Freitag , 2 Dezember 2022
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Pollenschutz – was können Allergiker tun?
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Pollenschutz – was können Allergiker tun?

Für die einen ist der Frühling die schönste Zeit des Jahres, bringt Sonne, Wärme und Farbe ins Leben der Menschen. Für die anderen entsprechen die ersten warmen Tage des Jahres der Hölle auf Erden. Sie werden geplagt von roten, tränenden Augen, Tropfnase und einem andauernden Gefühl von Krankheit, Abgeschlagenheit und Unwohlsein. Wer glaubt, dass Pollenallergiker zu einer lauten, aber kleinen Minderheit zählen, irrt sich: Mittlerweile leidet rund ein Viertel der Bundesbürger im Frühjahr unter Heuschnupfen und zum Teil extremen allergischen Reaktionen – Tendenz steigend. Für sie ist es wichtig, ihr direktes Umfeld so pollenarm wie möglich zu gestalten. Dabei helfen neben einem guten Pollenschutzgitter auch kleine, aber wirksame Pollenschutz Tricks, die jeder schnell am Arbeitsplatz und in den eigenen vier Wänden umsetzen kann.

Pollenschutz im Wohn- und Arbeitsbereich

Pollenschutz

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Pollenfrei sind maximal Forschungslabore – für Wohn-, Arbeits- und Schlafräume ist dieser Anspruch praktisch nicht zu halten. Dennoch sollten Allergiker versuchen, insbesondere an Orte, an denen viel Zeit verbracht wird, einen möglichst hohen Pollenschutz zu gewährleisten. In den eigenen vier Wänden ist das in der Regel etwas einfacher als am Arbeitsplatz. Denn dort kann die Wohn- und Schlafraumgestaltung perfekt auf die Ansprüche von Allergikern abgestimmt werden. Für Wohnraum und Arbeitsplätze gleichermaßen geeignet sind neben einigen kleinen Tricks vor allem Pollenschutzgitter, die die lästigen Kleinteilchen aus der Luft filtern sollen. Aber was genau bringen diese Gitter eigentlich?

Was bewirken Pollenschutzgitter?

Pollenschutzgitter bestehen aus einem sehr feinen, dichten Spezialgewebe, das im besten Fall auch feine Pollen, etwa von Gräsern oder Birke, davon abhalten kann, den Innenraum zu kontaminieren. Der Handel bietet unterschiedliche Varianten, die sich im Hinblick auf ihren Wirkungsgrad und Preis zum Teil erheblich voneinander unterscheiden. Otto-Normal-Verbraucher greift in der Regel zu relativ preisgünstigen Pollenschutzgittern, die selbst ganz einfach vor Fenstern oder Türen befestigt werden können. Das Problem: Sobald ein solches Gitter nicht richtig angebracht wird und einen Spalt aufweist, ist der Pollenschutz deutlich beeinträchtigt. Wer stark unter den Symptomen einer Pollenallergie leidet, sollte daher maßgeschneiderte Pollenschutzgitter in Betracht ziehen, die einen deutlich größeren Wirkungsgrad aufweisen. Entsprechende Anbieter führen meist eine Beratung vor Ort durch, messen Fenster und Türen exakt aus und bringen das Schutzgitter fachgerecht an. Natürlich hat ein solcher Service seinen Preis. Gleichzeitig garantieren professionelle Lösungen aber auch eine gute Luftdurchlässigkeit, sprich: Das Raumklima ist damit endlich erträglich. Pollenallergiker können sogar das Unmögliche wagen und tagsüber lüften – ohne sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten zu müssen.

Pollenschutzmaßnahmen für Jedermann

Unabhängig von Schutzgittern stehen Pollenallergikern noch eine Reihe weiterer Pollenschutz Maßnahmen zur Verfügung, die das Leben im Frühjahr erträglicher machen. Zu beachten ist vor allem: Pollen sind widerstandsfähig und klebrig – sie setzen sich in jeder noch so kleinen Ecke fest und können auf Kleidung oder Haaren leicht ihre reizende Wirkung in eigentlich pollenarmer Umgebung entfalten. Daher gilt im Grundsatz: Wenn irgend möglich sollte die Garderobe gewechselt werden, sobald man den Wohn-, Schlaf- oder Arbeitsbereich betritt. Noch besser ist eine verschließbare Garderobe oder eine Kleiderkammer, in der die Garderobe für draußen aufbewahrt werden kann. In keinem Fall sollte Kleidung, die draußen getragen wurde, im Schlafzimmer gewechselt oder gar offen aufbewahrt werden. Denn auf diese Weise können sich die Pollen ungestört überall im Schlafzimmer festsetzen – und die Nacht zum Albtraum machen.
Natürlich müssen auch Pollenallergiker irgendwann einmal durchlüften, um in einem gesunden Raumklima zu leben. Mit entsprechenden Schutzgittern dürfte das kein großes Problem darstellen. Wer nicht über diesen einfachen Schutz verfügt, sollte zumindest darauf achten, zur richtigen Zeit zu lüften. In der Stadt gelten die frühen Morgenstunden als optimal geeignet, auf dem Land eher die Abendstunden. Grundsätzlich empfehlenswert ist das Lüften auch nach oder während eines Regenschauers.

Hygiene ist für Pollenallergiker das A und O im Alltag. Experten empfehlen zum Beispiel, glatte Flächen wie Parkett, Laminat und Kacheln regelmäßig feucht zu wischen. Wichtig dabei: Reinigungsmittel verwenden, da die Pollen allein mit Wasser schwer zu entfernen sind. Wer Auslegware und Teppiche verlegt hat, sollte zum Pollenschutz nicht nur täglich staubsaugen sondern die Flächen gelegentlich feucht reinigen. Auch im Schlafzimmer spielt das Thema Hygiene eine große Rolle. Die Bettwäsche sollte in der pollenbelasteten Zeit relativ häufig gewechselt werden – den Unterschied werden Sie spüren! Die Wäsche wird am besten so heiß wie möglich gewaschen, um die letzten Pollenreste zuverlässig zu entfernen. Kinder mit Pollenallergie sollten sich schlimmstenfalls vom Lieblingsteddy trennen, denn selbst der könnte einen großen Teil der reizenden Kleinstteilchen beherbergen.

Zu guter letzt der wohl beste Tipp, der zugleich am einfachsten durchzuführen ist: Einen optimalen Pollenschutz erzielt, wer so oft wie möglich duscht und die Haare wäscht. Denn gerade in den Haaren setzen sich Pollen besonders gern und hartnäckig fest. Wichtig dabei ist ein mildes, gut verträgliches Shampoo zu nutzen.Wer abends vor dem Schlafengehen duscht und sich ins frisch bezogene Bett kuschelt, findet mit Sicherheit in einen erholsamen, guten Schlaf – ohne juckende Augen und Niesanfälle.

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