Samstag , 17 August 2019
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Fettflecken entfernen

Fettflecken entfernen

Fettflecken können zum Alptraum werden! Einmal Pommefrites mit Mayonnaise und schon hat man „sein Fett weg“: Ein nicht zu leugnender Beweis für die kulinarische Verfehlung macht sich auf dem T-Shirt breit. Fett ist kaum wasserlöslich, deshalb liegt es in der Chemie des Fleckes, dass man ihn meist erst nach Zusatz scharfer Mittel aus dem Material lösen und damit entfernen kann. Um dabei nicht den Stoff zu zerstören, sollte man behutsam zu Werke gehen, und berücksichtigen, wie alt der Fleck ist, um welche Textilart es sich handelt und wie es um die Farbechtheit bestellt ist.

Lokale Behandlung: Hausmittel versus käuflicher Produkte

fettflecken-entfernenFür die Fettfleckentfernung bedarf es aggressiverer Stoffe und Manipulationen, die dabei sowohl das Gewebe, als auch die Farben in Mitleidenschaft ziehen können. Deshalb sollten diese Mittel örtlich sehr begrenzt verwendet und anschließend gut ausgespült werden.
Bei Fettflecken der Klassischen Art“ werden durch Schmiere, Öl und Fette, wie Butter verursacht. Aber auch Lebensmittel wie Mayonnaise und Sahne hinterlassen fette Spuren. Zur Behandlung sind sowohl Hausmittel bekannt, als auch kommerzielle Produkte. Zu den Hausmitteln gehören Waschbenzin, Gallseife, Spülmittel, wie man sie für den täglichen Abwasch verwendet, aber auch ein Löschblatt. Frische Flecke auf Tapeten beispielsweise können mit einem Bügeleisen unter langsam steigender Temperatur und mit saugfähigem Löschpapier oder Küchenkrepp entfernt werden. Gallseife wird aus Kernseife und Rindergalle hergestellt. Rindergalle ist dabei auf Grund seiner emulgierenden Eigenschaften, besonders gegenüber Fettflecken wirkungsvoll. Ähnlich verhält es sich mit den klassischen Spülmitteln, die Tenside enthalten, deren charakteristische Eigenschaft das Lösen von Fett aus den Kleidungsfasern ist, so dass das Fett mit Wasser anschließend herausgespült werden kann. Geben Sie also etwas Spülmittel auf den Fettfleck und lassen Sie das Ganze eine Weile einwirken. Später legen Sie das Kleidungsstück einfach in die Waschmaschine und waschen es wie gewohnt. Waschbenzin gehört zu den Leichtbenzinen, das als Verdünner und Lösungsmittel häufig angewendet wird und auch Fette lösen kann. Nachteil ist hierbei sowohl die gleichzeitig farblösenden Eigenschaften, wie auch die Tatsache, dass es gesundheits-und umweltschädlich ist. Sil 1 für Alles hat sich als käufliches Produkt einen Namen gemacht, wobei auch die Stiftung Warentest dieses Produkt als Mittel gegen Fettflecken mit gut bewertete. Unter dem Aspekt Farbschonung schnitt es allerdings weit weniger erfolgreich ab.

Textilart und Farbe bestimmen das Vorgehen bei Fettflecken

Generell empfiehlt sich eine Vorbehandlung des betroffenen Areals, bevor sich dann der Waschgang anschließt.
Die Soforthilfe sollte in erster Linie, dazu dienen, den frischen Fleck aufzusaugen: das kann mit Löschpapier, aber auch mit Salz oder Kartoffelmehl erfolgen, auch wenn der Fleck danach noch nicht restlos getilgt ist.
Weniger empfindliche Kleidungsstücke (z. B. Baumwolle), die bei 40 oder 60°C gewaschen werden können, sollten mit Gallseife oder alternativ Waschbenzin vorbehandelt werden, wobei sich bei farbigen Textilien eine Farbechtheitsprobe an einer nicht sichtbare Stelle empfiehlt. Hilfreich könnte auch das Aufträufeln von Spülmittel sein, das nach einiger Einwirkzeit im Waschgang herausgewaschen wird. Im sich anschließenden Waschgang können dann Waschmittelmenge und Temperatur eingestellt werden, wie sie für stark verschmutzte Wäsche gewählt werden. Sollte der Fleck noch nicht vollständig entfernt worden sein stellt die Weiderholung der Prozedur kein sehr großes Problem für das Gewebe dar.

Schwieriger ist die Behandlung empfindlicher Textilien. In der Vorbehandlung sollte wenig gerieben, besser getupft und zunächst mit Spülmittel die Beseitigung des Fleckes versucht werden. Nach dem einwirken, wird das Kleidungsstück ohne voriges entfernen dem Waschgang zugeführt, wobei darauf zu achten ist, dass Waschpulver und -temperatur nur im zugelassenen Bereich angewendet werden. Hier empfiehlt es sich, bei nicht vollständigem erfolg, den Vorgang, dieses Mal unter Verwendung von Sil 1 für Alles, aber erneut unter milden Waschbedingungen, zu wiederholen. Waschbenzin zum Fleckenlösen ist nicht ratsam, da hierbei das Gewebe angegriffen wird.
Schonende Verfahren, die auf dem Einsatz von kohlesärurehaltigen Flüssigkeiten beruhen sind allein schon wegen der chemischen Voraussetzungen ungeeignet.

Fettflecke sind ein häufiges Malheur, aber in vielen Fällen wieder zu beheben. Behutsames Vorgehen, das Schritt-für-Schritt- Herantasten sowie wiederholtes Waschen, sind dabei zielführender, als die Radikalmethode, bei der am ende doch ein ärgerlicher Fleck zu sehen ist: nicht vom Fett, sonders als Farb- oder Gewebeänderung.


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