Donnerstag , 18 August 2022
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Schimmelbekämpfung im Haus – So werden Sie den Schimmelpilz wieder los

Schimmelbekämpfung im Haus – So werden Sie den Schimmelpilz wieder los

In jedem Haushalt kommen sie vor. Schimmelpilze! Sie sind, wie auch Bakterien überall in unserem täglichen Leben zu finden, meistens sind diese ungefährlich. Doch der Hausschimmel kommt manchmal etwas unverhofft, und wenn er einmal da ist, dann bleibt er auch. Schimmel geht niemals freiwillig, er vermehrt sich höchstens langsamer. Er kann eine ganz schlimme Plage sein und ist auch mit etwas Vorsicht zu genießen. Manchmal entdeckt man ihn erst gar nicht, wenn man ihn sehen kann, dann sollte man sofort etwas unternehmen. Denn für Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann der Pilz lebensgefährlich sein.

Wo und wie entsteht Schimmelpilz?

Schimmel an der WandSchimmelpilz kann sich auf fast jedem Material bilden. Egal ob Holzverkleidungen, Silikon, Tapeten, Wände oder sogar Polstermöbel. Der Pilz kann sich überall vermehren, er liebt die Feuchtigkeit. Er bevorzugt das Badezimmer, die Küche oder den Keller. Denn dort besteht immer eine hohe Luftfeuchtigkeit, da diese Räume grundsätzlich mit Wasser in Berührung kommen. Sei es durch das Duschen, das Kochen oder wegen der aufgehängten Wäsche. Wenn die Nässe über einen längeren Zeitraum in einem Zimmer konstant bleibt, dann erfreut sich der Pilz des stetigen Wachstums. Anfänglich kann man dies allerdings noch nicht sehen, die Schimmelsporen sind sowohl geruchlos als auch unsichtbar. Erst nach mehreren Wochen bilden diese Sporen eine Farbe, meistens schwarz oder grünlich. Sogar auf Glas und Fenstern kann sich der Schimmel vermehren, wenn sich Tauwasser bildet, dies kann man vor allem in feuchten Jahreszeiten beobachten. Schimmel kann auch hinter Wänden und Holzkonstruktionen wachsen. Das kann durch defekte Rohrleitungen oder in undichtem Mauerwerk vorkommen. Dann muss man die Holzverkleidungen aufreißen und die Wände müssen frisch saniert werden.

Was tue ich, wenn ich Schimmel entdeckt habe?

Also zuerst einmal keine Panik. Nicht jeder Schimmelbefall bedeutet, dass gleich das ganze Haus renoviert werden muss. Häufig liegt das Problem an der Belüftung des Zimmers. Jeder Raum sollte, vor allem in den nassen Wintermonaten, regelmäßig belüftet und beheizt werden. Gerade in der Küche und dem Badezimmer bildet sich oft Kondenswasser. Wenn die Heizung nicht eingeschaltet ist und nicht gelüftet wurde, dann ist die Luftfeuchtigkeit in diesen Räumen sehr hoch. Steigt die Luftfeuchtigkeit über 80%, so ist dies die beste Voraussetzung für den Pilz zu wachsen. Solltest du eine kleine Stelle finden, am Rand der Badewanne oder im Silikon der Dusche, dann ist dies nicht weiter schlimm. Das sind halt nun mal Orte, die ständig nass werden, somit kannst du die Schimmelbekämpfung selber vornehmen. Sollte eine Wandfläche nur drei bis zehn Zentimeter befallen sein, oder glatte Oberflächen, wie Glas, Keramik, dann kann man ganz normale Haushaltsreiniger verwenden. Am besten nimmt man dazu ein feuchtes Tuch oder einen Schwamm. Nach der Reinigung muss die Stelle abgetrocknet werden. Experten empfehlen hoch dosierten Ethylalkohol zur Desinfektion zu verwenden. Achtung! Dieser Alkohol ist hoch entzündlich und sollte niemals mit Feuer oder anderen Brennstoffen in Berührung kommen. Am besten ist es, wenn man den Raum einige Zeit verlässt und ein Fenster öffnet. Sollte man einen 50 cm² großen Fleck entdecken, der unerklärlicherweise hinter einem Schrank oder hinter dem Sofa auftaucht, ist ein Fachmann zu konsultieren. Denn es muss unbedingt abgeklärt werden, ob man dazu eine professionelle Schimmelbekämpfung benötigt, denn der Schimmel kann sich auch im Holz oder im Zement gebildet haben.

Die Schimmelbekämpfung und die Gesundheit!

Wurde ein großer Schimmelbefall festgestellt und du bemerkst schon seit längerem, dass du ständig Kopfschmerzen hast, häufig müde bist oder sogar schwer atmen kannst, dann solltest du den Raum schnellstmöglich verlassen. Auch bei der Sanierungsarbeit dürfen sich Menschen mit solchen Symptomen nicht im selben Raum aufhalten. Man weiß bis heute nicht, wie viel man vom Schimmelpilz einatmen muss, damit es zu gesundheitlichen Schäden kommen kann, aber fest steht, dass er sowohl Allergien als auch Asthma auslösen kann. Wer Schimmel im Kinderzimmer findet sollte entsprechende Maßnahmen ergreifen und das Kind nicht länger in diesem Raum schlafen lassen. Die Lungen der Kinder sind noch nicht ausgebildet und das Einatmen des Schimmels kann zu langwierigen Lungenproblemen führen. Hinzu kommt, dass man bei der Schimmelbekämpfung die passenden Mittel einsetzen sollte. Auch von aggressiven Schimmelpilzreinigern wird abgeraten, da auch diese Allergien auslösen oder verstärken können.

Nützliche Tipps und Tricks:

  • Bei schwankenden Temperaturen kann man sich ein Hygrometer anschaffen, dieses misst die Luftfeuchtigkeit im Raum. Die optimale Raumfeuchtigkeit liegt bei 60%.
  • Für die Schimmelbekämpfung gibt es ausgebildete Spürhunde, die den Schimmel erschnüffeln können. Dies empfiehlt sich, wenn man den Befall hinter dem Zement oder dem Holz vermutet.
  • Feuchte Zimmer in regelmäßigen Abständen durchlüften und sobald die Luft zu feucht wird, wenigstens mal für 1-2 Stunden die Heizung anschalten.
  • In Küchen und Sanitärräumen kann man sich Abluftventilatoren einbauen lassen, diese werden bei hoher Feuchtigkeit aktiviert.
  • Wer bei der Schimmelbekämpfung dabei sein möchte, muss sich Schutzkleidung und Atemmaske besorgen.
  • Möbel sollten mindestens 10 Zentimeter von der Wand weggerückt werden, um diese zu schützen.
  • Teppichböden oder befallene Tapeten sollte man nach der Schimmelbekämpfung in eine Mülltüte packen und direkt auf dem Wertstoffhof entsorgt werden.

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