Freitag , 9 Dezember 2022
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Verdauungsprobleme – Bringen Sie Ihre Verdauung in Schwung!

Verdauungsprobleme – Bringen Sie Ihre Verdauung in Schwung!

Für das körperliche Wohlbefinden des Menschen ist ein regelmäßiges menschliches Bedürfnis, sprich eine regelmäßige Verdauung, eine wichtige Grundlage. Allerdings hat jeder Dritte einen Kampf durchzustehen, bis es zum ersehnten Gang auf die Toilette kommen kann. Zu harter Stuhlgang, Verstopfung, Völlegefühle, Blähungen, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe sorgen für allgemeines Unwohlsein und entziehen dem Betroffenen den letzten Funken Energie. Und je länger der Toilettengang auf sich warten lässt, desto schlimmer die Nebenwirkungen und desto wichtiger das Gegensteuern.

Normale Verdauung – ein ernstes Thema

Wann und wie häufig ein Mensch normalerweise Verdauung hat, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Jeder Körper hat da seinen ganz persönlichen Rhythmus, der mit dem Stoffwechsel zusammenhängt. Viele Menschen sind völlig zufrieden, wenn sie täglich einmal eine längere Sitzung haben dürfen. Ein Muss ist das medizinisch gesehen allerdings nicht. Eine Darmträgheit liegt in der Regel vor, wenn Menschen weniger als zwei- bis dreimal die Woche Stuhlgang absetzen können.

Verdauung

Bildquellenangabe: ©sigrid rossmann / pixelio.de

Verdauungsprobleme – die Ursachen

Ein Hauptverantwortlicher für Verdauungsprobleme ist allerdings der Mensch selbst, respektive eine ungesunde Lebensweise. Unter anderem führen folgende Faktoren zu Problemen:

  • Darmfaulheit durch zu wenig Ballaststoffe in der aufgenommenen Nahrung: Ballaststoffe binden Wasser, fördern die Darmfunktion, sorgen für eine schnelle Passage durch den Darm und machen den Stuhl geschmeidig.
  • Harter Stuhlgang durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme: Zwei bis drei Liter sollte der Mensch pro Tag trinken, um den Stuhlgang geschmeidig zu halten. Da reicht der Morgenkaffee und das Feierabendbierchen nicht aus.
  • Stuhlgangverdichtung durch „Verkneifen“: Auch wenn die Zeit knapp ist, sollte der Mensch den Toilettengang nicht verschieben, denn auch so entsteht ein schmerzhafter, harter Stuhlgang.
  • Darmträgheit durch zu wenig Bewegung: Sitzen, sitzen, sitzen – das macht nicht nur die Muskeln und den Körper schlaff, sondern auch den Darm träge.

Schnelle Hilfe aus der Hausapotheke

Leidende, die mehrere Tage keinen Stuhlgang hatten, benötigen meist eine schnelle Hilfe, die es meist nur in Form von medizinischen Mitteln gibt. Medikamente, die den Wirkstoff Bisacodyl enthalten, beseitigen akute Verstopfungen recht schnell, sollten aber auf lange Sicht nicht eingenommen werden. Besser ist es, sich dauerhaft und ernsthaft mit dem Problem zu beschäftigen und die Ursachen an der Wurzel zu bekämpfen.

20-Punkte-Programm nach Bekunis

Ratschläge zu gesunder Ernährung, Bewegung und zur Darmerziehung, so dass ein regelmäßiger Stuhlgang erzielt wird, werden in dem Bekunis Programm behandelt. Jeder hilfreichen Maßnahme wird hier eine bestimmte Punktzahl zugeordnet. Täglich sollte jeder Teilnehmer 20 Punkte erzielen, wobei nicht alle Empfehlungen zwingend genutzt werden müssen.

Die Punkteliste nach Bekunis

2 Punkte erhält man für:

  • das Essen von etwas Müsli aus Vollkorngetreide, Milch und Früchten der Saison zu jedem Frühstück
  • den Verzicht auf eisgekühltes Bier (Bier auf zirka zehn Grad Celsius temperiert hingegen fördert die Verdauung)
  • die Einhaltung einer Toiletten-Routine zu möglichst gleichen Zeiten, um den Darm zu schulen
  • das Training folgender Übung: in Bauchlage mit weit vom Körper abgespreizten Armen den Operkörper aufrichten, kurz halten und wieder ablegen. Dabei normal weiter atmen und die Übung 10x wiederholen.
  • das Training folgender Übung: Am Boden kniend die Gesäßmuskeln sechs Sekunden lang anspannen und wieder lockern: Um den Beckenboden zu trainieren und den Darmausgang zu kräftigen, die Übung fünfmal wiederholen.
  • eine fünfminütige Bauchmassage mit trommelnden Fingerbewegungen, für die man sich auf den Rücken legt und den Bauch entspannt.
  • fünfmalige, morgendliche Atemübungen im Stehen oder Sitzen, bei denen der Oberkörper beim Einatmen aufgerichtet und beim Ausatmen in sich zusammenfallen gelassen wird

3 Punkte erhält man für:

  • die Aufnahme von mehr als 1,5 l Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder ungesüßtem Saft täglich
  • den Verzicht auf Rotwein und Gerbstoffe, die stopfend wirken (1 Gläschen Weißwein allerdings ist erlaubt)
  • das Trinken eines Glases Wasser auf nüchternen Magen gleich nach dem Aufstehen zur Darmanregung
  • die Einplanung einer bestimmten, morgendlichen Toilettenzeit, die Ruhe und Behaglichkeit aufs „stille Örtchen“ bringt. Diese Zeit sollte nach dem gemütlichen Frühstück liegen.
  • für folgende Übungseinheit: Die Knie werden in Rückenlage langsam bis an die Brust gezogen, kurz gehalten und wieder gestreckt abgelegt. Die Übung wird 10 mal wiederholt.
  • für ausreichende Bewegung wie regelmäßige Spaziergänge, Radfahren, Laufen, Gehen oder Schwimmen von mindestens 30 bis 45 Minuten täglich

4 Punkte erhält man für:

  • das Essen von rohem oder gekochtem Gemüse und Kohl mit Biss
  • für folgende Übung: Kniend auf dem Boden mit aufgestützten Händen ganz ausatmen und den Bauch einziehen. Dann den Bauch möglichst kraftvoll hervorschnellen lassen und durchatmen. Diese Übung wird dreimal wiederholt.

5 Punkte erhält man für:

  • gründliches und langsames Kauen jeden Bissen Essens, denn wie das Sprichwort schon sagt: „Gut gekaut ist halb verdaut“
  • für unverzügliches zur Toilette gehen, sobald sich ein Darmreiz rührt, so dass der Darm auf den unterdrückten Stuhlgang nicht mit Verstopfung reagiert

6 Punkte erhält man für:

  • die Aufnahme von Vollkorn-Produkten, die vier- bis fünfmal so viele Ballaststoffe enthalten
  • die morgendliche Darmentleerung zu der man immer zur gleichen Zeit fünf Minuten auf der Toilette zubringen sollte, auch wenn man keinen Drang verspürt.

Verdauungsprobleme

Vorbeugung ist besser als Heilung

Wie bei allen Dingen im Leben ist es auch in Sachen Verdauung besser, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, bevor es zu Problemen kommt. Denn eine gut geölte Verdauung lässt keine Verstopfungen zu.

 

Bild: OpenClips/Pixabay.com

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