Montag , 8 August 2022
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Fertighaus – kein Eigenheim zweiter Wahl

Fertighaus – kein Eigenheim zweiter Wahl

Die Entscheidung, ein Haus zu bauen, treffen wohl die meisten Menschen nur einmal im Leben. Natürlich soll das große Vorhaben möglichst reibungslos in die Tat umgesetzt werden. Doch bevor die Planung voranschreitet, steht erstmal die große Frage im Raum: Fertighaus oder Massivhaus?

Von der Stange – und trotzdem individualisierbar

Immer mehr Bauherren entscheiden sich für ein Fertighaus und profitieren von den Vorteilen dieser Bauweise. Kritiker dagegen sehen in dieser Option eher ein Bauvorhaben zweiter Wahl. Leider werden Fertighäuser häufig noch immer als „billige Papphäuser“ belächelt, doch die Zeiten haben sich zum Glück gewandelt und inzwischen haben potentielle Bauherren die Wahl zwischen hochwertigen Fertighäusern, welche individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden können.

Kurze Bauzeit

Fertighäuser sind vor allem so beliebt, da sie gegenüber dem Bau eines Massivhauses einen entscheidenden Vorteil mitbringen: eine deutlich kürzere Bauphase – angefangen bei der Planung bis hin zur eigentlichen Errichtung des Hauses. Das spart nicht nur Geld – denn die nervenaufreibende Zeit der finanziellen Doppelbelastung durch Miet- und Finanzierungsausgaben ist relativ kurz – sondern auch Nerven. Inzwischen ist jedes siebte gebaute Eigenheim ein Fertighaus und die Tendenz geht stark nach oben. Wohl auch deshalb, da viele Instant-Häuser, wie diese Immobilien gern mit einem Augenzwinkern betitelt werden, inzwischen auch in der Energiesparvariante erhältlich sind.

Preiswert oder hochwertig – Bauherren haben die Wahl

Ein Fertighaus für unter 100.000 Euro? Ja, auch solche Angebote werden noch immer in diversen Katalogen angepriesen und locken vor allem potentielle Bauherren mit eher kleiner Geldbörse an. Das für diese Summe kein wirklich hochwertiges Familiendomizil errichtet werden kann, diese Tatsache lässt sich nicht bestreiten. Und so müssen Eigenheimbesitzer bei der Billigvariante schon einige Abstriche machen. Doch gerade in den letzten Jahren kommen die Fertighäuser immer mehr aus der Ecke der Schnäppchen-Immobilien heraus. Wie der Bundesverbands Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) berichtet, geben Bauherren im Durchschnitt 180.000 Euro an reinen Baukosten für ihr Schnellbauhaus aus. Jeder vierte Deutsche legt für sein Fertighaus gar über 300.000 Euro auf den Tisch und erhält dafür eine äußerst hochwertige und ansehnliche Immobilie.

Das Ausbauhaus – Variante für Sparfüchse

Bauherren, deren Budget arg begrenzt ist, sind gern auf der Suche nach finanziellen Einsparungsmöglichkeiten. Eine Variante kann hier das so genannte Ausbauhaus sein. Fertighaus-Unternehmen bieten dafür ihren Kunden in der Regel zwei Optionen an. Entweder sie errichten nur die äußere Hülle des Hauses und der Bauherr übernimmt den kompletten Innenausbau sowie Dachdecker- und Dämmarbeiten selbst oder aber die Firma baut das Erdgeschoss komplett  und die zukünftigen Hausbesitzer bauen nach und nach in Eigenregie das Dachgeschoss aus. So steht einem schnellen Einzug erstmal nichts im Weg – allerdings lebt die Familie dann unter Umständen Monate oder Jahrelang auf einer Baustelle.

Fazit: Fertighäuser haben sich gerade in den letzten Jahren von den eher unscheinbaren „Pappschachteln“ hin zu hochwertigen Immobilien gemausert. Zukünftige Bauherren sollten bei dieser Variante jedoch genauso sorgfältig planen wie beim Bau eines Massivhauses.

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