Donnerstag , 1 Dezember 2022
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Autotuning – Diese Regeln sollten Sie befolgen!

Autotuning – Diese Regeln sollten Sie befolgen!

Die technische und optische Aufwertung ist das Ziel vom Tuning. Des Weiteren wird durch Tuning die Fahrleistung des Autos den eigenen Maßstäben angepasst. Individuell wird das Fahrzeug auf den jeweiligen Besitzer zugeschnitten. Ein weiterer Grund des Tunings ist das „Gesehen werden“. Daher werden oft Änderungen am Fahrwerk oder an der Auspuffanlage durchgeführt. Aber auch das Motor-Tuning ist sehr beliebt. Ein Auto wird oftmals durch Eigenregie getunt.

Dabei sollten jedoch einige Punkte beachtet werden, damit Sie später mit Ihrem Tuning-Fahrzeug auf der sicheren Seite sind. Denn nicht alles was gefällt ist auch erlaubt.

Tuning

Die rechtliche Lage des Tunings

Welche Änderungen zulässig sind ist gesetzlich geregelt. Des Weiteren müssen Umbauten am Fahrzeug durch einen Prüf- oder Sachverständigen abgenommen werden, damit die Betriebserlaubnis des Autos nicht erlischt. Hierfür müssen die vorgeschriebenen Prüfzeugnisse wie Teilgenehmigungen oder Teilgutachten vorgelegt werden. Anschließend muss die Änderung in den Fahrzeugpapieren bei der Zulassungsstelle aktualisiert werden.
[su_box title=“Teilgenehmigungen sind:“ box_color=“#1a65df“ radius=“1″]

  • Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile
  • Genehmigungen nach speziellen regelungen (z.B. ECE-Regelungen)
  • Bauartgenehmigungen[/su_box]
[su_box title=“Teilegutachten sind:“ box_color=“#1a65df“ radius=“1″]
  • gibt darüber Auskunft, ob ein Fahrzeug nach dem Tuning noch den Vorschriften entspricht
  • werden vom Technischen Dienst erstellt (auf Tuning spezialisiertes Prüfinstitut)[/su_box]

Gesetze Tuning

[su_service title=“

Die Fakten

“ icon_color=“#f76353″]

1. Die Betriebserlaubnis eines umgebauten Fahrzeuges erlischt, wenn:

  • die Änderung Auswirkung auf das Geräusch
  • oder Abgasverhalten hat
  • durch das Umrüsten eine Gefährdung zu erwarten ist
  • sich die Fahrzeugart ändert

2. Es ist kein Nachtrag in den Fahrzeugpapieren, oder keine Prüfung des Umbaus nötig, wenn als Prüfzeugnis Teilegenehmigungen vorliegen, welche folgende Punkte beinhalten:

  • keine Einschränkung
  • keine speziellen Anbauanweisungen
  • keine Änderungsabnahme

3. Ist in den Teilegenehmigungen eine Änderungsabnahme vorgeschrieben, muss ein Prüfer die ordnungsgemäßen Umbauten am Fahrzeug bestätigen.

4. Eine Änderungsabnahme ist zwingend erforderlich, wenn als Prüfzeugnis nur ein Teilegutachten vorliegt.

5. Die schriftliche Prüfbestätigung des Prüfers ist zusammen mit dem Prüfzeugnis bei den Fahrzeugpapieren mitzuführen. Die Bescheinigung der Änderungsabnahme wird als Vorlage bei der Änderung der Fahrzeugpapiere in der Zulassungsstelle benötigt.[/su_service]

Grundsätzlich ist bei einem Tuningvorhaben das genaue Lesen der jeweiligen Prüfzeugnisse gefragt. Dabei sollten Sie die speziellen Einschränkungen besonders beachten, da sich unterschiedliche Umbau- und Änderungsmaßnahmen gegenseitig negativ beeinflussen können.
So ist beispielsweise das Montieren von breiteren Reifen oder Rädern kein Problem. Wird jedoch der Bolide gleichzeitig tiefer gelegt, ist für Räder und Reifen keine ausreichende Freigängigkeit mehr gegeben.

Der Checker – Welche Tuningmaßnahmen machen Sinn?

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Die beliebtesten Änderungen

Das Umrüsten von Reifen und Rädern

Breitere Reifen und Räder verbessern durch die Fahrstabilität nicht nur das Fahrverhalten, sie sind auch optisch ein Gewinn für jedes Fahrzeug.
In den Fahrzeugpapieren sind bereits alternative Reifendimensionen aufgelistet. Eine Fülle von abweichenden Formaten erweitert jedoch den Tuning-Spielraum. Beim Umrüsten von Reifen ist lediglich zu beachten, dass der Abroll-Umfang der Breitformate mit der Serienbereifung möglichst übereinstimmt. Der Tacho weicht ansonsten erheblich vom tatsächlichen Tempo ab.

Mit sportlichen Leichtmetallrädern wird Ihr Auto zu einem richtigen Hingucker! Vor allem Gussräder sind gefragt. Aber auch hochwertige Schmiederäder, Kunststoffräder und Magnesiumräder werden immer beliebter. Bei der Gestaltung der Räder sind kaum Grenzen gesetzt. Leichtmetallfelgen werden meist mit silberfarbenen Lackschicht und Klarlackschicht überzogen. Aber auch dunklere Lackierungen werden immer häufiger verwendet. Der derzeitige absolute Trend sind dunkelfarbige Räder mit polierten Frontflächen.

Wer beim Umrüsten der Räder eine Felge mit ABE wählt, vermeidet die Prozedur eines Einzelgutachtens. Solche Felgen sind an der Felgenvorderseite mit dem Buchstabenkürzel KBA und einer 5stelligen Nummer gekennzeichnet. Ein Teilegutachten ist jedoch erforderlich. Dies findet man in der Regel auf der Hersteller Internetseite zum downloaden.

Tieferlegen und Fahrwerksumbauten

Viele Tuning-Fans wünschen sich ein Auto, welches wie ein Brett auf der Straße liegt. Abenteuerliche Lösungen werden teilweise realisiert und der Fahrkomfort wird meist ganz hinten angestellt. Vom Gesetzgeber werden beim Fahrwerksumbau keine detaillierten Vorgaben und Grenzen aufgezeigt.

Tiefer ist jedoch nicht automatisch besser. Nicht die Optik, sondern die Abstimmung zwischen Dämpfer, Fahrwerksfeder und Achsgeometrie bestimmt die Qualität. Billige Alternativen wie beispielsweise das Ersetzen von Serienfedern durch kürzere und das beibehalten der Dämpfer ist mit einem kritischen Auge zu betrachten. Des Weiteren ist es unzulässig, einfach an Serienfedern ein paar Windungen ab zu trenne. Solch billige Varianten führen zu einem veränderten Fahr- und Lenkverhalten, zu einem geringeren Restfederwert oder sogar zu einer Funktionsbeeinträchtigung eines federwegabhängigen Bremskraftreglers. Daher sollte beim Tieferlegen eines Fahrzeuges mit einem Komplett-Paket namhafter Hersteller gearbeitet werden. Diese sind mit einem entsprechenden Prüfzeugnis ausgestattet. Somit fahren Sie in Zukunft nicht nur tiefer, sondern auch sicher auf der Straße.

Des Weiteren sind auch noch beliebte Umbauarten:

  • Front- und Heckspoiler
  • Scheinwerfer und Heckleuchten
  • Auspuffanlagen und Endrohre

Wenn nun auch Sie gerne Ihr Fahrzeug tunen möchten, finden Sie auf der Seite Onlineshops wie Tuning-kontor.de alle nötigen Utensilien und Tipps, damit Sie auch weiterhin sicher im Straßenverkehr unterwegs sind.

Titelbild: Urheberrecht: tasssd / 123RF Stockfoto
Gesetze beim tuning beachten – Urheberrecht: kurhan / 123RF Stockfoto

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