Samstag , 17 August 2019
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Todesfall in der Familie – Schritt für Schritt Ratgeber was alles zu erledigen ist
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Todesfall in der Familie – Schritt für Schritt Ratgeber was alles zu erledigen ist

Ein Todesfall in der Familie ist immer schlimm und sorgt dafür, dass du vor lauter Trauer kaum in der Lage bist, die nun vor dir liegenden Aufgaben zu bewältigen und alle wichtigen Details im Auge zu behalten. In den wenigsten Fällen haben Menschen Vorsorge getroffen und erleichtern die Bewältigung der Aufgaben, in dem sie klare Instruktionen für den Fall ihres Ablebens gegeben haben. Oftmals weißt du noch nicht einmal, ob der verstorbene Verwandte eingeäschert oder im Sarg begraben werden möchte. Der klare Kopf kann nun kaum helfen, da die Trauerbewältigung eine Menge Kraft benötigt und es erschwert, die nun vor dir liegenden Dinge mit offenen Augen zu betrachten. Zu stark sind die Emotionen, die einen Sog bilden und das klare Denken einschränken.

Trauerhilfe in Anspruch nehmen erleichtert die Situation

Todefalls - was nun alles tun

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Nach einem Todesfall sind Emotionen ein ganz wichtiges Detail im Umgang mit der neuen und schmerzlichen Situation. Du sollst trauern, deinen Emotionen freien Lauf lassen und die in dir brodelnden Gefühle nicht unterdrücken. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sorgt dafür, dass du deine Trauer nicht hinten an stellen und dich allein um alle folgenden Angelegenheiten kümmern musst. Ein Todesfall geht mit viel bürokratischem Aufwand einher. Selbst wenn der Verstorbene ein Testament hinterlassen und dir so einige Details abgenommen hat, musst du unter anderem:

  • den Bestattungsunternehmer aufsuchen
  • die Beerdigung planen
  • Freunde und andere Familienmitglieder informieren
  • Verträge kündigen und Lastschriften beenden
  • Banken, Vertragspartner und weitere Geschäftspartner des Verstorbenen informieren
  • die Feierlichkeit ausrichten
  • die Wohnung kündigen oder den Platz im Altenheim abmelden
  • eventuelle Verbindlichkeiten regulieren.

Mit einem Trauerhelfer lassen sich organisatorische Dinge einfach und professionell erledigen, ohne dass du selbst deine Trauer zurückstellen und dich allein und ohne Hilfe um alle Dinge kümmern musst. Da es in der Trauerphase oftmals sehr emotional zugeht und du gerade bei nahen Verwandten kaum klar denken können wirst, geraten nicht selten Dinge in den Hintergrund und werden vergessen, die von hoher Wichtigkeit sind und dem Verstorbenen am Herzen gelegen hätten. Gibt es ein Testament, musst du dich um die Nachlass Regelung nicht kümmern und brauchst nur die Dinge zu befolgen, die als letzter Wille des Verstorbenen aufgezeichnet und im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte auf Papier festgehalten worden. Gibt es kein Testament, gehört das Aufteilen des Vermögens zu den zusätzlichen Aufgaben, die nach einem Todesfall anfallen und gut überlegt, sowie korrekt ausgeführt werden müssen. Hier benötigst du auf jeden Fall Hilfe und solltest nicht versuchen, alle Dinge innerhalb der kurzen Zeit die dir bleibt allein zu erledigen. Ist der Verwandte in den eigenen 4 Wänden verstorben, musst du einen Arzt anrufen und den Totenschein ausstellen lassen. Der Arzt kümmert sich auch um die Abholung des Verstorbenen und stellt die Todesursache fest. Danach beginnt der Aufwand an Formalitäten, den du trotz großer Trauer bewältigen und so für eine reibungslose und humanistische Beerdigung sorgen musst. Vielen Trauernden hilft es, eine Checkliste zu nutzen und alle wichtigen Punkte anhand der Liste nacheinander abzuarbeiten. Es ist normal, dass du nach einem Todesfall in der Familie wichtige Dinge vergisst und beispielsweise nicht daran denkst, die Todesanzeigen zu schalten oder die Daueraufträge des Verstorbenen abzumelden. Die nun anfallenden Aufgaben sind so enorm, dass ohne eine Checkliste schnell Chaos in die Aufgaben gelangen und du nicht mehr wissen würdest, welche Dinge du noch erledigen musst und was bereits getan ist. Durch einen Trauerhelfer wirst du nicht nur eine Checkliste, sondern auch einen fürsorglichen und mit dem Tod erfahrenen Menschen an deiner Seite wissen.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Die Aufgaben sind in der Regel identisch, egal ob der Todesfall des Verwandten im Krankenhaus oder in den eigenen 4 Wänden verstorben ist. Um einen Totenschein musst du dich nicht kümmern, handelt es sich um einen Sterbefall im Krankenhaus, wo die Ärzte den Schein automatisch ausstellen. Der Totenschein dient nicht nur als Schriftstück um den Tod akzeptieren zu können, sondern wird auch für alle Behördengänge und Abmeldungen benötigt, die nach dem Tod eines Verwandten anfallen und erledigt werden müssen. Bei einem Bestattungsunternehmen können sich Verwandte dafür entscheiden, einen Teil der Aufgaben aus der Hand zu geben und Hilfe zum Aussuchen des Sarges, der Blumen, sowie der Musik zur Trauerfeier in Anspruch zu nehmen und nicht allein mit den schwierigen Aufgaben zu bleiben. Auch das Verfassen und Schalten von Traueranzeigen fällt in den Aufgabenbereich der Bestatter. Damit die Anzeige wirklich zum Verstorbenen passt, solltest du diesen Auftrag aber nicht ganz aus der Hand geben und von Fremden erledigen lassen, sondern in Gemeinschaft mit dem Bestatter an einer Traueranzeige arbeiten, die den Verlust eines geliebten Menschen optimal zum Ausdruck bringt und sich am Leben des Verstorbenen orientiert. In seinem Leben wird jeder Mensch einmal vor einem Todesfall in der Familie stehen und muss in einer Situation starke Nerven bewahren, in der Stärke im Vorfeld kaum vorstellbar ist. Doch ist die Situation eingetreten und du musst die Aufgaben übernehmen, wirst du dazu in der Lage sein und kannst dich im Sinne des Verstorbenen um dessen letzte Angelegenheiten kümmern. Die Information anderer Angehöriger, des Arbeitsgebers und der Freunde ist eine wichtige und sehr schwierige Aufgabe für dich. Nicht immer wirst du die richtigen Worte finden, da auch deine Trauer groß ist und es von dir viel abverlangt, anderen Angehörigen vom Tod eines geliebten Menschen zu berichten und deren Trauer zu spüren. Doch solltest du diese Aufgabe als den letzten Willen des Verstorbenen sehen und dafür sorgen, dass die Freunde und Verwandten, sowie ferne Bekannte oder der Arbeitgeber kompetent und trotz großer Trauer, sachlich und doch emotional informiert werden.

Das Erbe und seine Verteilung

Nach einem Todesfall stehst du im Zuge der Aufgaben darum, auch vor der Frage nach dem Erbe. Besteht ein Testament, ist dieses in den Unterlagen des Verstorbenen zu finden und kann beim Nachlassgericht eingereicht werden. Sollte ein Notar hinzugezogen und mit der Verfassung und Verwaltung des Testaments beauftragt worden sein, erledigt dieser den Weg und kümmert sich um die Verteilung des Nachlasses, sowie die Information zur Erbmasse und den bedachten Erben. Ein Erbe kann, muss man aber nicht annehmen und hat die freie Entscheidung, das vorhandene Erbe des Verwandten anzunehmen oder auszuschlagen. Bist du unsicher zur Erbmasse und möchtest jedes Risiko ausschließen, kannst du ohne schlechtes Gewissen das Erbe ausschlagen und somit auch nicht haftbar für offene Rechnungen oder Schulden des Verstorbenen gemacht werden. Am besten lässt sich alles rund um einen Todesfall regeln, hat der Verstorbene zu Lebzeiten mit dir und seinen anderen nahen Verwandten gesprochen und dich darüber informiert, wie er beerdigt werden möchte, welche letzten Wünsche er hat und wie sich die Erbschaft gestaltet. Doch sprechen die wenigsten Menschen über ihren Nachlass und ihren letzten Willen, da sie dich als Verwandten nicht mit der Sterblichkeit konfrontieren und dir diese vor Augen halten möchten.

Wenn du zu Lebzeiten mit deinen Eltern oder Großeltern über den Tod sprichst und herausfindest, wie du im Todesfall handeln sollst, ist das nicht pietätslos, sondern ein wichtiger Punkt, der dir nach dem tatsächlichen Ableben des Verwandten viele Fragen beantwortet und dir die Angst vor dem Versagen nimmt. Hilfe wie zum Beispiel bestattungshaus-haller.de Angebote annehmen ist keine Handlung, für die du dich während deiner Trauer und der Konfrontation mit den zahlreichen Aufgaben schämen müsstest. Ein Bestatter geht mit einer gewissen Routine an den Tod heran, ist dabei aber nicht emotionslos. Er kann in allen Situationen helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dieser Hilfe musst du dich nicht schämen und kannst sie annehmen, wodurch dir die Zeit zum Trauern bleibt und du trotzdem kein wichtiges Detail auf der Agenda vergessen und übersehen wirst.


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