Samstag , 13 August 2022
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Heizkörper streichen – so geht´s

Heizkörper streichen – so geht´s

Wenn die Heizung dir nicht mehr gefällt, sollte sie gestrichen werden. Dank verschiedener passender Lacke ist dies jetzt sogar in der jeweiligen Wandfarbe möglich, damit das Ergebnis jedoch lange Freude bereitet, solltest du einige Dinge beachten und nicht einfach loslegen, ohne die richtige Ausrüstung oder das Wissen, wie es richtig und einfach geht.

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Wie bei allen Arbeiten im Haus ist es vorteilhaft, sich auch hier erst einmal mit den Begebenheiten vertraut zu machen. Da Heizkörper sich beim Heizen immer wieder ausdehnen und zusammenziehen, ist nur ein geeigneter Heizkörperlack die Grundlage für ein vernünftiges Ergebnis. Dieser Lack muss schlag- und kratzfest sowie hitzebeständig sein, um nicht sofort abzuplatzen, wenn an die Heizung gestoßen wird oder sie eingeschaltet wird. Zusätzlich sollte der Lack geruchsarm sein sowie über einen Rostschutz verfügen, um die Heizung und Umluft nicht zu gefährden. Von Vorteil ist auch, wenn der Lack bereits eine Grundierung enthält, damit das lästige Vorstreichen komplett entfallen kann. So wird schnell und unkompliziert, nach der nötigen Vorarbeit, ein perfektes Ergebnis erreicht.

Schritt 1: Einkaufen und Heraussuchen des Materials

Anleitung Heizkörper streichenBenötigtes Material:
Lack! (Kriterien für den guten Lack: -heizkörpergeeignet, -hitzebeständig, stoß-, kratzfest, geruchsarm bzw. geruchsneutral, Grundierung sowie Oberflächenfarbe und Rostschutz sind enthalten)

Zusätzlich zum Lack werden benötigt:

  • wasserdichte Handschuhe und normale Arbeitskleidung
  • Schwamm
  • Anlauger
  • Eimer
  • Abdeckvlies oder -folie
  • Malerkreppband zum Abkleben der Griffe, Rohre und Heizmesser.
  • geeigneter Pinsel oder Schaumrolle (Tipp: gut geeignet sind Pinsel mit abgewinkelter Spitze, um auch zwischen die Lamellen zu gelangen, oder kurze feinporige Schaumrollen.)
  • Bei alten Heizungen ist außerdem ein zusätzlicher Rostschutz für die umliegenden Rohre empfehlenswert.

Schritt 2: Vorbereitung

Die Heizung sollte beim Streichen unbedingt ausgeschaltet sein. Ein warmer Untergrund würde alles zunichtemachen und die Arbeit wäre umsonst. Wenn die Heizung abgeschaltet ist, muss die Umgebung gesichert werden, um den Boden oder Einzelteile zu schützen. Hierfür ist das Malervlies, oder Abdeckplane sowie das Malerkreppband von Nöten. Dieses wird nun sorgfältig angebracht, sodass der Lack wirklich nur an die Stellen gelangt, an die er soll. Zusätzlich sollten die Fenster geöffnet werden, damit sowohl beim Lackieren, als auch beim Anlaugen die Dämpfe schnell entweichen können. Bei fensterlosen Räumen ist es ratsam Arbeitspausen einzulegen, um nicht dauerhaft den Dämpfen ausgeliefert zu sein. Eine Arbeitsmaske ist im unbelüfteten Raum zusätzlich sinnvoll, um sich vor den Dämpfen zu schützen.

Schritt 3: Anlaugen

Jetzt kann mit der Arbeit begonnen werden. Der Anlauger wird entsprechend der Vorgaben im Eimer angerührt und mit behandschuhten Händen und Schwamm auf den Heizkörper aufgetragen. Die alte Farbe löst sich und ein sauberer Untergrund entsteht. Falls dennoch Lackstückchen zurückbleiben, ist die Verwendung von einem Schaber oder etwas Schleifpapier empfehlenswert. Wichtig ist hierbei, den Heizkörper keinesfalls zu verletzten, da er sonst nicht mehr verwendet werden kann. Also äußerst vorsichtig und nur den Lack abschleifen. Danach wird noch einmal mit dem Schwamm und klarem Wasser nachgewischt, bis kein Anlauger und keine Lackreste mehr auf der Heizung festzustellen sind, dann hält auch der neue Lack ohne Blessuren.

Schritt 4: Lackieren

Zuerst sollten (bei alten Heizungen) die Rohre mit Rohrschutzfarbe gestrichen werden. Nach dem Trocknen werden diese dann ebenfalls abgeklebt. Jetzt kann der Heizkörper selbst in Angriff genommen werden. Immer mit wenig Farbe arbeiten, so entstehen keine Nasen. Hierfür sind auch Abstreifer im Handel erhältlich, geeignet sind jedoch auch kleine Holzstücke, die mittig über der Dose platziert werden und an denen der Pinsel abgestrichen werden kann, ohne die Ränder der Dose unnötig mit Lack zu beschmutzen. Auch eine halb über die Dose gespannte normale Frischhaltefolie ist für diesen Zweck ideal geeignet.

Schritt 5: Trocknen und Lüften

Nachdem das Werk vollbracht ist, sollte der Raum gut gelüftet werden. Ohne ausreichende Lüftung sollten Kinder aufgrund der Dämpfe nicht im Raum mit der frisch gestrichenen Heizung schlafen. Bevor das Zimmer wieder als Schlafraum genutzt werden kann, ist es außerdem sinnvoll die Heizung auf volle Heizlast zu bringen, damit der Lack auch von innen seine Dämpfe abgibt. Nach einer Woche sollten die Dämpfe sich so weit abgebaut haben, dass einer Nutzung nichts mehr im Wege steht.

Und nun: Viel Spaß beim Streichen und verschönern deiner Heizkörper!

Über Andi

Ein Kommentar

  1. Hört sich nach sehr viel Zeitaufwand an!