Mittwoch , 17 Juli 2019
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Haarausfall bei Katzen – was tun?

Haarausfall bei Katzen – was tun?

Typisch für die Katze ist das seidenweiche und glänzende Fell, das flauschig und locker den Körper des Tieres bedeckt und das sie auch ausgiebig pflegen. Katzenfell fühlt sich sehr gut an, sieht gut aus und ist zudem auch noch ein erster Indikator für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Tieres. Im Umkehrschluss zeigt das Katzenfell auch sofort an, wenn es ihr nicht gut geht. Allein Stress kann bei en Tieren schon zu kurzfristigem Abwerfen von einer Menge Fell sorgen. Sperrt man sie beispielsweise in die Transportbox, um den Tierarzt aufzusuchen, kann es durchaus sein, dass man dann eine Menge Fell in der Box findet, denn die Katze wirft schon bei Stress Fell ab. Das ist aber ein ganz natürliches Verhalten und es ist auch keine Behandlung notwendig. Anders sieht es aus, wenn Katzen dauerhaft und auch außerhalb des Fellwechsels im Herbst und Frühjahr viel Fell verlieren.

 

Ernährung, Trächtigkeit oder sonstige Gründe für Haarausfall

Haarausfall bei KatzenWird das Fellkleid der Katze schütter oder entstehen sogar schon kahle Stellen, dann ist aber Aufmerksamkeit gefragt. Nicht immer muss eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken, wenn der Haarausfall verstärkt zu verzeichnen ist. Aber ob das Tier ernsthaft krank ist, kann nur der Tierarzt entscheiden. Wichtig für ein gesundes Fell und damit das Wohlbefinden und die Gesundheit von Katzen ist die richtige Ernährung. Gerade in der Trächtigkeit, innerhalb einer fiebrigen Erkrankung, nach einer Operation oder anderen für den Körper traumatischen Ereignissen kann es schnell zu Mangelerscheinungen und damit verstärktem Haarausfall bei Katzen kommen. Bis zu drei Monate nach dem Ereignis kann sich das Fell noch lichten. Mit einer Unterstützung der Ernährung, vielleicht sogar einer Aufbauspritze des Tierarztes lässt sich das Problem schnell in den Griff bekommen. Beim Fellverlust durch diese Ereignisse ist die Haut nicht gerötet und das Tier kratzt sich auch nicht verstärkt. Bezeichnet wird dieses Phänomen übrigens als telogenes Effluvium und es kann auch beim Menschen nach traumatischen Ereignissen auftreten.

Ist ein Hautpilz schuld?

Üblicherweise findet der Fellwechsel fast unmerklich statt, denn die ausfallenden Haare wachsen sofort wieder nach und entstehen auch im intensiven Fellwechsel im Frühjahr und Herbst keine kahlen oder dünn behaarten Stellen. Hatte das Tier einen Hautpilz, muss man bei Kurzhaarkatzen etwa sechs Monate Geduld haben, bis die kahlen Stellen wieder befellt sind, bei Langhaarkatzen muss man sich sogar bis zu 18 Monaten gedulden. Wichtig ist beim Verdacht auf Hautpilze, dass die Katze vom Tierarzt behandelt wird. Erkennt man rote Stellen auf der Haut oder auch eine starke Hautschuppung, dann sollte der Weg sofort zum Tierarzt führen. Juckreiz ist übrigens kein typisches Symptom für Hautpilze. Typisch hier ist dann ein kreisrunder oder ovaler Haarverlust. Pilze ernähren sich von den obersten Hautschuppen und Haaren. Die Haare brechen dann ab und die kahlen Stellen entstehen. Hautpilze müssen behandelt werden, denn zum einen verschwinden sie nicht von allein, weiterhin können sie auch auf die menschliche Haut übergreifen. Die Behandlung von Hautpilzen braucht nicht nur was das neue Haarwachstum angeht viel Geduld, auch die Behandlung selbst muss geduldig und mit Konsequenz durchgeführt werden. Hat man mehrere Katzen, müssen alle behandelt werden, auch wenn sich keine Symptome zeigen.

Krankheiten als Hintergrund für Haarausfall

Ist der Hormonhaushalt des Tieres gestört, können Fellausfall, aber auch lebensbedrohende Auswirkungen auftreten und der Fellausfall ist dann nur eine harmlose Begleiterscheinung. Überfunktionen der Schilddrüse können übrigens zu Fellverlust führen. Ist die Katze sehr nervös, hyperaktiv und zeigt allgemeine innere Unruhe, dann kann das auf eine Hormonstörung hindeuten, die aber nur vom Tierarzt klar diagnostiziert werden kann. Katzen versuchen ihre innere Unruhe durch ständiges Putzen zu kompensieren und die Haare werden mit der rauen Katzenzunge teilweise einfach abgeraspelt, was zu weiterem Fellverlust führt.

Wenn Putzen krankhaft wird und zu Fellverlust führt

Parasiten, Flöhe, Unverträglichkeiten gegen Futter oder Bakterien können die Auslöser für Juckreiz und damit permanentes Putzen sen. Das Tier putzt sich ständig, ohne dass zwingend ein Grund wie Juckreiz dahintersteckt. Auch wenn die Parasiten oder Futterunverträglichkeiten zunächst zu Juckreiz führen, putzt die Katze sich letztlich permanent und sorgt damit dafür, dass das Fell dünner wird. Aber auch eben Stress sorgt bei Katzen für Haarausfall. Sogar ein Umzug oder das Hinzuziehen einer weiteren Katze kann so viel Stress verursachen, dass das Tier stark Fell abwirft und sich auch permanent putzt, damit auch weitere Haare einfach abraspelt.

Ist der Haarausfall stark und langfristig und nicht nur auf Stresssituationen beschränkt, sollte schnell der Tierarzt aufgesucht werden.


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