Mittwoch , 19 September 2018
Startseite » Beruf & Bildung » Der Wasserhahn tropft – und das ist in der Industrie ein großes Problem
Der Wasserhahn tropft – und das ist in der Industrie ein großes Problem

Der Wasserhahn tropft – und das ist in der Industrie ein großes Problem

Jeder kennt das Problem mit dem tropfenden Wasserhahn. Die Ursache: Es gibt eine Undichtigkeit. Der Wasserhahn ist technisch gesehen nichts anderes als ein Ventil, dessen Aufgabe es ist, Stoffe am Fließen zu hindern – in dem Fall Wasser. Das ist zwar mithin schnell behoben, aber in der Industrie gibt es andere Anforderungen und daher auch andere Ventile.

Wenn es nur Wasser wäre

Man könnte sagen, solange es sich nur um Wasser handelt, ist es in der Regel nicht weiter schlimm, wenn ein Ventil nicht richtig schließt. Da kommen aber zwei Probleme dazu, die vor allem in der industriellen Verwendung auffallen: Einerseits ist nicht gesagt, dass es sich zwangsläufig um sauberes Wasser handelt und andererseits kann es notwendig sein, dass die Dosierung sehr genau erfolgen muss. Insofern sind Ventile, wie sie vom Wasserhahn allgemein bekannt sind, oftmals ungeeignet.

Wie funktioniert ein Ventil?

Klassische Ventile können zum Beispiel durch einen Schraubverschluss geöffnet und geschlossen werden. Eine Platte bestimmt den Widerstand und kann so die gewünschte Menge pro Zeiteinheit durchlassen. Die Platte ist normalerweise aus Metall und wird mit einem Gummiring abgedichtet. Allerdings steht man hier vor dem Problem, dass das nur bei sauberen Flüssigkeiten zufriedenstellend funktioniert.

Ist die Flüssigkeit beispielsweise verunreinigt, etwa durch Sand, können sich die Körner verkanten und dann schließt die Platte nicht mehr ab, es fließt (oder tropft) weiter. Das kann je nach zu transportierendem Stoff unschöne Nebenwirkungen mit sich ziehen.

Quetschventile als Alternative

Eine Alternative zu den beschriebenen Ventilen sind daher Quetschventile, die in der Industrie eine breite Verwendung finden. Es handelt sich dabei im Grunde genommen um ein flexibles Ventil. Man kann sich das so vorstellen, dass das Ventil aus einem elastischen Stoff, zum Beispiel Gummi, besteht. Dieser wird je nach gewünschter Flussmenge entsprechend stark zusammengedrückt.

Der Vorteil ist die Flexibilität des Ventils. Anders als bei einem Metallrohr ist es anpassungsfähig. Verunreinigungen wie Schmutz oder Sand führen nicht dazu, dass es dennoch weiter fließt, obwohl das Ventil eigentlich geschlossen ist. Stattdessen passt sich besagter Stoff an und schließt entsprechend trotz allem zuverlässig.

Dies kann sicherheitsrelevant sein. Zuweilen gibt es verschiedene Chemikalien, die mithin nicht zu einer bestimmten Zeit zugegeben werden dürfen. Oder es wird eine Verunreinigung festgestellt und die Produktion muss angehalten werden. In diesen Fällen leisten Quetschventile gute Dienste, da mit ihnen eine sichere Abschaltung der Maschine gewährleistet werden kann.


Über Redaktion

Chefredakteur