Wissenswertes über die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker

In den meisten Bundesländern ist gerade wieder ein Schuljahr für die Abschlussklassen vorbeigegangen. Doch wie fast jedes Jahr sind noch immer nicht alle Ausbildungsstellen für Zerspanungsmechaniker vergeben. Der Beruf stellt hohe Anforderungen an Flexibilität, Präzision und Wissen, jedoch ist er auf der anderen Seite ausgesprochen abwechslungsreich und krisensicher, denn ohne gut ausgebildete Zerspanungsmechaniker ist die Industrie praktisch gelähmt.

Ein mittlerer Schulabschluss allein reicht nicht aus

Grundvoraussetzung für die 3,5 Jahre lange, duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker ist der mittlere Schulabschluss mit guten bis sehr guten Leistungen im Bereich Mathematik, Physik und Werken. Formeln, Zahlen, Umrechnungen von Größeneinheiten, genaues Messen und geometrisches Denken gehören bei diesem Beruf zur Tagesordnung. Während es Mathematikparanoiker jetzt kalt über den Rücken läuft, können sich informatik-, mathematik- und technikaffine Schulabgänger nun angesprochen fühlen. Denn gerade der kleine Prozentsatz der Absolventen mit diesen Leidenschaften wird für die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker dringend gesucht. Doch auch die Fähigkeiten, strikt nach einem Plan zu arbeiten und handwerkliches Geschick sind unabdingbar bei der Berufsausübung.

[su_box title=“Zusammengefasst bedeutet dies, Sie sollten die Hände vom Beruf des Zerspanungsmechanikers lassen, wenn Sie …“ box_color=“#98C0D9″ title_color=“#090000″ radius=“5″]

1.) wünschten, niemals etwas von Mathematik erfahren zu haben,
2.) handwerklich ungeschickt sind,
3.) keine Computerarbeit mögen,
4.) nicht präzise arbeiten wollen oder können,
5.) nicht nach Bauplänen arbeiten können, da es Ihre Kreativität einschränkt,
6.) Schichtarbeit als ein Problem ansehen,
7.) körperlich nicht belastbar sind,
8.) geräuschempfindlich sind,
9.) nicht gerne mit Maschinen arbeiten,
10.) übermäßige Angst vor Maschinen haben,
11.) zu leichtfertig mit Gefahrenquellen umgehen,
12.) den Geruch von Metall als unangenehm empfinden oder
13.) lieber im Sitzen arbeiten möchten.[/su_box]

Der Tätigkeitsbereich des Zerspanungsmechanikers

Umformen, Drehen, Fräsen, Stanzen, Bohren, Schleifen und Lasern – all diese Tätigkeiten gehören in das handwerkliche Berufsfeld des Zerspanungsmechanikers. Sie werden sich sowohl mit Metall und Leichtmetallen als auch mit unterschiedlichsten Kunststoffen beschäftigen und geometrische Formen aus bloßen Rohblöcken erschaffen. Obgleich zu Beginn für den Laien diese Tätigkeiten zunächst einmal dröge und nicht selten wertlos erscheinen, wissen Eingeweihte, die Industrie und selbstverständlich auch Ihr zukünftiger Arbeitgeber, den Wert Ihrer Bemühungen zu schätzen. Denn sie sind Garant für das reibungslose Gelingen variabler technischer Errungenschaften. Ob in KFZ, LKW oder Flugzeugen, in Millionen teuren Industriemaschinen oder aber in präzisen Uhren – damit all diese, für den Normalbürger selbstverständlichen Wunderwerke einwandfrei funktionieren, werden Sie in Zukunft sorgen.

So finden Sie als Zerspanungsmechaniker auch einen sicheren Job bei traditionsreichen Unternehmen und vielen anderen spezialisierten Firmen. Das Unternehmen BMK Baumann zeigt auf seiner Homepage anschaulich, welche Aufgabengebiete Sie zukünftig als Zerspanungsmechaniker übernehmen werden und wie abwechslungsreich die Tätigkeiten sind.

Zerspanungsmechaniker – Ausbildung – Beruf

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Forderungen des Arbeitgebers – die Ausbildung im Detail

Die Ausbildung beginnt mit einer theoretischen Phase, in der Ihnen das grundlegende Wissen über den Beruf vermittelt wird. Defizite in Mathematik und Physik werden ausgeglichen, sodass jeder einen guten Start in die betriebliche Ausbildung erhält. Damit Sie später die unterschiedlichsten Materialien bearbeiten können, müssen Sie einiges über die physikalischen Eigenschaften erlernen. Die spezifische Härte des Baustoffs, Druck- und Zugeigenschaften, Hitzeverhalten, Brüchigkeit und vieles mehr sind wichtige Indizien für die Möglichkeiten und Grenzen der Werkstoffe. Später einmal werden Sie selbständig arbeiten und selbstbestimmt die Arbeitsschritte planen können. Doch bis es soweit ist, gilt es sowohl theoretisch als auch praktisch viel zu lernen und erst einmal die zu Beginn verwirrenden Bauzeichnungen zu entziffern.

Sobald die betrieblich-praktische Ausbildung begonnen hat, werden Sie die Maschinen, von denen Sie bis dahin nur gehört haben, das erste Mal sehen und in Betrieb setzen. Vorbei ist es mit der Theorie, denn jetzt gilt es, auch sein handwerkliches Talent unter Beweis zu stellen. Arbeitssicherheit sollte dabei stets an erster Stelle stehen, denn sonst drohen böse Verletzungen. Die Maschinen sind keinesfalls mit einer im Vergleich harmlosen Bohrmaschine gleich zu setzen.

Präzision – ohne geht es nicht!

Obgleich der Zerspanungsmechaniker viele wichtige Eigenschaften mitbringen muss, ist doch eine wichtiger als alle anderen. Die Fähigkeit und der Wille präzise zu arbeiten.

Abweichungen von nur 0.01mm sind nicht nur unerwünscht, sondern können auch fatale Folgen haben und schlimmstenfalls später einmal Leben kosten. Die mikrometergenauen Bauteile finden auch im Personenverkehr Einsatz. Ein ungenaues Zahnrad kann sich während des Betriebes verhaken oder brechen und so Flugzeugturbinen oder Motoren ausfallen lassen. Obgleich der Zerspanungsmechaniker also nur selten sein Werkstück in Aktion bewundern kann, müssen Sie sich doch vergegenwärtigen, dass Sie ein hohes Maß an Verantwortung tragen werden.

Ihre Aufstiegschancen

Kennzeichnend für die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker ist, dass übermäßig viele Auszubildende nach erfolgreicher Abschlussprüfung vom Mutterunternehmen übernommen werden. Sie haben zu diesem Zeitpunkt schon seit über drei Jahren die genauen Arbeitsabfolgen, Maschinen und kleinen Besonderheiten Ihrer stets im Konkurrenzkampf stehenden Firma kennengelernt und sind somit ein wichtiges Element der Firmenstruktur. Am Ball bleiben lohnt sich also, denn ein sicherer Arbeitsplatz ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Nachdem Sie den Beruf einige Jahre erfolgreich ausgeübt und fundiertes praktisches sowie theoretisches Wissen aufgebaut haben, können Sie eine Meisterprüfung ablegen und so zukünftig selbst Nachwuchs in Ihrem Beruf ausbilden. Aber auch eine schulische Weiterbildung zum Techniker steht Ihnen während der gesamten Berufslaufbahn offen. Ein Techniker führt nicht mehr bloß die Anweisungen der Baupläne aus, sondern berechnet selbständig alle Parameter des Werkstückes und fertigt eben genau die Baupläne an, nach denen Sie zu Beginn arbeiten werden. Dass sich mit den Weiterbildungen das Gehalt positiv verändert, braucht nicht weiter erwähnt zu werden.

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: ikonoklast / 123RF Lizenzfreie Bilder

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