Dienstag , 21 Mai 2019
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Gewissheit, ob Ihr Download tatsächlich eine Virus mit sich bringt

Gewissheit, ob Ihr Download tatsächlich eine Virus mit sich bringt

Wenn Sie ein verantwortungsbewusster Mensch im Internet sind, dann haben Sie wahrscheinlich einen Virenscanner auf Ihrem Computer installiert. Sie halten ihn auf dem neuesten Stand und führen ihn oft aus, nur um sicher zu sein.

Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihr Virenscanner vielleicht etwas übereifrig ist? Wenn ja, dann haben Sie einen guten Grund dazu.

Es ist ein leicht verständlicher Fehler, da es so viele verschiedene Arten von Computerviren gibt, aber einige Antivirenscanner sind eher vorsichtig und melden falsche Viren. Dies geschieht typischerweise bei Dateien, die Sie aus dem Internet herunterladen und anschließend scannen.

Was Ihr Antiviren-Scanner möglicherweise tut, ist, eine Datei als Bedrohung zu kennzeichnen, wenn er unsicher ist. Es ist eine Art „besser sicher als bedauerlich“-Taktik und während die Entwickler von Antivirensoftware nicht dafür verantwortlich gemacht werden sollten, diese Fail-Safes in ihre Programme zu schreiben, kann es ein wenig ärgerlich werden und Sie davon abhalten, ein nützliches Tool oder eine nützliche Anwendung zu nutzen.

Solange Sie im Internet sind laufen Sie Gefahr, dass Ihr Computer von einem Virus infiltriert wird, aber wenn Sie weiterlesen, werden Sie vielleicht ein oder zwei Dinge darüber erfahren, ob Ihre Downloads einen Virus enthalten oder nicht.

Eine Methode zum Verrücktwerden

Sie fragen sich vielleicht, was eine Antivirensoftware veranlassen kann, einen Download als Bedrohung zu kennzeichnen, wenn er es tatsächlich nicht ist? Die Antwort auf diese Frage kann in einem Satz zusammengefasst werden:

Falsche Positivmeldungen.

Fehlalarme sind im Grunde genommen der letzte Versuch eines AV-Scanners, der nicht eindeutig feststellen kann, ob eine Datei eine Bedrohung darstellt oder nicht. Durch die verschiedenen Methoden, die von AV-Scannern zur Erkennung von Viren eingesetzt werden, können falsche Positivmeldungen auftreten. Die beiden häufigsten Methoden zur Erkennung von Bedrohungen sind:

Signaturerkennung und Heuristik.

Die Signaturerkennung ist der Grund, warum Sie Ihre AV-Software auf dem neuesten Stand halten müssen. Diese Methode verwendet eine Art Bibliothek, die bekannte Bedrohungen aufzeichnet. Die Signaturerkennung gleicht die betreffende Datei mit Software-Signaturen ab, die als schädlich bekannt sind. Wenn es eine Übereinstimmung gibt, ist es höchstwahrscheinlich eine Bedrohung.

Der heuristische Ansatz ist etwas weniger zuverlässig, da er das Verhalten einer Datei beobachtet, um festzustellen, ob es sich um eine Bedrohung handelt oder nicht. Im Laufe der Zeit wurde das „verdächtige Softwareverhalten“ um eine Website erweitert, die nicht viel Traffic aufweist, die AV-Software eine Website nicht gescannt hat oder einfach nicht in der Datenbank ist.

Auch hier ist es nicht die Schuld der Entwickler der AV-Software, dass diese Methoden nicht narrensicher sind. Der Markt verlangt immer mehr Schutz, da Nachrichten über Bedrohungen in die Schlagzeilen geraten und Entwickler einfach ein breiteres Netz aufbauen, um die Benutzer zu schützen. Einfach ausgedrückt, es gibt keine perfekte AV-Software.

Wonach Sie Ausschau halten sollten

Wie kann man sich also vor Viren schützen, ohne auf die herkömmlichen Dinge im Internet zu verzichten? Es ist schwierig, aber Sie können damit beginnen, einige der Entwickler von AV-Software zu kennen, die für die Meldung von Fehlalarmen bekannt sind. Laut einer Studie von AV-Comparatives aus dem Jahr 2015 waren die AV-Softwareprogramme, die die höchsten False-Positive-Vorkommen aufwiesen, die folgenden:

  • Avira
  • Avast
  • Baidu
  • Vipre

Das heißt nicht, dass diese Programme garantiert Fehlalarme melden, aber wenn Sie tatsächlich eines davon verwenden und es eine Bedrohung gemeldet hat, sollten Sie es mit einem anderen Scanner überprüfen.

Was Sie unternehmen können

Eine weitere Möglichkeit, sicherzustellen, dass Sie von Ihrer AV-Software nicht irregeführt werden, ist die Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Entwickler. Die meisten seriösen Entwickler werden auf Anfragen zu ihrem Produkt reagieren. Wenn Sie also Zweifel haben, sprechen Sie sie aus.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Online-Virenscannern, die ebenfalls bei der Überprüfung helfen, ob eine gemeldete Bedrohung wirklich eine Bedrohung ist. Einige nützliche Online-Virenscanner sind unter anderem:

  • Zulu
  • URLVoid
  • Virus Total

Diese Virenscanner gleichen Ihre verdächtige Datei sofort mit mehreren Datenbanken von AV-Softwareentwicklern ab und müssen nicht heruntergeladen werden. Sie laden nur die Datei hoch und werden Sie wissen lassen, ob diese sicher ist oder nicht.

Schließlich wird die Zusammenarbeit mit einem seriösen AV-Softwareentwickler das Auftreten von Fehlalarmen begrenzen. Es ist sowieso einfach eine gute Vorgehensweise.

AVG Technologies ist seit über einem Jahrzehnt ein zuverlässiger Anbieter im Antivirenbereich und behauptet sich auch heute noch auf dem Markt. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von KOSTENLOSEN und kostenpflichtigen Sicherheitsoptionen an, je nachdem, welches Sicherheitsbedürfnis besteht. Von Firewall-Schutz bis hin zu einfach zu bedienenden Dashboards bietet AVG einen umfassenden Schutz vor Viren durch kontinuierliche Aktualisierung und Verbesserung der Schutzstrategien.

Der menschliche Faktor

Das Internet handelt nicht mit Absolutwerten. Es gibt keine todsichere Methode zur Feststellung, ob eine Datei Ihrem System schaden könnte, so dass es letztendlich dem menschlichen Urteilsvermögen überlassen bleibt. Fragen Sie sich daher stets selbst:

  • Kam diese Datei von einer seriösen Website?
  • War meine Verbindung zu der Seite, von der ich diese Datei erhalten habe, sicher?
  • Möchte ich diese Datei wirklich haben?

Obwohl keine der oben genannten Fragen akademisch fundiert ist, können sie doch das entscheidende Element darstellen, das notwendig ist, um die richtige Entscheidung zu treffen.


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