Donnerstag , 18 Oktober 2018
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Haarausfall bei Frauen: Ursachen und erste Hilfe

Haarausfall bei Frauen: Ursachen und erste Hilfe

Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem, das bei Männern am häufigsten auftritt. Doch auch bei Frauen ist der Verlust von Haaren keine Seltenheit und sorgt für eine strake psychische Belastung bei Betroffenen. Denn volles und schönes Haar ist ein Zeichen für Jugend und Vitalität. Wenn dann plötzlich die Haarpracht schwindet, fühlen sich Frauen ihrer Attraktivität beraubt und versuchen mit den verschiedensten Methoden gegen die Situation vorzugehen. Um den Haarausfall bekämpfen zu können, muss allerdings zunächst die Ursache ermittelt werden. Nur so lässt sich herausfinden, ob natürliche Mittel Abhilfe schaffen können oder ob eine medizinische Behandlung notwendig ist. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Gründe der Haarausfall bei Frauen haben kann und wie Betroffene dagegen vorgehen können.

Was ist Haarausfall überhaupt?

Zwei Haare mehr in der Bürste oder ein einzelnes Haar auf dem Mantel machen noch keinen Haarausfall aus. Die Lebensdauer eines jeden Haares ist nur begrenzt und irgendwann fällt es automatisch aus. Bei 100.000 bis 150.000 Kopfhaaren ist dieser Verlust nicht weiter schlimm und es handelt sich um einen normalen Vorgang im Körper. Allerdings ist der Ausfall vieler Haare ein eindeutiges Indiz dafür, dass mit dem Organismus etwas nicht in Ordnung ist.

Mediziner sprechen von Haarausfall, wenn Erwachsene täglich etwa 100 Haare verlieren. Daraus bilden sich über Wochen hinweg haarlose Stelle, die für Betroffene zur Belastungsprobe werden. Abhängig von der Ursache des Haarverlustes können häufig nur eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, eine medikamentöse Behandlung oder eine Haartransplantation für Frauen den gewünschten Erfolg bringen.

Haarausfall bei Frauen kann verschiedene Gründe haben

Wenn die schöne Haarpracht schwindet, wirkt sich dies in vielen Fällen auf die psychische Verfassung der Betroffenen aus. Sie fühlen sich weniger jugendlich und leiden unter dieser Situation. Im Handel werden Frauen verschiedenste Mittel gegen ihren Haarausfall angeboten, von denen jedoch keines den gewünschten Erfolg erzielt. Grund dafür ist, dass viele Betroffene nicht wissen, worin die Ursache für den Verlust ihrer Haare liegt. Wie auch die Experten von Haarausfallen.de erläutern, muss jeder Auslöser anders behandelt werden. Eine gezielte Gegenmaßnahme ist deshalb nur möglich, wenn die Gründe für den Haarausfall bekannt sind.

Hormonell bedingter Haarausfall

Hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen tritt besonders häufig auf. Beobachten lässt sich dieser vor allem in der Schwangerschaft, wenn vor der Geburt die Haarpracht glanzvoll und voluminös ist. Nach der Geburt jedoch nimmt dieser Glanz ab und die Haare werden immer dünner. Grund dafür ist, dass der erhöhte Östrogenspiegel wie ein Booster für das Haar wirkt und deren Wachstum anregt. Da auch die meisten Antibabypillen einen hohen Anteil an Östrogen enthalten, tritt der hormonell bedingte Haarausfall häufig bei Frauen auf, die das Präparat absetzen. Es kann einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis der Hormonhaushalt nach der Pilleneinnahme wieder im Gleichgewicht ist. Doch sobald sich der Organismus eingependelt hat, beginnen die Haare wieder wie gewohnt zu wachsen. Dieser Vorgang wird auch „diffuser Haarausfall“ genannt.

Haarausfall und Wechseljahre

Die Wechseljahre halten für Frauen bereits einige Lasten parat. Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Schlafstörungen schränken die Lebensqualität bereits stark ein. Hinzu kommt in vielen Fällen der Haarausfall, den viele Frauen mit dem endgültigen Ende ihrer Jugend assoziieren.

Diffuser Haarausfall in den Wechseljahren tritt bei jeder dritten Frau auf. Grund dafür ist, dass der Östrogenspiegel absinkt und dadurch mehr männliche Hormone im Körper vorhanden sind.

Erblich bedingter Haarausfall

Von erblich bedingtem Haarausfall sind statistisch betrachtet mehr Männer betroffen. Doch auch bei Frauen können sich Geheimratsecken bilden und die Haarpracht wird zunehmend lichter. Grund für diesen Haarausfall bei Frauen, wie auch bei Männern ist, dass der körpereigene Botenstoff Dihydrotestosteron die empfindlichen Haarwurzeln schädigt. Das DHT ist für eine verkürzte Wachstumsphase des Haares verantwortlich, sodass dieses schneller ausfällt. Meist macht sich der erbliche bedingte Haarausfall bei Frauen dann bemerkbar, wenn ihr Östrogenspiegel sinkt. In vielen Fällen wird der Haarverlust aufgrund dessen zunächst mit hormonell bedingtem Haarausfall in Verbindung gebracht. Befindet sich der Hormonhaushalt jedoch wieder im Gleichgewicht und die Haare fallen weiterhin aus, sollte eine erbliche bedingte Ursache in Betracht gezogen werden.

Weitere Gründe für den Haarausfall

Diffuser Haarausfall bei Frauen kann auch entstehen, wenn Betroffene unter starkem Stress leiden. Denn bei einer anhaltenden psychischen Belastung werden vermehrt Botenstoffe und Neurotransmitter ausgeschüttet, welche die Haarwurzel stark schädigen. Auch Medikamente können dafür verantwortlich sein, dass das Haarwachstum blockiert ist und sich keine neuen Haare bilden. Ein Beispiel hierfür ist die Chemotherapie, bei der sich die Wirkstoffe auf wachsende Zellen konzentrieren und dabei auch gesunde Haarwurzeln zerstören.

Haarausfall bei Frauen: Das können Sie dagegen tun

Abhängig von der Ursache gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für den Haarausfall bei Frauen.

Medikamentöse Behandlung

Erblich bedingter Haarausfall lässt sich meist nur mit dem Einsatz von Medikamenten behandeln. Dabei werden Wirkstoffe eingesetzt, die gegen den Botenstoff DHT vorgehen. Pflanzliche Präparate können zusätzlich unterstützend eingenommen werden.

Handelt es sich um hormonell bedingten Haarausfall, sollte ein Frauenarzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen wird die Entwicklung zunächst beobachtet. Hält der Haarverlust an, sollte unter Umständen eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Vor allem bei diffusem Haarausfall sind pflanzliche Wirkstoffe und Nahrungsergänzungsmittel meist ausreichend. Es gibt beispielsweise homöopathische Behandlungsformen, welche das Wachstum fördern und gleichzeitig die Haarwurzel stärken. Betroffene sollten zudem auf eine optimale Nährstoffversorgung achten. Vitamine, Omega-3-Fettsäuren und Zink stellen die Basis einer gesunden Haarpracht dar. Stressbedingter Haarausfall lässt sich durch eine Umstellung der allgemeinen Gewohnheiten behandeln. Die Berücksichtigung von gezielten Entspannungsphasen im Alltag und entsprechende Präventionsmaßnahmen gegen Stress sollten die ersten Schritte darstellen. Regelmäßige Yogaeinheiten und Meditationen helfen zusätzlich dabei, besser auf belastende Situationen reagieren zu können. Welche weitreichenden Folgen Stress haben kann und wie er sich auf den gesamten Körper auswirkt, ist hier ausführlich erklärt.

Haartransplantation für eine vollere Haarpracht

Sobald Medikamente keine Abhilfe schaffen, sollte eine medizinischer Eingriff in Betracht gezogen werden. Bei einer Haartransplantation bei Frauen werden in der Regel eigene Haarfollikel entnommen und in den betroffenen Bereich eingepflanzt. Mit dieser schonenden Methode lassen sich selbst kahle Stellen und Geheimratsecken effektiv auffüllen, ohne dass dabei sichtbare Narben entstehen. Bei diesem Verfahren wird bei kurzen Haaren das beste Ergebnis erzielt. Für Frauen, die ihre langen Haare erhalten möchten, wird die Streifenmethode empfohlen, bei der ein entsprechender Hautstreifen mit Haarwurzeln entnommen und implantiert wird.


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