Sonntag , 27 November 2022
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Schmerzen im Oberbauch – was könnte es sein was kann man tun

Schmerzen im Oberbauch – was könnte es sein was kann man tun

Der Körper eines Menschen ist sehr empfindlich und zeigt auch sehr schnell an, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist. Dabei äußern sich die unterschiedlichsten Symptome. Wie mehrere Befragungen und Umfragen bisher gezeigt haben, hatten schon deutlich mehr als 25% der Menschen mit mehr oder minder starken Schmerzen im Oberbauch zu kämpfen. Damit handelt es sich bei dieser Art von Schmerz um eine der häufigsten Beschwerden im menschlichen Körper. Einen Grund für die Schmerzen ausfindig zu machen ist dabei gar nicht so einfach, da es eine Vielzahl an möglichen Ursachen hierfür gibt.

 

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Beim Essen kommt es auf das Wie und Was an

Schmerzen im OberbauchWie bereits oben erwähnt, lässt sich ohne einen ärztlichen Rat oft gar nicht selbst feststellen, woher die Beschwerden in der Bauchgegend überhaupt kommen. Zunächst sei einmal festzuhalten, dass Bauchschmerz nicht gleich Bauchschmerz ist. Die Schmerzen im Oberbauch können nämlich je nach Ursache stechend, drückend oder ziehend sein. Häufig müssen sich die Betroffenen aber keinerlei Sorgen machen, da es sich in den meisten Fällen einfach nur um eine Verstimmung handelt, die meistens in Folge vom Essen entsteht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass zu viel der Köstlichkeiten wie Eis oder einem ausgedehnten Frühstück durchaus Schmerzen im Oberbauch zur Folge haben können. Denn Alles, was wir über den Tag verteilt verzehren, schafft für den Magen-Darm Trakt eine Menge Arbeit. Nicht selten endet ein köstliches Mahl nach einigen Stunden mit Unbehagen und Unwohlsein. Ein guter Tipp wäre daher schon einmal auf zu viel Fast Food, Süßigkeiten und Alkohol zu verzichten. Diese drei genannten Lebensmittel und Getränke verursachen in erster Linie diese Beschwerden.

Das bedeutet wiederum aber nicht unbedingt, dass Menschen, die sich von Haus aus gesund ernähren, nicht mit Schmerzen im Oberbauch zu kämpfen hätten. Leider treten Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien auf, von denen die Menschen vermutlich gar nichts wissen. Genau deshalb könnte es ziemlich hilfreich sein, wenn die Bauchschmerzen jedes Mal inklusive der zu sich genommenen Nahrung notiert werden. Auf diese simple Art und Weise enttarnt sich der Auslöser für die Schmerzen im Oberbauch schon bald von selbst.

Mit diesen einfachen Ratschlägen linderst du die Schmerzen

Bauchbereich wärmen: Wenn der Bauch wieder einmal zum Ziehen beginnt, hat Alles was dem Körper und speziell der Bauchregion Wärme bringt, eine positive Auswirkung. Oft kann schon ein einfaches warmes Vollbad ausreichen, um mit dem Schmerz wieder besser umgehen zu können. Die Gründe hierfür sind sehr schnell erklärt: Durch die Wärmeausstrahlung kommt es zu einer besseren Durchblutung und die Muskulatur im Oberbauch kann sich wieder entspannen.

Warme Getränke: Unabhängig vom Wetter draußen sind bei Beschwerden im Oberbauch kalte Getränke wie Gift für den Körper. Wesentlich besser sind da warme Getränke, allen voran natürlich verschiedene Sorten von Tee. Als besonders hilfreich haben sich in der Behandlung Fencheltee, Kamillentee und Käspappeltee erwiesen.

Ausreichend Sport: Die ein oder andere Maßnahme gibt es natürlich auch, um solchen unangenehmen Beschwerden bereits im Vorfeld Herr zu werden. Schon zwei- bis drei Einheiten Sport pro Woche reichen vollkommen aus, damit die Muskulatur im gesamten Bauchbereich gestärkt wird. Die Wahl der Sportart spielt dabei weniger eine Rolle als die regelmäßige Ausführung dieser. Als besonders geeignet haben sich laut Erfahrungswerten Ausdauersportarten wie Joggen, Nordic Walking oder Schwimmen erwiesen.

Ruhephasen in den Alltag bringen

Doch nicht nur das Essen gilt als eines der Hauptursachen für häufige Beschwerden im Oberbauch. Personen, die oft viel Stress ausgesetzt sind, klagen ebenfalls oft über Bauchmschmerzen. Dabei ist es bei dieser Ursache noch ein wenig heikler, da sich die Probleme nicht sofort, sondern meist langsam und schleichend bemerkbar machen. Ein weiteres Grundübel hierbei ist, dass in vielen Situationen gar nicht erkannt wird, dass Stress der Auslöser für die Bauchkrämpfe ist. Leider hält sich in der Gesellschaft immer noch das Phänomen, dass diese Probleme dann psychischer Natur sind.

Tritt Stress als Ursache auf, gehen diese Beschwerden oftmals mit Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen einher. Dennoch ist es ratsam auch diese Bauchschmerzen bei häufigerem Auftreten im Beisein eines Arztes zu schildern.

Das hilft bei Bauchkrämpfen durch Stress:

Wie schon bei den durch das Essen verursachten Schmerzen, sorgen auch in diesem Fall Wärme und Tees aller Art, insbesondere Kamillentee, für kurzzeitige Linderung.

Wer dennoch seit längerer Zeit mit Bauchschmerzen durch Stress kämpft, sollte anders an die Sache herangehen. Wurden erstmal die psychischen Unruhen ausfindig gemacht, hilft wohl nur eine längerfristige Bekämpfung des Problems. In vielen Fällen sorgen Autogenes Training und verschiedene Entspannungstechniken für eine erfolgreiche Beseitigung des Schmerzes. Eine weitere Möglichkeit wäre dann noch eine Verhaltenstherapie, die exakt auf die betroffene Person zugeschnitten ist.

Welche der oben genannten Methoden im Falle einer solchen stressbedingten Erkrankung die richtige ist, lässt keine pauschale Antwort zu. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse und ihr Umgang im Bezug auf Stress. In erster Linie geht es bei der Bekämpfung einfach darum, dass die betroffene Person lernt, dass Stress ein Teil des Lebens ist und immer sein wird. Lediglich der richtige Umgang mit diesen Situationen soll bei solchen Therapien oder Trainings erlernt werden.

Dann solltest du einen Arzt aufsuchen

Glücklicherweise haben Beschwerden im Oberbauch in den meisten Fällen eine der harmloseren beiden Ursachen, die oben ausführlicher erklärt wurden, als Auslöser. Doch leider deuten Bauchschmerzen manches Mal auf schlimmere Erkrankungen hin. Generell sollten bei Problemen in der Bauchgegenden, die selbst nach zwei bis drei Tagen keine Besserung verzeichnen, die Alarmglocken schrillen. Ab diesem Zeitpunkt ist nämlich zu befürchten, dass etwas Schlimmeres dahintersteckt. Selbiges gilt auch dann, wenn die Schmerzen im Laufe der Zeit stetig zunehmen.

Ein sofort Arztbesuch ist erforderlich, wenn der Bauchschmerz mit folgenden Symptomen einhergeht:

  • Atemnot
  • Blut im Stuhl
  • blutiger Durchfall
  • schwarzer Stuhl
  • Bewusstseinsstörungen
  • Kreislaufschwäche

In der Regel verbirgt sich dahinter dann eine schlimmere Ursache, die nur von einem Arzt abgeklärt werden kann.

Alptraum Tumor

Zusätzliche Vorsicht ist ebenso geboten, wenn der betroffenen Person neben dem Ober- auch der Unterbauch schmerzt. In diesem Fall sind die Befürchtungen einer Tumorerkrankung nämlich durchaus berechtigt.

Folgende Tumorerkrankungen haben Schmerzen im Ober- und Unterbauch als Symptom:

  • Kolitis ulcerosa (schlimme Darmerkrankung)
  • Morbus Crohn
  • Metastasen
  • Reizkolon
  • Verwachsungsbauch

Im Zweifel immer zum Arzt

Prinzipiell ist es zunächst immer einen Versuch wert mit den oben genannten Hausmitteln die Beschwerden im Oberbauch zu bekämpfen. Doch wenn du dir bei etwaigen Problemen nicht sicher bist oder der Schmerz über einen längeren Zeitraum anhält, ist eher der Gang zum Arzt empfehlenswert. Dieser klärt schnell die Ursachen, auch wenn diese sich dann hoffentlich als harmlos herausstellen.

Foto: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

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