Montag , 5 Dezember 2022
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Ohne Brille? Augenkorrektur durch Lasertechnik

Ohne Brille? Augenkorrektur durch Lasertechnik

Egal ob beim Schwimmen, Fußball spielen oder Snowboard fahren, Brillen sind in vielen Situationen des Alltags eher eine „Last als von Nutzen“. Kontaktlinsen können hier auch nur bedingt Abhilfe schaffen. Schon seit mehreren Jahren hat sich eine Technik entwickelt mit der es möglich ist die Sehstärke zu korrigieren. Es handelt sich hierbei um die Lasertechnik. Doch obwohl die Lasertechnik in aller Munde ist und es ausreichend „Abnehmer“ gibt, konnte sich diese Methode noch nicht richtig durchsetzen.

Wodurch entsteht Fehlsichtigkeit?

Etwa 40 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Fehlsichtigkeit und müssen deshalb zu Hilfsmitteln wie Kontaktlinsen oder Brillen greifen. Bei dieser Zahl sind auch Personen dazugezählt die nur gelegentlich, beispielsweise beim Lesen eine Sehhilfe gebrauchen. Das macht die Hälfte aller Bundesbürger aus. – eine erschreckend große Zahl! Hauptgrund für eine Sehschwäche ist die Krümmung der Hornhaut im Auge. Wenige Millimeter reichen hier aus um das Licht und damit das Bild zu weit bzw. zu nah auf die Netzhaut zu projizieren. Um das Bild scharf zu stellen, benötigt man nun eine Korrekturlinse (ihre Brille oder Kontaktlinse), die das Licht stärker oder schwächer bricht und das Bild klar erscheinen lässt. Genau auf diesem Prinzip basiert ebenfalls die Lasertechnik.

Funktionsweise der Lasertechnik

Bei der Lasertechnik gibt es verschiedene Methoden, die mehr oder weniger zum Erfolg führen. Wir haben uns die „bekannteste“ herausgepickt. Die sogenannte „Femto-Lasik“:
Dabei wird die oberste Hornhaut mit Hilfe eines Laserstrahls gelöst und zur Seite weggeklappt. Anschließend wird die darunter liegende Schicht durch die Laserstrahlung weiter bearbeitet und abgetragen, sodass sich die Brechkraft ändert. Zu guter Letzt wird die zuerst gelöste Hornhaut wieder an die passende Stelle gerückt. Wie Sie sehen, handelt es sich bei diesem Verfahren um ein sehr „Einfaches Verfahren“, das mit geringem Zeitaufwand von statten geht.

Ist die Technik für jeden geeignet?

Leider ist die Technik nicht für alle Patienten geeignet. Je stärker die Sehschwäche ist, desto mehr muss mit Laserstrahlung gearbeitet werden, die auch zu unerwünschten Folgen führen kann. Aus diesem Grunde wurde von einer Kommission, der deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft beschlossen, dass bei Kurzsichtigen nur Eingriffe von bis zu minus acht Dioptrien durchgeführt werden sollten. Bei Weitsichtigen wird das Lasern bis plus 3 Dioptrien empfohlen. Die Technik wird generell nur bei Patienten ab einem Alter von 19 Jahren angewendet, da sich im Verlaufe der Pubertät die Sehschärfe verändern kann und somit eine Operation sinnlos wäre. Auch ab 50 Jahren wird aufgrund der einsetzenden Altersweitsichtigkeit weniger gerne zur Operation gegriffen. Alle Angaben sind hier selbstverständlich nur grobe Richtwerte und lassen sich nicht pauschal festlegen.

Risiken und Auswirkungen

Die Risiken bei diesem Verfahren halten sich in Grenzen. Weit mehr als 99 Prozent aller Eingriffe verlaufen ohne Komplikationen, da Fehler auch leicht noch während er OP korrigiert werden können. Im schlimmsten Falle kann die Hornhaut allerdings dauerhaft geschädigt werden, wodurch verschwommene Stellen im Gesichtsfeld auftauchen. Auch bei Vernachlässigung der Hygiene kann es zu unerwünschten infektiösen Vernarbungen und Entzündungen kommen, die das Sehfeld einschränken. Diese Fehler treten jedoch äußerst selten auf, und lassen sich bei guten und erfahrenen Ärzten so gut wie ausschließen. Der ausschlaggebende Punkt warum es hin und wieder zu Unzufriedenheit einzelner Kunden kommt, sind trockne Augen. In den meisten Fällen jedoch verschwinden diese aber in den darauffolgenden Tagen. Auch wenn es gar nicht in den Griff zu bekommen ist kann man mit befeuchtenden Augentropfen helfen, sodass das unangenehme Gefühl nach einigen Monaten von alleine vergeht. Im Allgemeinen treten nur sehr selten Probleme auf. Umfragen bei den Patienten zeigen eine eindeutige Zufriedenheit. Die Meisten verspüren kurz nach der Operation viel mehr Lebensfreude und neuen Tatendrang. „Es macht einfach viel mehr Spaß in den Tag zu starten…“ So lautet häufig das positive Feedback der Befragten. Gerade bei Ballsportarten, braucht man sich über geeignete Seehilfen einfach keine Gedanken mehr machen. Doch bei Einigen steht nicht nur der eigentliche Nutzen im Vordergrund. Viele, gerade Jugendliche verlangen nach einer Operation, weil sie Brillen als „unschön“ empfinden.
Ganz egal, ob aus reiner Ästhetik oder aus purem Nutzen, das Lasern stellt eine simple Methode dar, sich deutlich wohler zu fühlen.

Kosten

In Deutschland liegen die Kosten für eine Operation je nach Klinik durchschnittlich zwischen 4 und 5 Tausend Euro für beide Augen. Gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich generell nicht an den Kosten, wodurch das Geld komplett selbst aufgebracht werden muss. Bei privaten Versicherungen ist die Beteiligung von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden. Manche übernehmen den ganzen finanziellen Aufwand oder einen Teilbetrag, andere ziehen sich komplett aus der Affäre heraus. Falls Sie allerdings über eine separate Brillenversicherung verfügen, kann es sein, dass ihr Vorhaben ebenfalls für Sie übernommen wird.

Wo kann ich mich behandeln lassen?

In Deutschland gibt es unzählige Anlaufstellen für Laseroperationen. Zudem haben sich einige Klinik-Verbünde gebildet, die im ganzen Bundesgebiet aktiv sind. Eine dieser Gruppen ist EuroEyes. Durch lange Erfahrung versprechen die Ärzte dort eine kompetente Behandlung, sodass sieben der EuroEyes Augenzentren mit dem Lasik-TÜV SÜD Siegel ausgezeichnet worden sind. Dieses Gütesiegel stellt strengste Qualitätsanforderungen für Hygiene und technische Ausstattung, sodass Sie dort in besten Händen sind. – Berlin, Leipzig, Stuttgart, München, Hannover… – all dies sind die Standorte der zertifizierten Zentren. Nichts desto trotz kann man sich nicht nur im Inland behandeln lassen. In den letzten Jahren hat sich ein Trend entwickelt, dem immer mehr Patienten nachgehen. Reiselustige verbinden oft ihren Urlaub mit einer solchen Laseroperation. Grund hierfür ist der Preis. So kommt es, dass in beliebten Urlaubszielen wie beispielweise der Türkei der Kostenaufwand nur halb so groß ist. Experten warnen allerdings vor diesen Eingriffen. Die Richtlinien und Standards, besonders in Bezug auf Hygiene und Sicherheit, seien im Ausland oft schlechter als in Deutschland und deshalb fragwürdig. Hier muss jeder selbst entscheiden, inwieweit er diesen Aussagen Glauben schenkt.

Wie Sie sehen, ist eine Augenoperation durch die Lasertechnik insgesamt eine runde Sache. Durch Gütesiegel wird ihnen die Qualität und Erfahrung der Ärzte garantiert. Viele schrecken dennoch vor den Restrisiken zurück, die mit jeder Operation verbunden sind. In Zukunft wird weiter an der Technik gefeilt, sodass in den nächsten Jahren mit immer weniger brillentragenden Menschen zu rechnen ist.

Über Nicolas Sender