Aufbau eines Gartenpavillons

Tipps gegen Bürokratie-Chaos beim Umzug

Gute Planung ist das A und O beim Umzug. Nachdem der alte Mietvertrag gekündigt und der neue unterschrieben ist, bleiben in der Regel noch drei Monate Zeit. Diese gehen oft wie im Flug vorbei. Denn neben dem Ausmisten, Kistenpacken und Organisieren von Helfern ist noch eine Menge Arbeit und Papierkram zu erledigen. Diese Umzugstipps helfen, wichtige Adressänderungen, anstehende Behördengänge oder Schönheitsreparaturen nicht zu übersehen.

  • Bankverbindung
    Je nach Wohnort ändert sich bei einem Umzug nicht nur die Adresse, sondern auch die Bankverbindung, der Job, die Krankenversicherung oder der Stromanbieter. Um Mahnungen, unnötige Gebühren und Verzögerungen beim Gehaltseingang zu vermeiden, gilt es, rechtzeitig ein Schreiben an die Bank aufzusetzen. Wer die Bank wechselt und ein neues Konto eröffnet, sollte sein altes und das neue Konto einige Wochen parallel laufen lassen. Die neue Bank benötigt eine gewisse Vorlaufzeit für die Bearbeitung und Löschung der Daueraufträge. Am 1. Februar 2016 läuft zudem die Übergangsfrist ab, nach der Banken noch Zahlungsaufträge mittels Kontonummer und Bankleitzahl annehmen. Ab dann gilt endgültig das SEPA-Verfahren unter Nutzung von IBAN und BIC.
  • Telefon- und Internetanschluss
    Bei den meisten DSL- und Festnetz-Anbietern gelten feste Fristen, die bei einem Wohnortwechsel einzuhalten sind. Damit man im neuen Zuhause sofort telefonieren und surfen kann, ist es also ratsam, sich rechtzeitig um den DSL-Umzug oder um einen neuen Anbieter zu kümmern. Denn nicht jeder DSL-Tarif ist an der neuen Anschrift auch verfügbar. Hier kann man dann die Chance nutzen und aktuelle Angebote prüfen. Schließlich wünschen die allermeisten heute eine sehr schnelle Internetverbindung, die möglichst drahtlos im ganzen Haus verfügbar sein soll, und wollen zugleich eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz. Bei vielen Internet-Anbietern bekommt man kostenlos die entsprechende Ausstattung dafür zur Verfügung gestellt, beispielsweise die beliebte Fritzbox von AVM oder ähnliche moderne Router mit integriertem Modem.
  • Ummelden
    Den wichtigsten Behörden sollte man so schnell wie möglich seine zukünftige Anschrift mitteilen. Bei einigen Ämtern empfiehlt es sich, die Adressänderung bereits im Vorfeld anzuzeigen. Besonders wichtig ist die Einhaltung diverser Fristen, etwa wenn am neuen Wohnort ein Auto zugelassen werden soll. Auch für Studenten, die BAFöG in Anspruch nehmen, ist es ratsam, die neue Anschrift möglichst schnell nach dem Umzug zu übermitteln. Sagt man Universität und BAFöG-Amt zu spät Bescheid, kann es bei der Bewilligung des halbjährlichen Antrags sowie bei der Auszahlung der Leistungen zu Verzögerungen kommen. Die Frist für die Ummeldung beim zuständigen Einwohnermeldeamt beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen. Seit dem 1. November 2015 muss man dabei wieder eine Vermieterbestätigung vorlegen können.
  • Nachsendeauftrag
    Ob Post von der Schule, Ämtern oder alte Bekannten – Damit der Briefkasten nach dem Umzug nicht verhungert, kann man die Deutsche Post mit der Nachsendung seiner Briefe an die neue Anschrift beauftragen. Das dafür notwendige Auftragsformular erhält man in jeder Postfiliale. Noch einfacher kann man den Nachsendeservice für 6, 12 oder sogar 24 Monate online beantragen und bequem von zu Hause aus per Lastschriftverfahren, Kreditkarte oder giropay bezahlen. Allerdings sollte der Auftrag spätestens fünf Tage vor dem Umzug eingegangen sein.

Bildrechte: Flickr Umzug Tag 3 – 15 Tobias Steinhoff CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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