Anonym im Internet surfen mit VPN

Wer im Internet surft, der hinterlässt Spuren. Der Rechner sendet unzählige Daten in das World Wide Web – darüber freuen sich natürlich Werbefirmen, aber auch Cyberkriminelle sowie die Geheimdienste. Möchte man lieber „unentdeckt“ bleiben, so ist es ratsam, einen Blick auf sogenannte VPN Tools zu werfen.

Übermittelt werden unter anderem der ungefähre Aufenthaltsort sowie technische Hintergrundinformationen

Ganz egal, welche Webseite am Ende aufgerufen wird: Der Internetnutzer hinterlässt ausgesprochen viele Spuren – so kennt der Seitenbetreiber den Aufenthaltsort und erfährt auch einige technische Details über den genutzten Rechner. Denn der Computer übermittelt im Hintergrund ein paar Daten – so beispielsweise die Browser-Version. Darüber freuen sich etwa Cyberkriminelle. Denn wer weiß, welche Browser-Version zum Einsatz kommt, der kann vorhandene Sicherheitslücken ausnutzen und in weiterer Folge Malware einschleusen.

Um die persönliche Privatsphäre zu verbessern, ist es ratsam, sich a) mit Alternativen zu bekannten Suchmaschinen zu befassen und sich b) mit VPN Tools zu beschäftigten, die oft sogar schon im Browser integriert worden sind.

StartPage – eine empfehlenswerte Alternative zu Google

Eine Alternative zu Google mag StartPage sein. Google ist bekannt dafür, besonders eifrig bei der Datensammlung zu sein. StartPage hortet hingegen überhaupt keine Nutzerdaten – hier wird also auf die Privatsphäre Rücksicht genommen. Man muss aber keine Qualitätseinbußen akzeptieren. Vergleicht man die Suchergebnisse mit jenen Ergebnissen, die der Marktführer ausspuckt, so gibt es keinen großartigen Unterschied. Das liegt etwa daran, weil StartPage die Suchanfragen direkt an den US Konzern weiterleitet. Der einzige Unterschied? Da StartPage keine persönlichen Daten speichert, gibt es keine zugeschnittenen Suchergebnisse.

Google weiß bereits ein paar Informationen über den Nutzer und präsentiert die Suchergebnisse anhand der persönlichen Daten. StartPage geht hier völlig informationsfrei an den Start, sodass man das Gefühl haben könnte, „schlechtere Suchergebnisse“ präsentiert zu bekommen.

Browser-Tipp: Opera

Der Webbrowser Opera mag zwar immer häufiger in der Berichterstattung Erwähnung finden, ist aber noch immer relativ unbekannt. Befasst man sich mit dem Thema Internetsicherheit, so mag es jedoch ratsam sein, einen Blick auf den Browser zu werfen. Denn Opera bietet eine auf VPN Basis integrierte IP-Verschleierung an. Opera liefert so letztlich ein Alleinstellungsmerkmal.

Vor allem wird der VPN Dienst von Opera kostenlos zur Verfügung gestellt. In der Regel kosten VPN Tools Geld bzw. haben ein geringes Tages- bzw. Monatslimit, sofern sie kostenlos bereitgestellt werden.

Mit dem Tor Browser ins Internet

Eine weitere Möglichkeit, um so unbemerkt wie möglich im Netz unterwegs sein zu können, bietet der Tor Browser. Der Browser bezieht nach jedem Start eine neue Internet Protocol-Adresse aus dem hauseigenen Tor-Netzwerk, die von der tatsächlichen IP-Adresse des Nutzers abweicht.

Für ein Sicherheitsplus sorgt des Weiteren das Add on „NoScript“. Mit diesem bereits eingebauten Tool werden automatisch JavaScript-Inhalte, die eine Gefahr darstellen könnten, blockiert. Aufgrund der schwer feststellbaren Nutzeridentifikation, ist es also kaum möglich, von Malware infiziert zu werden.

Arbeitet man mit dem Tor Browser, so findet sich im rechten oberen Eck ein Besensymbol. Mit Klick auf dieses Symbol wird eine „neue Identität“ erstellt. Somit bekommt man eine neue IP-Adresse zugeteilt. Klickt man auf das „Schutzschild“, so können die Einstellungen bearbeitet werden. Dabei stehen die Sicherheitsstufen „Standard“, „Sicherer“ sowie „Am sichersten“ zur Verfügung.

Was bedeutet „Kill Switch“?

Wer stets mit einem VPN verbunden sein will, da mitunter in einem Land mit Zensur gesurft wird, sollte unbedingt „Kill Switch“ nutzen. Einige VPN Anbieter haben diese Funktion bereits implementiert. Reißt die VPN Verbindung ab, so kommt es zur automatischen Trennung der Internetverbindung. Das heißt, es ist nicht möglich, dass ein Datenverkehr stattfindet. Somit muss man keine Angst vor möglichen Konsequenzen haben, wenn die VPN Verbindung abreißt.

Einige VPN Anbieter stellen das Feature kostenlos zur Verfügung – in einigen Fällen ist die Kill Switch-Funktion jedoch kostenpflichtig und muss als Extraleistung hinzugefügt werden. Wer etwa bei Avira Phantom bei „Gesamten Internetverkehr blockieren, wenn die VPN Verbindung getrennt wird“ den Regler auf „Ja“ schieben will, so springt dieser zurück – der Dienst ist kostenpflichtig. Bei F-Secure Freedom sowie Hide.me steht die Funktion kostenlos zur Verfügung.

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