Donnerstag , 14 November 2019
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Sport gucken in Zeiten von Esports, Smart-Home und Technik 

Sport gucken in Zeiten von Esports, Smart-Home und Technik 

Der Samstag um halb 4 war über viele Jahre hinweg für den Fussball reserviert, das ist eine Tatsache. Menschen von überall suchten sich dann Möglichkeiten, ihre Mannschaften zum Sieg zu schreien, oft gern in der Kneipe mit Freunden. An sich hat sich daran auch nicht viel geändert, denn wer sich einmal für Fussball interessiert hat, der wird so schnell nicht zu einer anderen Sportart wechseln. Wie aber lässt sich dann erklären, dass die Esports Szene immer schneller Fahrt aufnimmt, sodass man sich mittlerweile nicht nur mit Basketball und der Formel 1 um die besten Sendezeiten streitet, sondern sich auch mit einer komplett neuen Art der entspannten und einnehmenden Unterhaltung befassen darf?

Es gibt mehr als Strategiespiele

In Zeiten, in denen man als Video-Streamer oder Influencer mit einem eigenen YouTube Kanal echtes Geld verdienen kann, sind schon lange nichts Neues mehr, denn es hat sich sehr in die Mitte der modernen, jungen Gesellschaft eingenistet – und das ist auch gut. Denn nur wer sich ändert bleibt sich treu; besonders in der stets dynamischen Technologiewelt. Zwar guckt man heute nicht mehr einzelnen Spielern dabei zu, wie sie daheim am PC ein Strategiespiel zocken, sondern der Gedanke des Turniers wird stets mehr hervorgehoben. So kommen dieses Jahr bereits viele Millionen Menschen zusammen, um sich online Turniere von Dota, LOL oder auch Fortnite anzugucken – es gibt bereits die ersten inoffiziellen Weltmeisterschaften für diese Spiele.

Klar, manche mögen nun fragen was der Sinn dahinter soll, warum sollte man Menschen am Computer zugucken? Die gleiche Frage darf aber auch lauten, warum man Menschen beim Fussballspielen zuguckt. Es ist allgemein das Interesse an kurzweilige Unterhaltung, was die beiden Aspekte so spannend macht. Entweder im Stadion oder vor dem eigenen PC mit Stream. Zudem werden diese Turniere auch immer interaktiver und hochwertiger.

Mit Smart-Home zum Home-Theater

Aber auch die Technik rund um den Esports wird durch Smart-Home stets moderner. Das geschieht, um den verwöhnten Zuschauern noch mehr Show zu bieten. Man kann zuhause mit Alexa die Farben seines Lieblingsvereines aufhellen lassen, wenn diese Spielen. Oder man kann Torjubel und verschiedene Farben bei einem gefallenen Tor im Fußball über die Lautsprecher und smarten Lichter erklingen lassen. Wer also denkt, dass Smart-Home nur etwas für Techniker oder Geeks ist, der täuscht sich. Mit Alexa Skills und den günstigen Möglichkeiten, heute Zubehör zu kaufen, hat der Smart-Home Trend schon lange auch das Fernsehschauen und das kleine Heimkino erreicht, das auch nur aus einem TV und einem Lautsprecher und einem Licht bestehen kann.

Apropos Fußball: Was ist damit?

Was aber hat das alles mit Fussball am Hut? Nun, auch die ganz großen Vereine haben ein Interesse daran, ihren Fans, Sponsoren und Kunden immer mehr zu bieten, um ein einheitliches Gesamtprodukt zu ermöglichen. Das führt dazu, dass beispielsweise der BVB aus Dortmund bereits vor Jahren den Gang an die Börse gewagt hat, was bis vor Kurzem im deutschen Fussball ein Novum dargestellt hat. Zudem werden in den letzten Jahren immer häufiger Büros und Akademien im außereuropäischen Ausland eröffnet, mit dem Ziel den Verein noch bekannter und beliebter zu machen. Die Esports Szene ist dabei also lediglich der nächste logische Schritt, um die Bundesliga mit einem vielleicht archaischen Blick auf Unterhaltung an neue Ufer zu steuern. Die virtuelle Bundesliga macht es dabei vor, wie Esports auch in Deutschland immer mehr Fans hinzugewinnen kann, ohne sich dabei selbst in die Quere zu kommen.

Der Esports Markt ist ein noch recht unerforschter, aber mit gewaltigem Potenzial und immer mehr Vereine erkennen genau das. Solange sie verstehen, dass man den Samstag um halb 4 vielleicht nicht dem Online Spieler sondern jenem auf dem Grün überlassen sollte, werden wohl auch keine Probleme auftauchen.


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