Samstag , 14 Dezember 2019
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Das eigene Ladengeschäft online bringen und Kunden über Social Media und Blogs an sich binden

Das eigene Ladengeschäft online bringen und Kunden über Social Media und Blogs an sich binden

Für den stationären Handel in den Städten hat das Internet eine enorme Konkurrenz bedeutet. Denn viele Kunden suchen die Produkte, die sie gern kaufen wollen, lieber von der heimischen Couch aus und lassen sich diese nach Hause liefern, statt selbst in ein Geschäft zu gehen. Aber auch das sogenannte Showrooming macht vielen Händlern vor Ort zu schaffen, wovon vor allem Produkte im höheren Preissegment betroffen sind. Das heißt: Der Kunde betrachtet das Produkt im Laden und lässt sich ausgiebig darüber informieren – kaufen tut er es dann aber im Netz, wo er das selbe Produkt vielleicht sogar noch ein wenig günstiger bekommt.

Die eigene Homepage als Rettung

Lokale Händler können also in der modernen Welt nicht mehr auf eine eigene Homepage verzichten, wenn sie gegen die weltweite Konkurrenz bestehen wollen. Und dafür müssen sie nicht einmal viel Geld in die Hand nehmen, sondern können im Gegenteil sogar noch sparen. Denn ein Homepage Baukasten wie Wix macht es möglich, eine kostenlose Homepage zu erstellen und anschließend mit einem denkbar geringen Aufwand auch zu pflegen.

Bares Geld sparen können Ladeninhaber mit einer eigenen Homepage insofern, als sie diese als Werbemittel nutzen können. Sie können also beispielsweise Sonderaktionen auf der eigenen Homepage ankündigen und müssen diese nicht mit Anzeigen in den lokalen und regionalen Medien bewerben, was leicht einen vier- bis fünfstelligen Betrag ausmachen kann.

Das gilt zumindest, wenn die Werbung im Netz richtig angegangen wird. So sollte die Homepage beispielsweise auch einen Blog beinhalten, in dem regelmäßig Beiträge erscheinen. Die Inhalte hängen dabei natürlich stark von der jeweiligen Zielgruppe ab. Wer technische Produkte verkauft, sollte zum Beispiel über den richtigen Einsatz der Geräte berichten, während ein Obst- und Gemüsehändler besser Rezepte postet, damit die Kunden sehen, welche Köstlichkeiten sich aus den Produkten zaubern lassen.

Kunden mit Social Media zu Fans machen

Im günstigsten Fall schaffen es die Ladeninhaber sogar, ihre Kunden zu regelrechten Fans zu machen. Das gelingt ihnen am besten mit einem guten Social Media-Marketing. Sie nutzen also soziale Plattformen wie Twitter, Instagram und vor allem Facebook, wo sie auf sich und ihre Beiträge aufmerksam machen. Das bietet den Unternehmen sogar noch einen weiteren Vorteil: Sie können direkt mitverfolgen, wie ihr Angebot von den potenziellen Kunden bewertet wird und gegebenenfalls entsprechend reagieren. Darüber hinaus erhalten sie von den Kunden ein direktes Feedback und können ihr Angebot gegebenenfalls entsprechend abändern.

Das Social Media Marketing bietet den Ladeninhabern außerdem den großen Vorteil, dass sie darüber auch viele Informationen über ihre Kunden erhalten, die sie nutzen können, um maßgeschneiderte Angebote zu präsentieren. Allerdings ist es notwendig, vorab eine Strategie zu entwickeln, um die gewünschten Ziele auch wirklich zu erreichen. Dann lässt sich nämlich auch schon mit einem kleinen Budget äußerst viel erreichen.

Ganz gleich, auf welcher Social Media-Plattform ein Unternehmen aktiv ist: Die Besucher wollen in erster Linie Inhalte präsentiert bekommen, die ihnen auch einen bestimmten Mehrwert bieten. Eine zu werbliche Sprache sollten Geschäftsleute bei ihren Postings also vermeiden, weil potenzielle Interessenten dadurch nur abgeschreckt werden. Darüber hinaus sollten sich die Geschäftsleute auch möglichst abwechslungsreich präsentieren. Es kann also beispielsweise keinesfalls schaden, gelegentlich das eine oder andere Gewinnspiel anzubieten. Auch das trägt maßgeblich zu einer guten Kundenbindung an das eigene Geschäft bei.

Warum die Präsenz im Netz für Händler unverzichtbar ist

Schon seit Jahren zeichnet sich der Trend ab, dass der Online-Einzelhandel den stationären Händlern immer mehr Umsatz wegnimmt. Nicht selten sterben in den einstigen Einkaufsstädten sogar ganze Ladenzeilen aus, weil das Einkaufen im Internet für den Kunden nicht nur bequemer, sondern oftmals auch billiger ist. Und als zusätzlichen Bonus bekommt der Kunde die bestellten Produkte sogar direkt bis an die Haustür geliefert. Dieser Trend lässt sich nicht nur bei Produkten wie Mode, sondern zunehmend auch für Lebensmittel und andere verderbliche Waren feststellen.

So können die Einzelhändler gegensteuern

Händler, die den Kampf gegen Online-Händler nicht verlieren wollen, müssen also mit den richtigen Maßnahmen gegensteuern. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Dieser könnte beispielsweise in der fachkundigen Beratung bestehen, die bei vielen Online-Shops eben nicht gewährleistet ist. Und genau das können stationäre Händler auch als ihr Alleinstellungsmerkmal kommunizieren.

Ohne Website geht gar nichts

Der Tante-Emma-Laden oder der örtliche Bäcker und Metzger, bei welchen in erster Linie Stammkunden einkaufen, können auf eine eigene Website vielleicht noch verzichten, jedes andere Unternehmen hingegen nicht. Dabei müssen die Händler allerdings bedenken, dass die Website auch von mobilen Endgeräten aus aufgerufen werden können muss und im Hinblick auf das regionale SEO optimiert sein sollte. Die Website ermöglicht es den Händlern dann, auf verschiedene Arten einen direkten Draht zu den Kunden zu bekommen.

So können sich die Kunden auf der Website bequem von zu Hause aus über die Produkte und Dienstleistungen informieren und später direkt im Laden einkaufen. Damit haben sie das Gewünschte in vielen Fällen sogar schneller als beim Einkauf im Netz.

Ferner kann die Website auch als Marketinginstrument genutzt werden, wenn es etwa darum geht, besondere Rabattaktionen publik zu machen. Dadurch entfallen die hohen Kosten für Werbeanzeigen in den örtlichen Medien, Plakate, Flyer und ähnliches.

So manches Geschäft bietet auch die Möglichkeit an, dass die Kunden die gewünschten Produkte online bestellen und später im Laden abholen. Der Inhaber oder seine Mitarbeiter haben also ausreichend Zeit, um die Bestellung zusammenzustellen und der Kunde verliert nicht allzu viel Zeit, wenn er seine Bestellung etwa auf dem Nachhauseweg von der Arbeit abholt.

Wenn sich der Kunde nur informieren möchte

Es gibt aber sehr wohl auch Kunden, die sich in einem Ladengeschäft nur informieren möchten und ihre Einkäufe anschließend bei einem Online-Shop tätigen. Aber auch in diesem Fall haben die Ladeninhaber einige Möglichkeiten, um dem entgegen zu wirken. So gibt es durchaus Kunden, die einzelne Produkte abfotografieren, um sie später online zu kaufen. In diesem Fall empfiehlt sich ein Beratungsgespräch.

Ein weiteres Plus, das Ladengeschäfte im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Netz haben, besteht darin, dass sie sich auf Produkte konzentrieren, die in der Region hergestellt werden. Natürlich sollten die Inhaber darauf aber auch explizit hinweisen.


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