Heissnieten: So funktioniert die Warmumformung von Materialien

Heissnieten ist ein Prozess, der aus der Industrie nicht mehr wegzudenken ist. Dabei werden zwei Werkstücke dauerhaft miteinander verbunden und lassen sich nur durch Zerstörung voneinander lösen. Gerade bei der Kunststoffverarbeitung spielt das Verfahren eine wesentliche Rolle. Nicht zuletzt, weil der hohe Kunststoffverbrauch ein immer wiederkehrendes Thema ist. Heissnieten ermöglicht es jedoch, die Verbindungen des Materials deutlich robuster zu machen, wodurch seine Langlebigkeit erhöht wird. Wie das Verfahren funktioniert und welche Materialien sich damit zusammenfügen lassen, zeigt dieser Artikel.

Was ist Heissnieten?

Heissnieten ist ein Fügeverfahren, bei dem zwei Werkstoffe unlösbar miteinander verbunden werden. Dabei entstehen keine unsauberen Ränder und es ist auch keine Zwischenverbindung nötig. Die Teile lassen sich gezielt und punktuell aneinander anbringen. Eine wichtige Voraussetzung für die Funktion des Verfahrens ist, dass eines der Materialien sich bei Energieeinwirkung umformen lässt, es beginnt also zu schmelzen. Aus diesem Grund wird der Vorgang auch Wärmeumformung genannt. Weitere Informationen über den Prozess sind auf dieser Webseite zu finden: https://www.bdtronic.de/heissnieten/prozesskompetenz

In welchen Bereichen wird das Verfahren eingesetzt und welche Vorteile bietet es?

Heissnieten ist ein innovatives Verfahren und bieten eine hohe Flexibilität und kann sowohl zum Verbinden von Materialien wie auch zur Spaltfüllung eingesetzt werden. Meist kommt das Verfahren für Ersteres zum Einsatz. Es können Paarungen aus gemischten Materialien hergestellt werden oder Verbindungen zwischen reinem Kunststoff. Mit diesem Prozess lassen sich beispielsweise Öffnungen sicher schließen.

Der Vorteil des Verfahrens liegt vor allem darin, dass keine weiteren Materialien benötigt werden, was sich auch positiv auf den Umweltschutz auswirkt. Bei vielen Verbindungen sind zum Beispiel Schrauben oder Scharniere nötig, um die Teile zusammenfügen zu können. Das Heissnieten senkt so nicht nur den Aufwand, sondern auch die Kosten. Denn mindestens ein Teil der Verbindung stellt ein Bauelement wie auch gleichzeitig den Spritzguss dar. Außerdem entstehen bei diesem Prozess weder Späne noch sonstige Rückstände. Dadurch ist der Arbeitsablauf sehr sauber.

Welche Verfahren zum Heissnieten gibt es?

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, die das Verbinden der Stoffe ermöglichen. Beim BHS Hot Stamp®-Verfahren ist der Nietkopf mit einem Stempel ausgestattet. Durch eine exakte Temperaturregelung lässt sich das Material einfach und stabil schmelzen und umformen. Nach Aufheizen des Stempels wird dieser über den Nietpin gefahren und das Material geschmolzen. Eine überwachte Kühlung härtet die Verbindung optimal aus.

Das BHS Hot Jet®-Verfahren ist der Nietkopf mit einer Kombination aus einer Düse und einer Hülse versehen. Der Stempel befindet sich im inneren der Düse. Durch das Ausstoßen heißer Luft lässt sich das Material leicht schmelzen und anschließend umformen. Um den Prozess besser steuern zu können, wird die Lufttemperatur ununterbrochen gemessen und kontrolliert. Umso genauer die Einstellung, desto optimalere Verbindungen sind möglich.

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