Dienstag , 21 Mai 2019
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So vermeiden Sie Rückenschäden durch Schulranzen
Foto: birgitta hohenester / pixelio.de

So vermeiden Sie Rückenschäden durch Schulranzen

Der Schulranzen ist ein wichtiger Begleiter für jeden Schulanfänger und wird am ersten Schultag voll Stolz getragen. Doch sollte darauf geachtet werden, dass das Kind den richtigen Ranzen mit den richtigen Einstellungen hat, um Haltungsschäden zu verhindern. Dazu hier ein paar Tipps und Ratschläge:

Trainieren der Muskulatur

Kinderrücken sind belastbarer, als man gern eingestehen möchte. Da aber bei einem Kind die Wirbelsäule noch sehr weich und formbar ist, kann es schnell zu ungesunden Haltungen kommen. Das führt im späteren Leben zu Rückenschmerzen und Haltungsschäden. Einmal angewöhnt, sind diese schwer zu korrigieren.
Der Rücken besteht aus 24 Wirbeln und den Bandscheiben. Sie liegen zwischen den Wirbeln. Ihre Aufgabe ist es, Stöße zu dämpfen, damit die Wirbel nicht aufeinanderschlagen und sich dadurch schädigen. Gestützt wird dieses System durch die Bauch- und Rückenmuskuluatur. Dafür ist es wichtig, dass diese ausreichend trainiert ist.
Das heißt jedoch nicht, dass ein Kind Muskelaufbautraining benötigt, denn dieses Training eignet es sich schon beim Spielen an.

Ausreichend Bewegung für einen gesunden Rücken

Ein Kind sollte sich immer ausreichend bewegen. Experten empfehlen mindestens zwei Stunden täglich, denn ein häufiger Grund für Haltungsschäden ist mangelnde Bewegung. Durch diese Bewegung werden die Muskeln aber erst trainiert und ein Körperbewusstsein entwickelt.
Dass Kinder zu viel Zeit im Sitzen verbringen, ist ein anderer häufiger Grund. Fernseher und Computer haben dazu geführt, dass Aktivitäten sich nach Innen verlagert haben und ohne viel Bewegung, dafür aber mit ungesunder Sitzhaltung durchgeführt werden.
Auch sollten Kinder die Gelegenheit bekommen, sich selbstständig zu Orten zu bewegen und nicht mit dem Auto gefahren zu werden.

Spiel und Spaß sind Motivation genug

Bei Kindern bedarf es keiner Motivation, um sich zu Bewegen. Für sie ist es nicht wichtig, abzunehmen oder körperlich fit zu sein. Kinder wollen sich bewegen um Spaß zu haben und zu spielen. Deswegen sollte man ihnen die Chance geben, sich auszutoben und die Welt zu erkunden. So können Kinder ihre Kräfte entdecken, trainieren und lernen diese einzuschätzen.

Der richtige Schulranzen

Bei einem Schulranzen gibt es ein paar grundlegende Merkmale, auf die zu achten ist, damit er dem jungen Rücken keinen Schaden zufügt. Dabei wird das Gewicht gleichmäßig auf Rücken und Schulter verteilt. Dafür sollte der Ranzen nah am Rücken liegen und nicht zu tief hängen.

Hier ein paar Faustregeln:

  • Das Eigengewicht des Ranzens sollte zwischen 1.100 und 1.400 Gramm liegen. Weniger wird nicht empfohlen, da sonst zu sehr an der Stabilität gespart wird. Mehr sollte es aber auch nicht sein, damit noch Spielraum für den Inhalt bleibt, ohne den Ranzen zu schwer zu machen.
  • Der Ranzen sollte ein körpergerechtes und atmungsaktives Rückenpolster haben. Dieses Polster verhindert, dass das Kind unter dem Ranzen schwitzt. Außerdem sorgt es, richtig eingestellt, für eine optimale Verteilung der Last auf den Rücken.
  • Die Tragegurte sollten eine ungefähre Breite von 4 cm haben. Mehr ist nicht zu empfehlen, da sie dann von den Schultern rutschen, oder der optimalen Lastenverteilung im Wege stehen könnten. Außerdem sollten die Gurte längenverstellbar sein. Dadurch können sie bei jeder Körpergröße an den Rücken angepasst werden. Es ist darauf zu achten, dass der Schulranzen nicht zu tief hängt, sondern nah am Rücken anliegt.
  • Der Ranzen sollte nicht zu sehr gefüllt werden. Lange ging man von einem Optimalgewicht aus, dass etwa 10% des Körpergewichts betrug. Es hat sich aber herausgestellt, dass ein solcher Pauschalwert keinesfalls das Optimum ist. Der Optimalwert ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Grundsätzlich kann man sagen, dass dieser Wert vom Körper des Kindes abhängig ist. Ein trainierter Körper kann mehr tragen. Dieser Wert lässt sich durch Fitnesstests, entwickelt durch Krankenkassen, einfach von Zuhause aus errechnen.

Kontrolle von Inhalt und Einstellung

Schulranzen richtig packen

Foto: birgitta hohenester / pixelio.de

Es sollte laufend kontrolliert werden, ob der Ranzen richtig eingestellt ist. Dieser darf nicht zu tief hängen, denn die Folge wäre ein Hohlrücken. Aber auch zu fest angezogen, führt die falsche Einstellung zu einer Haltungsstöhrung, einem Rundrücken.
Der Inhalt sollte ebenso überprüft werden: Nimmt das Kind auch wirklich nur nötige Dinge mit?
Schwere Dinge, wie Bücher, sollten dabei so nah wie möglich am Rücken platziert werden.

Sicherheit im Straßenverkehr durch den Schulranzen

Gute Ranzen bieten auch im Straßenverkehr Sicherheit: Ein Teil des Ranzens besteht aus fluoreszierendem Material, welches bei Tages- und Dämmerlicht schon aus der Ferne zu sehen ist.
Genauso wichtig ist reflektierendes Material, dass Lichtstrahlen zurückwirft und das Kind für Autofahrer auch bei Dunkelheit von Weitem sichtbarbar macht.
Außerdem sollte der Ranzen aus robustem Material bestehen, so dass keine Gefahr besteht, dass irgendein Teil reißt, abfällt oder bricht.

Schultasche /Schulranzen

Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Qualität ist das A und O!

All diese Anforderungen und Eigenschaften vereinen die Schulranzen vieler renommierter Marken. Diese Ranzen versprechen Qualität, Sicherheit und gefallen garantiert jedem Schulanfänger. Aber auch als Elternteil kann man sich sicher sein, dass man sein Kind vor Gefahren im Straßenverkehr oder vor Haltungsschäden schützt. Finden kann man solche Schulranzen unter anderem bei walzkidzz.de. Aber auch ein solcher Ranzen bewahrt nicht davor, immer wieder zu kontrollieren, ob der Schulranzen optimal sitzt und es ist besonders wichtig, das Kind von Anfang an darauf zu sensibilisieren, selbstständig darauf zu achten. Natürlich sollten die Eltern trotzdem laufend überprüfen, ob die Einstellungen optimal sind.

So steht einem erfolgreichen und gesunden Schulstart nichts mehr im Wege.


Über Stephanie Schulte