Montag , 27 September 2021
Startseite » Allgemein » Das Leben, Lieben oder Leiden
Das Leben, Lieben oder Leiden

Das Leben, Lieben oder Leiden

In unserem Leben sammeln sich im Laufe der Zeit so einige (seelische) Baustellen an. Dabei können wir uns jeden Tag bewusst dafür entscheiden, das Leben zu lieben oder „es zu leiden“. Wir haben die Macht uns zu entscheiden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Situationen, die nicht ganz nach unserem Gutdünken verlaufen, helfen uns dabei herauszufinden, was dieses Ärgernis an Wachstumspotenzial für uns bereithält.

Shit happens

Um es klar auszudrücken: Missgeschicke passieren uns allen. Es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen. Wenn wir uns darüber ärgern, geben wir damit auch gleichzeitig die Macht ab, anders mit der Situation umzugehen. Unsere innere Einstellung erlaubt es uns, den Fokus jederzeit zu wechseln und Dinge anders zu sehen. Es wird an der Situation selbst zwar nichts ändern, aber zumindest haben wir das Gefühl, die Kontrolle zu behalten.

Bewerten oder beschreiben?

Es ist nur allzu menschlich, alles und jeden in unserem Umfeld in eine Schublade zu stecken. Wir kategorisieren unseren Alltag und die Menschen, die uns täglich begegnen. Alles wird unterteilt in „gut“ oder „schlecht“, „falsch“ oder „richtig“. Um aus diesem Kreislauf herauszutreten, sollten wir sanft dazu übergehen, Menschen, Situationen oder Dinge nicht mehr zu bewerten, sondern zu beschreiben. Ein Vorkommnis muss also nicht mehr ärgerlich oder aussichtslos sein, sondern herausfordernd. Ihr/e Partner/in ist vielleicht kein Chaot, sondern nur kreativ. Man selbst ist vielleicht nicht ordnungsfanatisch, sondern einfach nur strategisch veranlagt. Man kann damit beginnen, achtsam zu umschreiben was man beobachtet. Das Leben kann so viel schöner sein, wenn man aus der Bewertung heraustritt. Nicht leichter – nur schöner!

„Baustelle Leben“

Unser Rucksack wurde uns von unseren Eltern geschnürt. An uns liegt es nun, was wir weiter mit uns herumtragen und was wir aus diesem Bündel zurücklassen werden. Was wir über uns (und unsere Umwelt) denken und wie wir fühlen, haben wir in unserer Kindheit erlernt. Es bedarf einiger Übung und Konsequenz, diese „Programme“ in uns aufzustöbern und durch neue zu ersetzen. Das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, verliert angesichts der Tatsache, dass sich unser Wesen bis ins hohe Alter ständig verändert, völlig an Bedeutung. Es ist niemals zu spät, alte, destruktive Denkweisen fallen zu lassen und sie durch mehr Einsicht zu ersetzen. Wir alle sind das Produkt unserer Vergangenheit. In uns sind viele Erinnerungen und Muster angelegt. Wir entscheiden, welche in unserer Zukunft Fortbestand haben.

Über Redaktion

Chefredakteur