Dienstag , 16 August 2022
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Ein Hochbeet anlegen – so einfach geht es

Ein Hochbeet anlegen – so einfach geht es

Ein Hochbeet bringt weitaus mehr Vorteile, als Sie sich im Moment vorstellen können. Längst ist der Beiname „Das Gemüsebeet für die Alten“ vergessen. In einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen für die ökologische Gartenarbeit interessieren und das eigene Gemüse anbauen, rücken auch alternative Varianten für die Bepflanzung in den Vordergrund. Dennoch ist die angenehme Arbeitshöhe von mindestens 60 cm nicht außer Acht zu lassen. Da arbeiten selbst die Kinder gern im Beet! Das Hochbeet zählt zu den alternativen Gemüsebeeten. Es bedarf einiger Vorbereitung und einen gut durchdachten Plan. Doch wenn es dann fertig im Garten steht, ist es für viele Jahre eine schmuckvolle Zierde, von der die ganze Familie profitiert.

Die Saison wird einfach verlängert

Plan zum Hochbeet anlegenOb auf der Terrasse, einem großzügigen Balkon oder im Garten – Sie können fast überall ein Hochbeet anlegen. Besonders dann, wenn der Winter sich noch lange hält und die Temperaturen einfach nicht steigen wollen, ist der Boden im Hochbeet bereits um 6- 8° C wärmer. Hier zeigt sich einer der wesentlichen Vorteile: Die Bodentemperatur wird aufgrund der Höhe im Frühling schneller erwärmt. Das bedeutet, die Saison für Kürbisse, Erdbeeren oder Tomaten kann für mehrere Wochen verlängert werden, denn auch im Herbst profitiert das erhöhte Gemüsebeet von warmen Sonnenstrahlen. Der Bodenfrost ist hier in weiter Ferne.

Wie kann ich Hochbeet neu anlegen?

Sammeln Sie zur Vorbereitung in der laufenden Gartensaison Ihre Gartenabfälle. Dazu gehört Rasenschnitt, Blätter, aber auch Kleinholz und Humus. Diese verschiedenen Schichten werden Sie beim Aufbau benötigen und dann sollten alle Bestandteile vorrätig sein. Ein guter Zeitpunkt ist der frühe Herbst. Wenn Obst und Gemüse abgeerntet sind, ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Das Projekt „ein Hochbeet anlegen“ kann beginnen. Planen, vermessen und zeichnen Sie vorerst einen geeigneten Platz.

 

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Die Vorbereitung

Am natürlichsten wirkt ein Hochbeet mit einem Holzrahmen. Um das Holz zu schützen, legen Sie eine strapazierfähige Folie in den Holzkasten ein. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende. Eine billige Folie kann schon nach wenigen Jahren einreißen. Die austretende Feuchtigkeit wird dann das Holz schädigen. Zusätzlich kann das Holz mit heißem Wasser gereinigt und dann mit Imprägnierschutz behandelt werden. Schutz vor Wühlmäusen bietet ein Maschendrahtzaun, der auf den Boden gelegt wird. Ziehen Sie diesen für ca. 30 cm innerhalb des Kastens hoch.

Die unteren Schichten

Die unterste Schicht legen Sie mit einer guten Drainage aus. Blähton oder gemischter Kies eignen sich dafür sehr gut. Alternativ können auch Tonscherben von alten Blumentöpfen verwendet werden. Auf diese Schicht, bei der der Boden mit ca. 8 – 10 cm belegt wird, kommt eine Schicht von leicht durchlässigem Pflanzenvlies. Dies verhindert, dass sich die Erde mit der Drainageschicht vermischt.

Nun befüllen Sie den Holzkasten mit einer dicken Schicht aus Baum- und Strauchschnitt. Diese leichte Schicht gibt dem Hochbeet den notwendigen Sauerstoff zum Atmen. Im Laufe der Jahre verrotten die zu unterst liegenden Schichten und entwickeln sich zu wertvollem Humus. Auf den Baum- und Strauchschnitt folgt nun eine Schicht folgt nun eine dicke Schicht von Grünabfällen. Sparen Sie nicht mit dieser Schicht, denn die leichten Materialien verrotten schnell und nach wenigen Monaten senkt sich diese Ebene ein wenig. Wenn Sie Ihr Hochbeet anlegen, werden Sie spätestens jetzt merken, ­wie viel Gartenabfälle auf effektive Art entsorgt werden können.

Die erste Schicht Erde

Nach dieser mineralhaltigen Schicht befüllen Sie das Hochbeet mit guter Gartenerde. In dieser Ebene können Sie normale Gartenerde verwenden, die eventuell beim Aushub angefallen ist. Diese wird später mit einer natürlichen Düngung aus den unteren Schichten mit Mineralien versorgt. Um dem Beet die nötige Erde zu geben, sollte diese Schicht ca. doppelt so hoch wie die einzelnen unteren Schichten sein. Auf die Gartenerde folgt nun eine ebenfalls großzügige Schicht von reifem Kompost. Als oberste Schicht folgt jetzt gute Erde, die sich zum Anbau von Gemüse eignet. Wenn Sie Ihr Hochbeet im Spätsommer angelegt haben, ist die folgende Ruhephase im Herbst und Winter genau richtig, damit sich das Beet bis zum Frühjahr entwickeln und reifen kann. Planen Sie eine weitere Schicht Erde ein, die im Frühjahr nochmal aufgefüllt wird bis das neue Gemüsebeet zum ersten Mal genutzt werden kann.

Ein Tip zum Schluss:

Wenn Sie zum ersten Mal ein Hochbeet anlegen, sollten Sie die Mengen, die Sie zum Auffüllen benötigen, nicht unterschätzen. Für ca. 20 cm Baum- und Strauchschnitt oder Gartenabfälle sollten Sie rechtzeitig beginnen, diese zu sammeln. Sollten Sie wider Erwarten nicht alles gesammelte Material für das Hochbeet benötigen, kann es danach immer noch auf den Kompost gebracht werden.

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