einen schlechten Geschmack aufweist.
  4. Bei Zweikreismaschinen kann es vorkommen, dass die Wassertemperatur zu hoch wird, wenn die Maschine eine gewisse Zeit angeschaltet war, ohne einen Espresso zuzubereiten. Das überhitzte Wasser sollte deshalb aus dem Wärmetauscher abgelassen werden, bevor der Espresso zubereitet wird. Bei einem herausgenommenen Siebträger wird die Pumpe so lange laufen gelassen, bis das Wasser weder spritzt noch dampft. Bei Handhebelmaschinen benötigst du ein wenig mehr Geduld und musst warten, bis die Maschine abgekühlt ist. Mit nassen Handtüchern unter der Brühgruppe kann man sich aber behelfen und für eine schnellere Abkühlung sorgen. Handhebelmaschinen können auch etwas abgekühlt werden, wenn man ein Glas kaltes Wasser durch das Duschsieb in die Brühgruppe einhebelt. Weitere Informationen dazu finden sich hier.

Die Tassen und der Kaffee

Ein Espresso fühlt sich am wohlsten und schmeckt am besten in einer angewärmten Tasse, die aus dickwandigem Porzellan besteht und die Wärme gut speichert. Die 30 ml Espresso würden in einer kalten Tasse sehr schnell abkühlen, weshalb eine angewärmte Tasse wichtig für den Genuss ist. Mit dem Heißwasserbezug der Siebdruckmaschine kann die Tasse vorgeheizt werden. Um einen authentischen Espresso zuzubereiten, sollte der Kaffee kurz vorher gemahlen werden, denn so behält er die für die Crema wichtigen ätherischen Öle und sein Aroma. Das heiße Wasser wird innerhalb von 25 Sekunden über den Kaffee gebrüht, weshalb dieser frisch sein sollte. Der Kaffee sollte einen Mahlgrad haben, der der idealen Extraktionszeit von 25 Sekunden entspricht. Das erfordert ein wenig Übung, aber mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, in welchem Mahlgrad dir dein Espresso am besten schmeckt.

Espresso Tasse

Espresso schmeckt am besten in einer angewärmten Tasse, die aus dickwandigem Porzellan besteht. – Urheberrecht: subbotina / 123RF Stockfoto

Die Extraktion

Nachdem der Kaffee gemahlen ist, beginnt die Extraktion. Dabei wird das Kaffeepulver gleichmäßig zusammengepresst, denn so kann das durchfließende Wasser an allen Bereichen im Kaffeepuck dem gleichen Widerstand ausgesetzt werden. Ist das Kaffeepulver nicht gleichmäßig zusammengepresst, so sucht das Wasser den leichtesten Widerstand und fließt leicht durch. Das Ergebnis ist ein überextrahierter Kaffee, der bitter, aromalos ist und Crema vermissen lässt. Am besten kann der Kaffee mit einem Tamper (Kaffeepressstempel) bearbeitet werden. Mit dem Tamper wird das Kaffeemehl zusammengestampft, sodass es einen ebene Oberfläche vorweist.

Der Bezug wird gestartet

  • Sind alle Vorbereitungen getroffen, so kann die eigentliche Zubereitung mit der Siebdruckmaschine beginnen. Die Pumpe der Siebdruckmaschine wird für ein paar Sekunden eingeschaltet gelassen, denn so sorgen die ersten Tropfen des Brühwassers dafür, dass der Kaffee aufquellen kann ( so genannte „Vorbrühung“).
  • Nach ca. 5-10 Sekunden startet die Pumpe zum letztendlichen Bezug. Erkennbar ist das Starten an dem lauten Brummen der Pumpe, das allerdings zunehmend leiser wird. Zögerlich zeigen sich nun die ersten Tropfen im Auslauf des Siebträgers.
  • Nun geht es los und die Zeit läuft. 25 Sekunden bleiben, um einen perfekten Espresso zu erhalten. Beim ersten Mal ist es ratsam, eine Stoppuhr zur Hilfe zu nehmen.
  • Die ersten Tropfen kommen aus der Maschine, der Kaffeestrahl wird zunehmend fester und ergießt sich in die Tasse.
  • Wird die Farbe zum Ende des Strahls ein wenig heller, so ist das perfekt. Nach dieser anfänglich etwas anstrengenden ersten Prozedur wartet ein perfekter Espresso, der mit reichlich Crema verziert ist. Mit ein wenig Übung werden die notwendigen Handgriffe schnell zur Routine und ein leckerer Espresso zur Gewohnheit.


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