Dienstag , 6 Dezember 2022
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Warum ein gesunder Schlaf so wichtig ist

Warum ein gesunder Schlaf so wichtig ist

Die heutige Gesellschaft ist von einem extrem hohen, dauerhaften Leistungsdruck geprägt. Viele ordnen dem beruflichen Erfolg Alles andere unter – besonders der Schlaf kommt dann oft viel zu kurz. Im Schnitt schläft der Mensch heute mehr als eine Stunde weniger als noch in den 1960ern, so Geert Mayer, Chefarzt der Hephata-Klinik in Schwalmstadt.

Prominente Führungspersönlichkeiten fungieren dabei oft als schlechtes Vorbild. Angela Merkel behauptet beispielsweise, aufgrund ihrer „kamelartigen Fähigkeiten“ käme sie mit vier Stunden Schlaf aus, wenn sie diese irgendwann mit viel Schlaf ausgleichen könne. Auch wenn man ihr diese Fähigkeiten nicht gänzlich absprechen möchte – dass dieser Schlafmangel auf Dauer folgenlos bleibt, stimmt leider nicht.

Die Konsequenzen von Schlafmangel

Die kurzfristigen Auswirkungen von Schlafmangel machen sich sehr schnell bemerkbar. Die Gedächtnisleistung nimmt ab und die Konzentrationsfähigkeit sinkt merklich. Nicht umsonst ist es beispielsweise für Fernfahrer vorgeschrieben, regelmäßige und ausreichende Pausen einzulegen, um das Unfallrisiko nicht fahrlässig zu erhöhen.

Langfristig hat zu wenig Schlaf noch deutlich schwerwiegendere Folgen auf die Gesundheit. Das Herz-Kreislauf-System wird geschwächt, und das Risiko von Übergewicht und Diabetes steigt. Auch was Altersdemenz betrifft vermuten Forscher einen Zusammenhang mit Schlafmangel. Denn bestimmte Abbauprodukte im Gehirn werden beim Schlafen abgetragen. Wenn man zu wenig schläft, kann dieser Prozess nicht ausreichend stattfinden und so zu einer Frühschädigung des Hirns führen, die man erst mal gar nicht bemerkt, so Mayer.

Was passiert im Schlaf?

Im Schlaf finden zahlreiche Prozesse statt, die sowohl für den Körper als auch für die Psyche von großer Wichtigkeit sind. Unterteilt ist der Schlaf in verschiedene Phasen:

Während der Einschlafphase reagiert der Körper auf die Dunkelheit, indem er das Hormon Melatonin ausschüttet und sich so auf den Schlaf vorbereitet. Herzfrequenz und Blutdruck nehmen ab, und die Muskeln entspannen sich. Außerdem wird die Atmung flacher und die Körpertemperatur sinkt. Wenn man dann wirklich schläft, wechseln sich REM-Phasen und Tiefschlafphasen ab.

  • In den REM-Phasen, die ihren Namen daher haben, dass sich die Augäpfel schnell hin und her bewegen (rapid eye movement), träumt man und verarbeitet dabei die Erlebnisse des Tages. Diese Abschnitte sind anfangs eher kurz, je länger der Schlaf andauert, desto länger werden sie. Damit die oft sehr lebhaften und realistischen Träume nicht motorisch ausgelebt werden, versetzt sich die Muskulatur in eine Art Lähmungszustand.
  • Während der Tiefschlafphasen findet die Gedächtnisbildung statt. Kürzlich gelernte Sachverhalte und Informationen werden ins Langzeitgedächtnis übertragen. In gewisser Weise kann man im Schlaf also tatsächlich lernen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man tatsächlich neue Informationen aufnehmen kann; diejenigen, die man über den Tag verteilt aufgenommen hat, bleiben jedoch erwiesenermaßen besser im Gedächtnis, wenn man ausreichend schläft

Im Schlaf werden außerdem mehrere Hormone freigesetzt, die eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper haben. So werden unter anderem Zellen repariert und sogar die Muskelbildung wird angeregt.

Ohne ausreichend Schlaf keine Leistungsfähigkeit

Leidet man unter Schlafmangel, so können sowohl die kognitiven als auch die physischen Prozesse nicht oder nicht in ausreichendem Maße durchgeführt werden. Konsequenz sind die oben beschriebenen Beschwerden und Krankheiten.

Wer sich weiter über den Schlaf an sich, die Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern und die Folgen von Schlafmangel informieren will, kann das in diesem kostenlosen E-Book tun. Es liefert außerdem hilfreiche Tipps gegen Schlafstörungen.

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